Modernes Haus mit zweifarbiger Fassade: Blaue Putzfassade kombiniert mit Holzverkleidung, umgeben von blühendem Garten.

Fassade streichen

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So gelingt der perfekte Anstrich

1. Fassade streichen: Die richtige Vorbereitung für ein perfektes Ergebnis

Bevor Sie Ihre Fassade streichen, ist eine sorgfältige Vorbereitung essenziell. Ein neuer Anstrich kann nur dann langfristig halten, wenn der Untergrund sauber, tragfähig und trocken ist. Wer diesen Schritt vernachlässigt, riskiert frühzeitige Abplatzungen, ungleichmäßige Farbergebnisse oder sogar Schäden durch eingeschlossene Feuchtigkeit. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Maßnahmen nötig sind, um eine perfekte Basis für den Anstrich zu schaffen.

1.1. Warum eine gute Vorbereitung entscheidend ist

Die Lebensdauer einer gestrichenen Fassade hängt maßgeblich davon ab, wie gut der Untergrund vorbereitet wurde.

Folgende Faktoren spielen eine wesentliche Rolle:

  • Haftung der Farbe: Farben und Fassadenfarben haften nur auf einem sauberen und tragfähigen Untergrund. Schmutz, Moos oder alte Farbreste können verhindern, dass die neue Farbe dauerhaft hält.
  • Schutz vor Feuchtigkeit: Ein ungeeigneter oder feuchter Untergrund kann dazu führen, dass sich Feuchtigkeit unter dem Anstrich staut, was Blasenbildung und Risse verursacht.
  • Langlebigkeit des Anstrichs: Durch eine gründliche Vorbereitung bleibt die Farbe länger schön und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse wie UV-Strahlen und Regen.

1.2. Benötigte Materialien und Werkzeuge

Für eine erfolgreiche Vorbereitung benötigen Sie die passenden Werkzeuge und Hilfsmittel. Hier eine Übersicht der wichtigsten Utensilien:

Werkzeuge:

Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch zur Fassadenreinigung
Drahtbürste oder Spachtel zum Entfernen loser Farbreste
Malerrolle und Pinsel für Detailarbeiten
Schleifpapier oder Schleifmaschine für glatte Oberflächen
Eimer und Rührstab für Grundierungen oder Reinigungsmittel

Materialien:

Fassadenreiniger zur Entfernung von Schmutz, Algen oder Moos
Grundierung (falls erforderlich) zur Verbesserung der Haftung
Reparaturmörtel oder Spachtelmasse zum Ausbessern von Rissen
Abdeckfolie und Malerkrepp zum Schutz von Fenstern und Türen

Hilfsmittel für sicheres Arbeiten:

Leiter oder Teleskopstange für niedrige Fassadenbereiche
Gerüst für größere Häuser oder schwer erreichbare Stellen – bietet mehr Sicherheit und Komfort
Arbeitsschutz (Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Atemschutz bei Schleifarbeiten)

1.3. Fassaden Untergrund reinigen und auf Beschädigungen prüfen

Bevor ein Fassadenanstrich beginnen kann, muss der Untergrund gründlich gereinigt werden, um eine optimale Haftung der Farbe zu gewährleisten. Ablagerungen wie Schmutz, Staub, Moos oder Algen können dazu führen, dass die Farbe nicht gleichmäßig aufgetragen wird und später abblättert.

Ein sauberer Untergrund ist somit die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Fassadenanstrich.

Verwitterte Hausfassade mit Moos- und Algenbewuchs – eine Renovierung ist notwendig, um Schutz und Optik wiederherzustellen.
Moos- und Algenbewuchs an der Fassade: Eine gründliche Reinigung und ein neuer Anstrich schützen langfristig.

1️⃣ Fassade gründlich reinigen

  • Hochdruckreiniger: Besonders effektiv bei robusten Fassaden wie Klinker oder Beton. Der Druck sollte jedoch nicht zu hoch sein, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Für empfindliche Untergründe wie ältere Putzfassaden sollte der Druck auf maximal 80 bar reduziert werden.
  • Harte Bürste und Wasser: Eine schonendere Reinigung für empfindlichere Fassaden wie Altputz oder gestrichene Oberflächen.
  • Fassadenreiniger: Bei starker Verschmutzung können spezielle Reinigungsmittel helfen, Algen und Schmutz effizient zu entfernen.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) sollte auf den Hochdruckreiniger verzichtet werden, da der hohe Wasserdruck die Dämmung beschädigen kann. Eine sanfte Bürstenreinigung mit einem milden Reiniger ist hier die bessere Wahl.

2️⃣ Trocknungszeit beachten

Nach der Reinigung muss die Fassade komplett trocknen. Je nach Wetterlage kann dies einige Tage dauern. Eine zu hohe Restfeuchte im Untergrund führt dazu, dass die neue Farbe nicht richtig haftet und sich Blasen bilden können.

3️⃣ Risse und Schäden ausbessern

  • Kleine Risse können mit einer geeigneten Spachtelmasse geschlossen werden.
  • Abgeplatzte Farbschichten sollten vollständig entfernt werden, bevor ein neuer Anstrich erfolgt.
  • Größere Schäden sollten von einem Fachbetrieb saniert werden, um langfristige Probleme zu vermeiden.

4️⃣ Saugfähigkeit prüfen

Ein einfacher Wassertest hilft bei der Einschätzung: Wenn Wasser schnell einzieht, ist der Untergrund stark saugfähig und benötigt möglicherweise eine Grundierung. Perlt das Wasser hingegen ab, kann die Farbe meist direkt aufgetragen werden.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Um sicherzustellen, dass die Farbe optimal hält, können Sie einen kleinen Probeanstrich auftragen. Zeigt sich nach dem Trocknen eine gleichmäßige Farbfläche ohne Blasen oder Risse, ist der Untergrund bereit für den Hauptanstrich.

2. Fassade überstreichen: Wann ist es möglich und worauf sollten Sie achten?

Das Überstreichen einer bereits gestrichenen Fassade kann eine kosteneffiziente Möglichkeit sein, ihr ein frisches Aussehen zu verleihen. Allerdings ist es nicht immer ohne Weiteres möglich, eine neue Farbschicht aufzutragen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wann ein Überstreichen sinnvoll ist, welche Materialien kompatibel sind und wann eine Grundierung erforderlich ist.

2.1. Unterschiede zwischen Neu- und Überanstrich

Ein Neuanstrich erfolgt auf einer unbehandelten oder komplett sanierten Fassade, während ein Überanstrich auf einer bestehenden Farbschicht aufgetragen wird. Dabei gilt:

  • Neuanstrich: Benötigt sorgfältige Vorbereitung, aber ermöglicht volle Kontrolle über das Endergebnis.
  • Überanstrich: Kann nur erfolgen, wenn die alte Farbschicht tragfähig und kompatibel mit der neuen Farbe ist.

2.2. Welche Farben und Untergründe lassen sich überstreichen?

Nicht jede Farbe kann auf jedem Untergrund oder einer bestehenden Beschichtung haften. Wichtig ist:

  • Dispersionsfarben können oft überstrichen werden, wenn sie fest haften.
  • Silikatfarben benötigen ebenfalls eine mineralische Basis.
  • Lösemittelhaltige Farben können Probleme bereiten, wenn auf ihnen wasserbasierte Farben aufgetragen werden.

2.3. Wann ist eine Grundierung notwendig?

Eine Grundierung ist notwendig, wenn:

  • Die alte Farbe kreidet oder porös ist.
  • Der Untergrund sehr saugfähig ist.
  • Die neue Farbe eine andere chemische Basis hat als die alte.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Machen Sie einen Kratztest: Wenn sich die alte Farbe leicht mit einem Fingernagel ablösen lässt, sollte sie vor dem Überstreichen entfernt werden.

3. Häufige Fehler beim Fassadenanstrich und wie Sie diese vermeiden

Das Streichen einer Fassade ist eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der sich schnell Fehler einschleichen können. Viele dieser Fehler führen dazu, dass der Anstrich nicht lange hält oder das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Probleme besonders häufig auftreten und wie Sie diese vermeiden können.

3.1. Blasenbildung, Risse und andere Probleme

Blasenbildung oder Risse in der Farbe sind Anzeichen dafür, dass der Untergrund nicht richtig vorbereitet wurde oder ungünstige Bedingungen während des Anstrichs vorlagen. Ursachen können sein:

  • Feuchte Fassade: Wurde auf einen noch feuchten Untergrund gestrichen, kann eingeschlossene Feuchtigkeit durch die Farbe entweichen und Blasen verursachen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung: Zu hohe Temperaturen lassen die Farbe zu schnell trocknen, wodurch Spannungen entstehen und Risse auftreten können.
  • Unverträglichkeit der Farben: Wird eine ungeeignete Farbe auf einen bestehenden Anstrich aufgetragen, kann es zu Ablösungen oder Blasenbildung kommen.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Testen Sie vor dem Anstrich die Feuchtigkeit der Fassade, indem Sie ein Stück Folie mit Klebeband befestigen. Bildet sich nach einigen Stunden Kondenswasser darunter, ist die Wand noch zu feucht zum Streichen.

3.2. Ungleichmäßiger Farbauftrag vermeiden

Ein sauberer, gleichmäßiger Fassadenanstrich ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Langlebigkeit. Ungleichmäßige Farbaufträge können dazu führen, dass bestimmte Bereiche der Fassade nicht ausreichend geschützt sind, schneller verschmutzen oder unansehnliche Streifen entstehen. Häufig ist dies auf mangelnde Vorbereitung oder eine falsche Auftragstechnik zurückzuführen.

Damit Ihr Anstrich professionell und ebenmäßig aussieht, sollten Sie folgende Fehler vermeiden:

  • Fehlende Grundierung: Besonders stark saugende Untergründe nehmen die Farbe unterschiedlich stark auf, was zu Flecken und ungleichmäßigen Farbübergängen führen kann.
  • Unzureichende Farbmenge: Zu wenig Farbe oder eine zu sparsame Verteilung mit der Rolle hinterlässt sichtbare Unterschiede in der Deckkraft.
  • Unsachgemäße Rolltechnik: Wird die Farbe nicht gleichmäßig verteilt oder zu trocken aufgetragen, entstehen Streifen und ungleichmäßige Übergänge.
  • Ansätze durch angetrocknete Flächen: Die sogenannte „nass in nass“-Technik ist essenziell, um sichtbare Übergänge zu vermeiden. Wenn die Farbe schon angetrocknet ist und dann weitergerollt wird, entstehen unschöne Kanten und Ansätze.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Arbeiten Sie immer in gleichmäßigen Bahnen von oben nach unten und überlappen Sie die Farbflächen leicht. Achten Sie darauf, dass der Farbauftrag in einem gleichmäßigen Rhythmus erfolgt, ohne Pausen, damit keine unsauberen Übergänge entstehen.

3.3. Optimale Wetter- und Temperaturbedingungen für den Anstrich

Wetter und Temperatur haben einen großen Einfluss auf das Ergebnis eines Fassadenanstrichs. Die besten Ergebnisse erzielt man bei Temperaturen zwischen 10 und 20 °C, idealerweise ohne direkte Sonneneinstrahlung. Besonders Silikatfarben reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen – sie benötigen eine stabile, trockene Witterung, um richtig zu verkieseln. Temperaturen über 25 °C sollten ebenfalls vermieden werden, da die Farbe zu schnell trocknet und ungleichmäßig haftet:

  • Ideale Temperaturen: Zwischen 10 und 20 °C für die meisten Fassadenfarben. Unter 5 °C sollte grundsätzlich nicht gestrichen werden, da wasserbasierte Farben nicht mehr richtig aushärten.
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden: Wenn die Sonne direkt auf die Fassade scheint, trocknet die Farbe zu schnell, was zu Spannungen und Rissen führen kann.
  • Kein Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit: Auch wenn die Farbe an der Oberfläche trocken erscheint, kann hohe Luftfeuchtigkeit den Trocknungsprozess negativ beeinflussen und zu Flecken oder Blasenbildung führen.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Prüfen Sie vor dem Streichen die Wettervorhersage für mehrere Tage. Achten Sie darauf, dass auch nach dem Anstrich mindestens 24 Stunden trockenes Wetter herrscht, damit die Farbe optimal aushärten kann.

4. Welche Farben bieten den besten Schutz vor Witterung und UV-Strahlung?

Die Wahl der richtigen Fassadenfarbe ist entscheidend für den langfristigen Schutz Ihrer Hausfassade. Neben optischen Aspekten spielen dabei auch Faktoren wie Witterungsbeständigkeit, UV-Schutz und Feuchtigkeitsregulierung eine zentrale Rolle. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Farbtypen besonders langlebig sind und wie Sie die richtige Wahl für Ihre Fassade treffen.

4.1. Eigenschaften langlebiger und wetterfester Fassadenfarben

Fassaden sind das ganze Jahr über starken Witterungseinflüssen ausgesetzt – von intensiver Sonneneinstrahlung über Regen bis hin zu Frost. Eine hochwertige Farbe sollte daher folgende Eigenschaften mitbringen:

Hohe Witterungsbeständigkeit: Widerstandsfähigkeit gegenüber Regen, Frost und Temperaturschwankungen.

UV-Schutz: Schutz vor Ausbleichen durch Sonnenstrahlung.

Diffusionsoffenheit: Fähigkeit, Feuchtigkeit nach außen entweichen zu lassen, um Schimmelbildung zu verhindern.

Schmutzabweisende Oberfläche: Damit sich weniger Ablagerungen wie Algen oder Moose bilden.

Elastizität: Damit der Anstrich bei Temperaturschwankungen nicht reißt.

4.2. UV-Schutz und Feuchtigkeitsbeständigkeit: Worauf es ankommt

UV-Strahlung ist eine der größten Herausforderungen für Fassadenfarben. Wird keine UV-stabile Farbe verwendet, kann der Anstrich schnell ausbleichen oder rissig werden. Besonders helle Farbtöne reflektieren Sonnenstrahlen besser als dunkle Farben und bleichen dadurch langsamer aus.

Gleichzeitig muss die Farbe feuchtigkeitsbeständig sein. Zu unterscheiden sind hier zwei Prinzipien:

1️⃣ Silikatfarben: Sie verbinden sich chemisch mit dem Untergrund (Verkieselung) und sind besonders diffusionsoffen, sodass Feuchtigkeit entweichen kann.

2️⃣ Silikonharzfarben: Sie sind wasserabweisend, aber dennoch atmungsaktiv – eine gute Wahl für stark witterungsbeanspruchte Fassaden.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Falls Ihr Haus an einer wetterexponierten Stelle liegt (z. B. Westseite mit viel Regen oder intensiver Sonneneinstrahlung), sollten Sie eine Fassadenfarbe mit zusätzlichem UV- und Feuchtigkeitsschutz wählen. Silikonharzfarben sind hierfür oft die beste Wahl.

4.3. Farbwahl je nach Fassadenmaterial

Nicht jede Farbe ist für jedes Fassadenmaterial geeignet. Die Auswahl sollte sich nach dem Untergrund richten:

  • Putzfassaden: Am besten eignen sich Silikat- oder Dispersionsfarben, die gut haften und atmungsaktiv sind.
  • Betonfassaden: Dispersionsfarben mit hoher Elastizität verhindern Risse bei Temperaturschwankungen.
  • Holzfassaden: Spezielle Holzschutzfarben oder Lasuren sind notwendig, um das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung zu schützen.
  • Klinkerfassaden: Silikat- oder Silikonharzfarben eignen sich am besten, da sie diffusionsoffen sind und nicht abblättern.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Bevor Sie sich für eine Farbe entscheiden, sollten Sie den bestehenden Anstrich prüfen. Ein Probeanstrich kann helfen, die Haftung der neuen Farbe auf dem Untergrund zu testen.

5. Klinkerfassade streichen: Ist das wirklich eine gute Idee?

Klinkerfassaden sind robust und langlebig – aber kann man sie einfach überstreichen? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Während einige Klinkerarten für einen neuen Anstrich geeignet sind, kann das Streichen anderer Oberflächen langfristig zu Schäden führen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wann eine Klinkerfassade gestrichen werden kann und welche Alternativen es gibt.

5.1. Welche Klinkerfassaden lassen sich streichen?

Nicht jeder Klinker ist für einen Anstrich geeignet. Bevor Sie zur Farbe greifen, sollten Sie die Art des Klinkers prüfen:

Unbehandelter, saugfähiger Klinker: Kann gestrichen werden, wenn die Oberfläche offenporig ist. Eine Silikatfarbe oder Silikonharzfarbe eignet sich besonders gut.
Bereits gestrichener Klinker: Falls die bestehende Farbschicht noch tragfähig ist, kann ein neuer Anstrich erfolgen – oft ist aber eine Grundierung erforderlich.
Glasierte oder versiegelte Klinkersteine: Diese haben eine glatte, wasserabweisende Oberfläche und sind nicht für einen Anstrich geeignet. Die Farbe würde nicht richtig haften und könnte schnell abblättern.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Machen Sie den Wassertest: Geben Sie einige Tropfen Wasser auf die Klinkerfassade. Wenn das Wasser einzieht, kann der Klinker gestrichen werden. Perlt es ab, ist die Oberfläche zu glatt und nicht für einen Anstrich geeignet.

5.2. Spezialfarben für Klinker: Worauf achten?

Falls Ihre Klinkerfassade für einen Anstrich geeignet ist, sollten Sie auf die richtige Farbe setzen. Hier sind die besten Optionen:

  • Silikatfarben: Sie verbinden sich chemisch mit dem Untergrund (Verkieselung) und sind besonders diffusionsoffen. Ideal für mineralische, saugfähige Klinker.
  • Silikonharzfarben: Wasserabweisend und gleichzeitig atmungsaktiv – schützen vor Feuchtigkeit, ohne die Klinkerstruktur zu versiegeln.
  • Hybridfarben (Silikat mit Silikonharz): Für schwierige Untergründe, die eine Kombination aus Atmungsaktivität und Schutz benötigen.

Dispersionsfarben sind ungeeignet, da sie eine luftdichte Schicht bilden und Feuchtigkeit einschließen können. Dies kann langfristig zu Abplatzungen und Bauschäden führen.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihre Klinkerfassade gestrichen werden kann, testen Sie zunächst eine kleine unauffällige Fläche mit der gewählten Farbe. So sehen Sie, wie der Untergrund reagiert.

5.3. Alternativen zum Streichen einer Klinkerfassade

Falls Ihre Klinkerfassade nicht für einen Anstrich geeignet ist, gibt es einige alternative Möglichkeiten, ihr ein neues Erscheinungsbild zu verleihen:

Klinker lasieren: Eine Lasur kann die Optik des Klinkers leicht verändern, ohne die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen.
Fassadenverkleidung: Eine vorgehängte Fassade aus Holz, Metall oder modernen Fassadenplatten kann das Haus optisch aufwerten.
Fassadenreinigung: Eine professionelle Reinigung mit Hochdruck oder Sandstrahlen kann alten Klinker auffrischen und ihm neue Strahlkraft verleihen.

💡 Farbenexperte24-Tipp: Falls Sie den Farbton Ihrer Klinkerfassade ändern möchten, ohne die natürliche Struktur zu überdecken, können mineralische Lasuren eine gute Alternative sein. Diese dringen tief in den Stein ein, ohne eine deckende Schicht zu bilden.


Ein Klinkeranstrich sollte gut überlegt sein, da er oft nicht rückgängig gemacht werden kann. Prüfen Sie vorher genau, ob Ihr Klinker für einen Anstrich geeignet ist und ob eine Alternative sinnvoller wäre. Falls Sie dennoch streichen möchten, achten Sie auf eine hochwertige, diffusionsoffene Farbe, um langfristige Schäden zu vermeiden.

8. Fazit: So gelingt der Fassadenanstrich

Ein neuer Fassadenanstrich kann das Erscheinungsbild eines Hauses erheblich aufwerten und gleichzeitig für langfristigen Schutz sorgen. Damit das Ergebnis überzeugt, sollten einige wesentliche Punkte beachtet werden:

Gründliche Vorbereitung: Der Untergrund muss sauber, tragfähig und trocken sein. Schäden sollten vor dem Streichen ausgebessert werden, um spätere Probleme wie Blasenbildung oder Risse zu vermeiden.

Die richtige Farbwahl: Je nach Untergrund eignen sich unterschiedliche Farbtypen. Silikatfarben sind ideal für mineralische Untergründe, während Silikonharzfarben zusätzlichen Feuchtigkeitsschutz bieten.

Optimale Wetterbedingungen: Die besten Ergebnisse erzielt man bei Temperaturen zwischen 10 und 20 °C, idealerweise ohne direkte Sonneneinstrahlung. Besonders bei Silikatfarben sollte darauf geachtet werden, dass es während der Trocknung nicht zu kalt oder zu feucht ist, da sie sonst nicht richtig verkieseln. Temperaturen über 25 °C können dagegen auch problematisch sein, da die Farbe zu schnell trocknet und ebenfalls ungleichmäßig haftet.

Häufige Fehler vermeiden: Dazu gehören das Streichen auf feuchtem Untergrund, falsche Verarbeitungstechniken oder die Verwendung inkompatibler Farben. Ein Kratztest oder Wassertest hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.

Besonderheiten bei Klinkerfassaden: Nicht jeder Klinker ist für einen Anstrich geeignet. Versiegelte oder glasierte Klinkersteine sollten nicht gestrichen werden, da die Farbe nicht haften bleibt. Offene, saugfähige Klinker können mit Silikat- oder Silikonharzfarben behandelt werden.

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