Doppelgarage mit modernen, dunkelbraunen Holztoren und gepflegter Fassade, Einblick in die geordnete Werkstatt im Inneren.

Garage und Garagentor streichen

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Garage und Garagentor streichen – Schritt für Schritt zur frischen Optik

Mit einem frischen Anstrich lässt sich viel erreichen – ganz gleich, ob Sie das Garagentor streichen oder die Garage streichen möchten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Farben zu welchem Material passen, wie Sie richtig vorgehen und worauf es bei der Vorbereitung und Verarbeitung ankommt.

Ob ein älteres Holztor, ein verzinktes Metalltor oder ein Kunststofftor – wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, welche Farben sich eignen und wie Sie auch die Garagenwände innen wie außen neu gestalten können.

1. Garagentor streichen: Farben, Materialien und Methoden

Das Garagentor gehört oft zu den größten Flächen an der Hausfront – und fällt direkt ins Auge. Es prägt den ersten Eindruck Ihres Hauses und trägt maßgeblich zur Gesamtwirkung der Fassade bei.

Mit den Jahren lässt das Erscheinungsbild jedoch oft nach. Die Farbe blättert ab, Holz vergraut, Metall rostet oder Kunststoff verliert seinen Glanz. Solange das Tor aber noch einwandfrei funktioniert, ist das in der Regel kein Grund für einen teuren Austausch.

Im Gegenteil – ein frischer Anstrich spart Ressourcen, schont den Geldbeutel und verleiht der gesamten Fassade ein neues und frisches Aussehen.

Doch nicht jede Farbe ist für jedes Tor geeignet. Je nach Material – ob Holz, verzinktes Metall oder Kunststoff – braucht es spezielle Produkte mit guter Haftung, Witterungsbeständigkeit und Schutzwirkung.


Holztore: Offenporiger Schutz statt dicker Farbschicht

Ein Holztor sollte möglichst „atmen“ können – daher sind offenporige Lasuren meist die beste Wahl. Sie dringen tief ins Holz ein und schützen von innen heraus vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung, ohne die natürliche Struktur zu überdecken. Alternativ kann auch ein deckender Acryllack auf Wasserbasis verwendet werden, wenn lieber ein farbiger Anstrich gewünscht ist.

🚩Wichtig: Lose Altanstriche immer gründlich entfernen, das Holz leicht anschleifen (Körnung 100–150) und – wenn nötig – mit einer passenden Holzgrundierung behandeln – vor allem bei rohem, stark verwittertem Holz oder wenn der alte Anstrich komplett entfernt wurde. Nur so haftet die neue Farbe zuverlässig.

👉 Mehr dazu finden Sie auch in unserem Ratgeber „Zaun streichen – dort zeigen wir, in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man Holz richtig schützt und pflegt. Die Tipps lassen sich problemlos auch auf Garagentore aus Holz übertragen.


Metalltore: Nicht jeder Metalllack schützt auch vor Rost!

Achten Sie auf die Kennzeichnung „rostschützend“, „Korrosionsschutz“ oder „mit Rostschutz“. Viele greifen zu einfachen Metalllacken, ohne zu wissen, dass diese nicht automatisch rostschützend sind. Gerade bei verzinkten oder angerosteten Toren ist das allerdings essenziell.

Bei verzinktem Metall vorab einen speziellen Haftgrund (z. B. Zinkhaftprimer) auftragen, damit die Farbe sicher haftet – besonders wichtig bei glatten, glänzenden Flächen.

Bei unbehandeltem oder angerostetem Metall sollten Sie unbedingt zuerst mit einer geeigneten Rostschutz-Grundierung arbeiten – z. B. mit spezieller Rostschutzfarbe oder einer 2K-Epoxidgrundierung.

Bewährt haben sich folgende Lacktypen:

🔹PU-verstärkte Acryllacke (wasserbasiert): schnell trocknend, elastisch, vergilbungsfrei

🔹2K-Lacke (Zweikomponentenlacke; Grundierung + Lack in einem): extrem strapazierfähig, ideal für stark beanspruchte Tore.

🔹Alkydharzlacke (lösemittelhaltig): klassisch robust, aber langsamer trocknend und recht geruchsintensiv.

📌 Farbenexperte24-Tipp

Leichten Flugrost oder oberflächlichen Rost können geeignete Grundierungen oder Rostumwandler direkt binden – wichtig ist, dass das Produkt ausdrücklich für die Anwendung „direkt auf Rost“ freigegeben ist.
Bei stärkerem Rostbefall muss die Fläche vorher gründlich mechanisch entrostet werden – z. B. durch Schleifen oder Bürsten. Nur so kann die neue Beschichtung zuverlässig haften und weiterer Rost dauerhaft gestoppt werden.

Kunststofftore: Ohne passenden Haftvermittler hält keine Farbe

Hier ist besonders die Vorbereitung entscheidend. Kunststoffoberflächen sind glatt, dicht und nehmen so gut wie keine Farbe auf – herkömmliche Anstriche können dort oft nicht dauerhaft haften. Verwenden Sie daher als erste Schicht immer einen speziellen Haftvermittler (auch „Primer“ genannt), der die Oberfläche griffig macht und für den Anstrich vorbereitet und die Haftung verbessert.

🚩 Wichtig: Der Haftvermittler allein reicht nicht – auch die darauf folgende Farbe muss für Kunststoff geeignet sein. Am besten eignen sich:

🔹PU-verstärkte Acryllacke, die als „für Kunststoff geeignet“ ausgewiesen sind

🔹Spezielle Kunststofflacke, die sich mit dem Haftvermittler gut verbinden

Vermeiden Sie unbedingt Lacke, die Lösemittel enthalten oder nicht für Außenbereiche gedacht sind – sie können den Kunststoff angreifen, verfärben oder frühzeitig ablösen.

📌 Farbenexperte24-Tipp
Nur speziell ausgewiesene Außenlacke mit Korrosionsschutz bieten die nötige Widerstandsfähigkeit – vor allem an exponierten Stellen wie Garagentoren (also besonders wetter- oder sonnen­zugewandten Bereichen).

Testen Sie die Haftung am besten an einer unauffälligen Stelle. Kann die Farbe nach dem Trocknen mit dem Fingernagel abgekratzt werden, fehlt entweder der Haftvermittler – oder die Farbsorte ist ungeeignet. Dieser Test ersetzt jedoch nicht die Herstellerangaben – er dient nur als grober Hinweis auf mangelnde Haftung.

Geeignete Farben im Überblick:

🔹 Holztore: Lasur oder Acryllack auf Wasserbasis

🔹 Metalltore: PU-Lack, 2K-Lack, ggf. Alkydharzlack

🔹 Kunststofftore: PU-Acryllack (kunststoffgeeignet) + Haftvermittler

Garage mit grauem Kunststofftor, an dem die Farbe großflächig abblättert – deutlicher Hinweis auf fehlende Haftgrundierung.
Fehlender Haftvermittler kann bei Kunststofftoren zu mangelnder Haftung der Farbe führen – das Resultat ist meist ein ungleichmäßiger Farbverlust.

2. Garage streichen: Innen- und Außenbereiche neu gestalten

Wer nur das Garagentor streicht, verschenkt oft das volle Potenzial. Auch die Garage selbst – ob von außen oder innen – kann mit wenigen Handgriffen deutlich aufgewertet werden.

Risse, graue Putzflächen oder fleckige Betonwände können schnell unansehnlich wirkem. Dabei reicht meist schon ein passender Anstrich, um die Fläche zu schützen und optisch zu verwandeln.


Garage von außen streichen: Schutz für Mauerwerk und Witterung

Die Außenwände der Garage sind Tag für Tag Wind, Regen, Sonne und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Ohne Schutzanstrich dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk, was langfristig zu Schäden wie Putzabplatzungen oder Algenbewuchs führen kann. Eine rechtzeitige Reparatur ist daher ratsam. Bei Altputz oder offenporigem Beton empfiehlt sich außerdem ein Tiefgrund, damit die Farbe gleichmäßig haftet und nicht fleckig wird.

Welche Farbe ist die richtige?

🔹Silikonharzfarben – wasserabweisend und dennoch diffusionsoffen (atmungsaktiv), ideal bei wechselnden Wetterlagen.

🔹Acrylatfarben – gut deckend, einfach zu verarbeiten und wetterfest

🔹Silikatfarben – für mineralische Untergründe, besonders langlebig und schimmelresistent

📌 Farbenexperte24-Tipp
Stimmen Sie die Farbe Ihrer Garage auf Haus, Dach und Tor ab – so entsteht ein harmonisches Gesamtbild ohne Stilbruch und alles fügt sich gut zusammen.

Garage innen streichen: Praktisch, hell und pflegeleicht

Im Inneren lohnt sich ein Anstrich gleich doppelt: Er schützt die Wände vor Schmutz, Feuchtigkeit und Abnutzung – und macht den Raum heller und einladender. Besonders bei alten Betonwänden oder unbehandeltem Putz bringt ein frischer Anstrich sofort mehr Ordnung und Nutzbarkeit.

Ein zusätzlicher Vorteil: Gerade wenn Sie in der Garage schrauben, lagern oder arbeiten, ist eine abwischbare und strapazierfähige Oberfläche Gold wert.

🔍 Welche Farben eignen sich für Garagen-Innenwände?

Nutzen Sie Farben, die abriebfest, feuchtigkeitsregulierend und belastbar sind – besonders dann, wenn die Garage schlecht belüftet ist oder zusätzlich als Werkstatt, Lagerraum oder Hobbyraum dient.



🚩 Wichtig: Ein nasses Auto bringt jede Menge Feuchtigkeit mit in die Garage. Diese verdunstet mit der Zeit und schlägt sich an kalten Wandflächen nieder – deshalb ist es wichtig, dass die Farbe atmungsaktiv bleibt und die Feuchtigkeit regulieren kann, statt sie einzuschließen.


Um Wände dauerhaft zu schützen und die Feuchtigkeit im Raum zu regulieren, sind folgende Farbtypen empfehlenswert – je nach Beanspruchung und Belüftungssituation.

🔹Innenfarbe für Keller- und Wirtschaftsräume
→ Gute Basislösung, abriebfest und für normale Beanspruchung geeignet.

🔹Feuchtraumfarbe / Schimmelresistente Innenfarbe
→ Ideal bei hoher Luftfeuchtigkeit, z. B. in unbeheizten oder wenig gelüfteten Garagen.

🔹Abriebfeste Dispersionsfarbe (Klasse 1 oder 2 nach DIN EN 13300)
→ Besonders scheuerbeständig, leicht zu reinigen, ideal für den unteren Wandbereich.

🔹Latexfarbe für stark beanspruchte Innenwände
→ Glatte, widerstandsfähige Oberfläche, gut abwaschbar und robust.

🔹2K-Epoxidfarbe (auch für Wände geeignet)
→ Sehr hochwertige Lösung für stark belastete Flächen, chemikalienbeständig, sehr haltbar – vor allem bei Werkstattnutzung oder häufigem Kontakt mit Feuchtigkeit und Schmutz.

Nasser Garagenboden nach dem Abstellen eines Fahrzeugs – Feuchtigkeit sammelt sich und kann bei schlechter Belüftung zu Schimmel führen.
Stehende Feuchtigkeit durch nasse Fahrzeuge ist häufig ein Problem in Garagen – sie begünstigt Schimmelbildung, wenn keine geeignete Wandfarbe verwendet wird.

3. Garage renovieren: Ideen & Tipps für die Renovierung

Ganz gleich, ob Ihre Garage schon in die Jahre gekommen ist und eine umfassende Renovierung benötigt – oder ob sie einfach nur einen frischen Look vertragen könnte: Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich viel erreichen.

Eine gezielte Renovierung kann auch die Funktionalität verbessern. Die Wände wirken heller und sauberer, es entsteht mehr Übersicht – und wer die Gelegenheit nutzt, kann auch gleich für mehr Stauraum und Struktur sorgen.

📝 Beachten Sie folgende Tipps, um Ihre Garage nicht nur schöner, sondern auch praktischer zu machen und den Platz besser zu nutzen.

🔹Vorher planen: Überlegen Sie sich genau, wofür Sie die Garage künftig nutzen möchten – nur als Stellplatz oder auch zum Werkeln, Lagern oder Sortieren? So können Sie den Raum gezielt einrichten und gestalten.

🔹Licht richtig anbringen: Schlechte Beleuchtung macht selbst eine frisch gestrichene Garage dunkel und ungemütlich. Kombinieren Sie helle Wandfarben mit einer gut platzierten Beleuchtung – vor allem über Arbeitsflächen oder Regalen sollte es ausreichend hell sein.

🔹Feuchtigkeit nicht unterschätzen: Viele Garagen sind kalt, schlecht belüftet oder haben Kondenswasser-Probleme. Achten Sie auf atmungsaktive Farben und verwenden Sie nur Materialien, die keine Feuchtigkeit ziehen – so beugen Sie Schimmel und Schäden vor.

🔹Kleine Details, große Wirkung: Neue Griffe, ordentlich verlegte Kabel, magnetische Werkzeugleisten oder farblich abgesetzte Wände machen optisch viel her – und verbessern das Arbeitsgefühl deutlich.

🔹Den Boden mitdenken: Ein sauberer, versiegelter Boden ist pflegeleichter und sieht besser aus. Mit einer robusten Bodenfarbe oder Epoxidharzbeschichtung verhindern Sie Staub und erleichtern das Reinigen.

🔹Stauraum clever nutzen: Bringen Sie Regale, Haken oder Hängesysteme an den Wänden an – so bleibt der Boden frei, und alles hat seinen festen Platz.

🔹Saisonales lagern: Lagern Sie Dinge, die Sie nicht ständig brauchen (z. B. Winterreifen, Campingausrüstung), in beschrifteten Boxen – am besten oben oder hinten, damit vorn Platz für Alltägliches bleibt.

🔹Stromanschlüsse und Ladepunkte prüfen: Denken Sie bei der Renovierung auch an die Zukunft – etwa wenn Sie ein E-Auto besitzen oder später eines anschaffen möchten. Ein gut geplanter Stromanschluss, eventuell sogar mit Wallbox, kann viel Nachrüstaufwand ersparen. Auch zusätzliche Steckdosen für Werkzeuge oder Beleuchtung sind sinnvoll – besser gleich daran denken, als später improvisieren zu müssen.

📌 Farbenexperte24-Tipp
„Setzen Sie bei Regalen, Werkbänken und Schränken auf pulverbeschichtetes Metall oder beschichtete Holzplatten bzw. Arbeitsplatten – diese sind besonders pflegeleicht, robust und ideal für den Garagenalltag. Achten Sie bei selbstgebauten Lösungen auf glatte, abwischbare Oberflächen.“

Modern eingerichtete Garage mit Werkzeugwand, Ordnungssystem und hell gestrichenen Wänden für eine saubere, funktionale Arbeitsatmosphäre.
Helle, strapazierfähige Farben an Wand und Boden sorgen für Ordnung, eine angenehme Lichtwirkung und verbessern die Reinigungsfähigkeit.

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4. Vorbereitung und Anleitung: So starten Sie richtig

Ein gutes Streich-Ergebnis hängt nicht nur von der richtigen Farbe ab, sondern auch von der richtigen Vorbereitung. Bevor Sie also zur Farbrolle greifen, sollten Untergründe geprüft, gereinigt und ggf. vorbehandelt werden. Das spart am Ende Zeit, Geld – und Ihre Nerven.

🧰 Werkzeugkoffer-Checkliste: Das brauchen Sie für Ihren Garagenanstrich

🛡️ Schutz & Abdeckmaterialien:
Abdeckfolie, Malerkrepp, Plane oder alte Laken zum Abdecken angrenzender Flächen und Böden

🧼 Reinigung & Vorbereitung:
Hochdruckreiniger oder Bürste, Spachtel, Schleifpapier oder Schleifgerät, ggf. Entroster (für Metall), Kunststoffreiniger

🧽 Schleifmittel für jedes Tor:

  • Holztor: Schleifpapier Körnung 100–150 (für Altanstrichentfernung & Glättung)
  • Metalltor: Drahtbürste oder Schleifpapier Körnung 80–120 (für Rostentfernung & Haftung)
  • Kunststofftor: Schleifvlies oder feines Schleifpapier Körnung 180–240 (nur leicht mattieren)

🖌️ Streichwerkzeuge:
Pinsel (z. B. Flachpinsel mit Synthetikborsten für Acryllacke oder PU-Lacke, Größe 30–50 mm für Kanten und Details), Schaumstoffrolle feinporig oder Lackierwalze kurzflor (z. B. Filzrolle oder Velourswalze – häufig auch als „Lackwalze“ bezeichnet) – ideal für glatte, gleichmäßige Oberflächen wie Garagentore. Dazu ein Eimer mit Abstreifgitter.

🚿🔧 Sprühgerät & Düse:
Wenn Sie sich für das Lackieren mit einer Farbsprühpistole entscheiden, spielt nicht nur die richtige Farbe eine Rolle – auch die Wahl der passenden Düse ist entscheidend für ein sauberes Ergebnis.

👉 Für das Garagentor streichen mit Lack eignen sich vor allem Fein- oder Flachstrahldüsen mit 0,8 bis 1,4 mm. Sie erzeugen einen gleichmäßigen, gut kontrollierbaren Sprühnebel – ideal für PU-Lacke, Acryllacke und Kunststofflacke.

Bei 2K-Lacken darf die Düse etwas größer sein: 1,3 bis 1,5 mm gelten hier je nach Viskosität und Sprühsystem als Standard.

🚫 Ungeeignet sind sehr große Düsen (über 2 mm) oder Rundstrahldüsen für dickflüssige Materialien – sie erhöhen den Farbverbrauch und führen schnell zu Tropfenbildung oder ungleichmäßigem Auftrag.

🚩 Wenn Sie sich unsicher sind, wählen Sie lieber eine etwas kleinere Düse. So behalten Sie mehr Kontrolle und können das Ergebnis besser steuern – auch wenn es eventuell einen Sprühgang mehr braucht.

🛠️ Sonstiges Zubehör:
Leiter, Rührstab oder Bohrmaschine mit Quirlaufsatz, Handschuhe, Atemschutzmaske (z. B. beim Schleifen), Schutzbrille (Sprühnebel)

🎨 Anstrichmaterialien:

Grundierung: Rostschutz-Grundierung (bei Metall), Tiefgrund (für Putz, saugende Flächen), Haftvermittler (für Kunststoff)

🪣 Farbe / Lack je nach Fläche:

🔹Für das Garagentor: wetterfester Lack passend zum Material (z. B. PU-Acryllack, 2K-Lack, Metall- oder Kunststofflack mit Haftung auf dem jeweiligen Untergrund).

🔹Für die Garagenwand außen: Silikonharz- oder Acrylatfassadenfarbe.

🔹Für innen: abriebfeste, schimmelresistente Wandfarbe – z. B. Silikat- oder Dispersionsfarbe

🔹Farbton: Helle Farbtöne für bessere Lichtwirkung im Innenraum

Modern eingerichtete Garage mit hell gestrichenen Wänden, strukturierter Werkbank und optimaler Beleuchtung.
Eine helle Wandfarbe in Kombination mit einer guten Beleuchtung und durchdachter Einrichtung macht diese Garage besonders einladend.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt der Anstrich

1. Flächen beurteilen
→ Ist der Untergrund trocken, tragfähig und sauber? Gibt es Abplatzungen, Rost, Schimmel oder Risse?

2. Reinigen & vorbereiten
→ Schmutz, Staub und lose Altanstriche gründlich entfernen – je nach Untergrund z. B. mit Bürste, Hochdruckreiniger, Spachtel oder Schleifgerät.

Metalltore sollten rostfrei sein, Kunststoffflächen nur leicht angeraut werden. Holztore benötigen eine saubere, offenporige Oberfläche ohne lose Farbschichten.

🚩 Hinweis: Eine geeignete Grundierung oder ein passender Haftvermittler ist – je nach Untergrund (Zustand) – entscheidend für die Haftung des Anstrichs, besonders bei Metall- oder Kunststofftoren.

3. Abkleben & abdecken
→ Alle angrenzenden Bereiche sorgfältig schützen – z. B. Boden, Mauerwerk oder Dichtungen am Tor.

4. Farbe aufrühren & testen
→ Farbe gründlich aufrühren und an einer kleinen Stelle probeweise auftragen und durchtrocknen lassen – besonders wichtig bei Kunststoff- oder Altanstrichen, denn es wäre sehr ärgerlich, wenn sich die Farbe nach dem Trocknen wieder ablöst. So vermeiden Sie böse Überraschungen durch mangelnde Haftung.

5. Streichen oder sprühen
→ Erst Kanten mit Pinsel bearbeiten, dann große Flächen mit Farbrolle oder Sprühgerät. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke.

6. Trocknungszeiten einhalten
→ Herstellerangaben beachten – auch zwischen Grundierung und Decklack. Bei 2K-Lacken auf exakte Mischverhältnisse achten.

7. Nacharbeiten & reinigen
→ Abgeklebte Bereiche erst entfernen, wenn die Farbe angetrocknet ist. Werkzeuge gründlich reinigen, Reste gut verschlossen aufbewahren.

📌 Farbenexperte24-Tipp
„Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht und extreme Temperaturen während des Streichens. Ideal sind trockene, milde Tage mit 10–25 °C – so haftet die Farbe besser und trocknet gleichmäßig.“

🔍 Streichen oder Sprühen – was ist besser für Garage & Tor?

Viele Heimwerker fragen sich, ob sie ihr Garagentor streichen oder sprühen sollten. Mit einer hochwertigen Lackierpistole lässt sich eine besonders gleichmäßige Oberfläche erzielen – ideal bei glatten Metalltoren.

Dafür braucht es allerdings etwas Übung: Neben einer sauberen Vorbereitung ist auch das richtige Mischverhältnis wichtig – oder alternativ eine speziell für Farbsprühsysteme geeignete Fertigfarbe. Auch die Wahl der richtigen Düse spielt eine Rolle.

Wer lieber klassisch arbeitet, ist mit Pinsel und Rolle gut beraten. Diese Methode ist einfacher zu handhaben, besonders für Einsteiger. Und mit etwas Geduld sowie dem passenden Werkzeug entstehen auch so sehr saubere, gleichmäßige Ergebnisse – ganz ohne Profiausrüstung.

📌 Farbenexperte24-Tipp:
„Für glatte Metalltore mit größerer Fläche kann sich das Sprühen lohnen – vorausgesetzt, die Vorbereitung stimmt. Bei strukturierten Untergründen oder wenig Erfahrung empfiehlt sich das klassische Streichen. Wer dabei auf hochwertige, breite Synthetikpinsel, den passenden Lack und eine gleichmäßige Auftragstechnik achtet, kann auch mit dem Pinsel ein sehr sauberes Ergebnis erzielen.“

5. Fazit: So gelingt die Rundum-Erneuerung Ihrer Garage

Ein frischer Anstrich für Garage und Garagentor sorgt nicht nur für ein neues Aussehen – er schützt die Oberflächen, verlängert die Lebensdauer der Materialien und verleiht dem Haus ein gepflegtes Gesamtbild. Ob verwittertes Holztor, rostiges Metall oder matter Kunststoff: Wer die richtigen Farben verwendet und gut vorbereitet startet, kann vieles selbst erledigen – mit dauerhaftem Ergebnis.

Erfahren Sie, wie wichtig es ist, auch den Untergrund vorab sorgfältig zu prüfen, zu reinigen und je nach Material mit einer geeigneten Grundierung oder einem Haftvermittler vorzubereiten.

Für Metall bieten sich PU-verstärkte Acryllacke oder 2K-Lacke mit Korrosionsschutz an. Bei Holz sind offenporige Lasuren oder deckende wasserbasierte Acryllacke ideal. Und für Innenwände, die häufig Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt sind, empfehlen sich robuste Dispersionsfarben, Latexfarben oder schimmelresistente Silikatfarben – je nach Nutzung und Lüftungssituation.

Gerade in der Garage machen helle, lichtreflektierende Farbtöne Sinn: Sie sorgen für bessere Sicht, lassen den Raum größer wirken und unterstützen ein sauberes, geordnetes Gesamtbild – ganz gleich, ob Sie Ihre Garage zum Schrauben, Lagern oder einfach fürs Auto nutzen. Wer zusätzlich in gute Werkzeuge, ein ruhiges Wochenende und ein wenig Sorgfalt investiert, wird mit einem Ergebnis belohnt, das sich sehen lassen kann – und lange hält.

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