Glossar

In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe, Abkürzungen und typischen Werkstatt-Begriffe rund ums Streichen, Lackieren und Beschichten – verständlich erklärt und teilweise mit praktischem Nutzen.

🚩 Hinweis: Die Definitionen beziehen sich bewusst auf die Praxis im Malerhandwerk sowie bei Renovierung und Oberflächenbeschichtung (z. B. Systemaufbau, Untergrundprüfung, Haftung und Trocknung) und können in anderen Bereichen völlig abweichend verwendet werden.

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Es gibt 25 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben H beginnen.
H

Haarriss
Haarriss ist ein sehr feiner Riss im Putz oder in einer Beschichtung. Ob man ihn einfach überstreichen kann, hängt davon ab, ob der Untergrund stabil ist und ob eine rissüberbrückende Beschichtung nötig ist.

Haft-/Brückenprimer („Primer“)
Haft-/Brückenprimer ist eine Grundierung, die auf glatten oder schwierigen Untergründen die Haftung verbessert, z. B. auf Fliesen, Altanstrichen oder dichten Oberflächen. Er bildet eine „Brücke“, damit die nächste Schicht sicher hält.

Haftgrund (auch: Haftgrundierung, Haftvermittler, Haft-/Brückenprimer, Primer, Haftbrücke)
Haftgrund ist eine Grundierung, die auf glatten oder schwierigen Untergründen die Haftung verbessert, z. B. auf Fliesen, Kunststoff oder festen Altanstrichen. Er bildet eine „Brücke“, damit die nächste Schicht sicher hält und später nicht abplatzt.

Haftung
Haftung beschreibt, wie fest Farbe oder Lack am Untergrund sitzt. Schlechte Haftung führt oft zu Abplatzungen, deshalb sind Reinigung, Anschleifen und die passende Grundierung so wichtig.

Haptik
Haptik beschreibt, wie sich eine Oberfläche anfühlt, z. B. glatt, rau, warm oder „gummiert“. Bei Böden, Wänden und Lacken beeinflussen Glanzgrad, Struktur und Material die Haptik deutlich.

Hartöl
Hartöl, ist ein Holzöl, das tiefer ins Holz eindringt und die Oberfläche nach dem Aushärten stabiler macht als ein reines Pflegeöl. Es wird oft für beanspruchte Holzflächen verwendet, z. B. Tischplatten oder Holzböden (je nach Produktfreigabe).

Harze (Holzinhaltsstoffe)
Harze sind natürliche Stoffe im Holz, die bei Wärme austreten können und später Flecken oder klebrige Stellen verursachen. Vor dem Streichen sollte Harz entfernt und ggf. mit geeignetem Sperrgrund isoliert werden, damit es nicht durchschlägt.

Harzentferner
Harzentferner, ist ein Reiniger, der Harz- und klebrige Rückstände von Holz löst. Er wird genutzt, bevor neu gestrichen wird, damit Grundierung und Lack später zuverlässig halten.

Heizkörperlack
Heizkörperlack, ist ein Lack, der für Heizkörper geeignet ist und Wärme gut verträgt, ohne schnell zu vergilben oder zu weich zu werden. Er wird für Heizkörper und teils auch für Heizungsrohre genutzt (je nach Herstellerangabe).

Heizkörperpinsel
Heizkörperpinsel, ist ein schmaler, oft abgewinkelter Pinsel, mit dem Sie gut hinter Heizkörper, in Zwischenräume und an schwer erreichbare Kanten kommen. Damit lassen sich Rippen und Ecken sauber streichen.

Helle Farbe
Helle Farbe, sind Farbtöne mit hoher Helligkeit, die Räume größer und freundlicher wirken lassen. Sie reflektieren mehr Licht und sind praktisch, wenn ein Raum eher dunkel ist.

Hitzebeständig / Hitzebeständigkeit
Hitzebeständig, bedeutet, dass eine Beschichtung höhere Temperaturen aushält, ohne Schaden zu nehmen. Das ist wichtig bei Heizkörpern, Öfen (nur mit geeigneten Speziallacken) oder anderen warmen Flächen.

Hochdruckreiniger
Hochdruckreiniger, ist ein Gerät, das mit hohem Wasserdruck reinigt, z. B. Holz, Stein oder Fassaden. Vor dem Streichen kann er helfen, Schmutz und Grünbelag zu entfernen, aber zu hoher Druck kann Holz auffasern oder Putz beschädigen.

Hochglänzend
Hochglänzend, ist ein sehr hoher Glanzgrad, der stark reflektiert. Hochglanz wirkt edel, zeigt aber auch Unebenheiten, Staub und Pinselspuren schneller als matte Oberflächen.

Holzfeuchte
Holzfeuchte, ist der Feuchtegehalt im Holz und ein wichtiger Wert vor dem Streichen. Messen können Sie sie mit einem Holzfeuchte-Messgerät (meist mit zwei Messspitzen), indem Sie an mehreren Stellen messen – besonders an Kanten und Stirnholz. Siehe auch: Holzfeuchte-Messgerät.

Holzfeuchte-Messgerät
Holzfeuchte-Messgerät, ist ein Gerät, mit dem Sie den Feuchtegehalt von Holz prüfen, bevor Sie grundieren, lasieren oder lackieren. Es gibt Modelle mit Messspitzen (Pin-Messung) und kontaktlose Geräte, die über die Oberfläche messen; für verlässliche Werte messen Sie an mehreren Stellen, besonders an Kanten und Stirnholz. Wichtig ist, dass das Gerät auf die Holzart eingestellt ist (falls möglich) und dass Sie nicht nur an einer Stelle messen, weil Holz ungleichmäßig trocknet. Siehe auch: Holzfeuchte.

Holzgrundierung (auch: Holzschutz-Grundierung)
Holzgrundierung, ist die erste Schicht auf Holz, damit der folgende Anstrich besser haftet und gleichmäßiger deckt. Im Außenbereich kann eine „Holzschutz-Grundierung“ je nach Produkt zusätzlich dem Holzschutz dienen (z. B. gegen Feuchtebelastung) – entscheidend sind immer die Angaben im technischen Merkblatt.

Holzlack
Holzlack bildet eine geschlossene Schutzschicht auf Holz und macht die Oberfläche glatt und pflegeleicht (z. B. Türen, Leisten, Möbel). Auffrischen ist meist nicht nach festen Intervallen nötig, sondern wenn der Lack sichtbar nachlässt: Oberfläche wird deutlich matt, es gibt viele Kratzer/Abnutzung, Kanten lösen sich oder es entstehen Flecken, weil die Fläche nicht mehr gut geschützt ist. Als grobe Orientierung gilt: innen oft erst nach 5–15 Jahren (je nach Nutzung), außen (nur mit geeignetem System) eher nach 2–5 Jahren prüfen.

Holzlasur (auch: Holzschutzlasur)
Holzlasur, ist ein Holzschutzanstrich, der je nach Typ mehr oder weniger transparent ist und die Holzmaserung sichtbar lässt. Lasuren schützen Holz im Außenbereich, müssen aber regelmäßig aufgefrischt werden. Am besten 1× jährlich prüfen. Auffrischen ist fällig, wenn die Oberfläche matt/ausgebleicht wirkt, Wasser nicht mehr gut abperlt, feine Risse sichtbar werden oder die Lasur dünn wirkt (vor allem an Kanten und Stirnholz). Hersteller-Technikblatt kann die Intervalle genauer vorgeben. Siehe auch: Wassertropfen-Test.

Holzmaserung
Holzmaserung, ist die sichtbare Struktur des Holzes. Bei Lasuren bleibt sie sichtbar, bei deckenden Farben wird sie meist stark überdeckt.

Holzöl (für außen)
Holzöl, zieht ins Holz ein und schützt es vor Feuchtigkeit und Vergrauen (je nach Produkt). Auffrischen ist nötig, wenn die Oberfläche matt und trocken wirkt, Wasser nicht mehr abperlt (Wassertropfen-Test), das Holz sichtbar aufhellt/ausbleicht oder rau wird – oft zuerst an Kanten und Stirnholz. Als grobe Orientierung: meist 1× pro Jahr, bei stark bewitterten Flächen (Südseite, waagerechte Flächen) auch 2× pro Jahr.

Holzquellung
Holzquellung, bedeutet, dass Holz durch Feuchtigkeit aufquillt und sich verzieht. Das ist wichtig bei Außenholz oder feuchten Räumen, weil falscher Anstrich oder fehlender Schutz die Quellung begünstigen kann.

Holzwurm / Termite
Holzwurm / Termite, sind Holzschädlinge, die Holz schädigen können. Bei Befall sollten Sie zuerst den Schaden fachlich klären und behandeln, bevor Sie einfach überstreichen, sonst bleibt die Ursache bestehen.

Hybridfarbe
Hybridfarbe, ist eine Farbe, die Eigenschaften verschiedener Bindemittel kombiniert, um bestimmte Vorteile zu vereinen (z. B. Verarbeitung + Widerstandsfähigkeit). Welche Vorteile das konkret sind, hängt stark vom Produkt ab, deshalb lohnt ein Blick ins technische Merkblatt.

Hypoallergen / hypoallergene Materialien
Hypoallergen bedeutet, dass ein Produkt so entwickelt ist, dass es weniger wahrscheinlich allergische Reaktionen auslöst. Es ist keine Garantie, kann aber bei empfindlichen Personen eine Orientierung sein (Siegelaussagen und Herstellerinfos beachten).

Kontakt:
📞 Telefon: 05138 6088-60
📧 E-Mail: info@farbenexperte24.de

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