Glossar

In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe, Abkürzungen und typischen Werkstatt-Begriffe rund ums Streichen, Lackieren und Beschichten – verständlich erklärt und teilweise mit praktischem Nutzen.

🚩 Hinweis: Die Definitionen beziehen sich bewusst auf die Praxis im Malerhandwerk sowie bei Renovierung und Oberflächenbeschichtung (z. B. Systemaufbau, Untergrundprüfung, Haftung und Trocknung) und können in anderen Bereichen völlig abweichend verwendet werden.

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Es gibt 37 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben S beginnen.
S

Sandstrahlen
Sandstrahlen ist ein Verfahren, bei dem eine Oberfläche mit Strahlmittel gereinigt bzw. angeraut wird. Es wird z. B. bei Metall genutzt, um Rost und Altbeschichtungen sehr gründlich zu entfernen.

Saugfähigkeit (Untergrund)
Saugfähigkeit (Untergrund) beschreibt, wie stark ein Untergrund Farbe oder Grundierung aufnimmt. Stark saugende Untergründe führen sonst schnell zu fleckigem Ergebnis und höherem Verbrauch.

Saugfähigkeitstest
Saugfähigkeitstest ist ein einfacher Check, ob ein Untergrund stark saugt, z. B. indem Sie etwas Wasser auftragen und beobachten, wie schnell es einzieht. Zieht es sehr schnell ein, ist oft eine passende Grundierung sinnvoll.

Schalldämmende Unterlage / Schalldämmung
Schalldämmende Unterlage / Schalldämmung ist Material unter Bodenbelägen, das Trittschall reduziert. Beim Renovieren ist wichtig, dass Aufbauhöhe, Druckfestigkeit und der Bodenbelag zusammenpassen.

Schalölrückstände
Schalölrückstände sind Rückstände von Trennmitteln auf Beton, die beim Ausschalen entstehen können. Vor dem Streichen müssen diese entfernt werden, sonst kann der Anstrich schlecht haften.

Scheuerbeständigkeit
Scheuerbeständigkeit beschreibt, wie gut eine Farbe das Reinigen aushält, ohne schnell abzureiben. Bei Innenwandfarben hängt das oft eng mit der Nassabriebklasse zusammen (je besser die Klasse, desto scheuerbeständiger).

Schichtaufbau
Schichtaufbau beschreibt die Reihenfolge der Schichten im System, z. B. Grundierung → Zwischenanstrich → Deckschicht. Wenn der Schichtaufbau nicht passt, kann es zu Haftproblemen oder geringer Haltbarkeit kommen.

Schichtdicke
Schichtdicke ist die Stärke einer aufgetragenen Schicht. Zu dünn kann zu wenig Schutz bedeuten, zu dick kann zu Läufern, schlechter Trocknung oder Rissen führen (Vorgaben stehen im technischen Merkblatt).

Schimmel
Schimmel ist ein Pilzbefall, der durch Feuchte und passende Bedingungen entsteht. Vor dem Streichen muss die Ursache der Feuchte geklärt werden, sonst kommt Schimmel meist wieder.

Schimmelbildung
Schimmelbildung bedeutet, dass Schimmel neu entsteht oder sich ausbreitet, meist durch Feuchtestau, Wärmebrücken oder zu wenig Lüftung. Ein neuer Anstrich allein löst das Problem nicht, wenn die Feuchte bleibt.

Schimmelentferner
Schimmelentferner ist ein Produkt, das Schimmelbeläge entfernt oder abtötet, je nach Wirkstoff. Nach der Reinigung muss die Fläche gut trocknen und die Ursache sollte behoben sein, bevor neu gestrichen wird.

Schimmelhemmend / schimmelresistent
Schimmelhemmend / schimmelresistent bedeutet, dass eine Farbe oder Beschichtung das Schimmelrisiko reduzieren soll, z. B. durch Inhaltsstoffe oder eine Oberfläche, die weniger anfällig ist. Das ersetzt nicht die Beseitigung von Feuchteursachen, kann aber als Teil der Lösung sinnvoll sein.

Schleifpapierkörnung
Schleifpapierkörnung (auch: Körnung) ist die Angabe, wie grob oder fein Schleifpapier ist: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein. Für Zwischenschliff bei Lacken wird meist fein gearbeitet, damit die nächste Schicht gut haftet, aber keine tiefen Kratzer bleiben.

Schleifpapierkörnung (auch: Körnung)
Schleifpapierkörnung ist die Angabe, wie grob oder fein Schleifpapier ist: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein. Für Zwischenschliff bei Lacken wird meist fein gearbeitet, damit die nächste Schicht gut haftet, aber keine tiefen Kratzer bleiben.

Schleifvlies
Schleifvlies ist ein flexibles Schleifmaterial, das besonders gut für Kanten, Profile und leichtes Anrauen geeignet ist. Es ist praktisch, wenn Sie nicht „viel Material“ abtragen wollen, sondern nur Haftung schaffen.

Schutzschicht
Schutzschicht ist die Schicht, die am Ende den Alltagsschutz übernimmt, z. B. gegen Abrieb, Feuchtigkeit oder Schmutz. Ob das eine Lackschicht, Versiegelung oder Beschichtung ist, hängt vom System ab.

Sichtbeton
Sichtbeton ist Beton, der als fertige Oberfläche sichtbar bleibt und nicht verputzt wird. Beim Streichen ist oft wichtig, ob Schalölreste, Lunker oder unterschiedliche Saugfähigkeit vorhanden sind, damit der Anstrich gleichmäßig wird.

Silikatfarbe
Silikatfarbe ist eine mineralische Farbe, die mit mineralischen Untergründen „verbindet“ (verkieselt). Sie wird häufig auf mineralischem Putz oder Beton eingesetzt und gilt oft als diffusionsoffen (Untergrund muss passen).

Silikonentferner
Silikonentferner ist ein Reiniger, der Silikonreste, Fette und Trennmittel löst. Er ist wichtig vor dem Lackieren, weil Silikon sonst zu „Kratern“ (Störungen im Lackbild) und schlechter Haftung führen kann.

Silikonfuge
Silikonfuge ist eine elastische Fuge, z. B. im Bad oder an Anschlussstellen. Auf Silikon hält Farbe meist schlecht, deshalb wird Silikon vor einem sauberen Anstrich in der Regel entfernt und fachgerecht erneuert.

Silikonharzfarbe
Silikonharzfarbe ist eine Fassadenfarbe, die oft Wasser abweist und trotzdem Wasserdampf durchlassen kann (je nach Produkt). Sie wird häufig genutzt, wenn Fassaden gut gegen Schlagregen geschützt werden sollen.

Spachtelmasse
Spachtelmasse ist ein Material zum Ausgleichen und Glätten, z. B. für Löcher, Risse oder unebene Flächen. Welche Spachtelmasse passt, hängt vom Untergrund und vom Einsatzbereich ab (innen/außen, Wand/Boden).

Spannungsriss
Spannungsriss ist ein Riss, der durch Bewegung oder Spannungen im Material entsteht, z. B. durch Temperaturwechsel oder Arbeiten des Untergrunds. Vor dem Streichen sollte geklärt werden, ob der Untergrund stabil ist oder weiter arbeitet.

Speichel- und schweißecht
Speichel- und schweißecht bedeutet, dass eine Beschichtung Speichel und Schweiß gut standhält und dabei keine problematischen Stoffe abgibt. Häufig wird dafür auf Prüfungen wie DIN 53160 verwiesen (Angabe im technischen Merkblatt).

Sperrwirkung
Sperrwirkung bedeutet, dass eine Grundierung oder Farbe Flecken und Inhaltsstoffe „blockt“, damit sie nicht durch den neuen Anstrich durchschlagen. Das ist z. B. wichtig bei Nikotin, Wasserflecken oder Holzinhaltsstoffen.

Spritzbereich
Spritzbereich ist der Bereich, der direkt Wasser abbekommt, z. B. in der Dusche oder über der Badewanne. Dort reichen normale Wandfarben oft nicht aus, weil die Belastung höher ist.

Sprühlack
Sprühlack ist Lack, der zum Sprühen vorgesehen ist, z. B. aus der Dose oder für die Sprühpistole. Er wird oft für Metall, Möbelteile oder Ausbesserungen genutzt, wenn ein gleichmäßiger Auftrag gewünscht ist.

Sprühnebel
Sprühnebel sind feine Partikel, die beim Sprühen in die Luft gehen und sich auf Flächen absetzen können. Deshalb ist Abdecken, Lüften und Schutzkleidung beim Sprühen besonders wichtig.

Staketenzaun
Staketenzaun ist ein Zaun aus einzelnen Holzstäben, die meist mit Draht verbunden sind. Beim Streichen sind die vielen Rundungen und Kanten die Herausforderung, deshalb sind dünner Auftrag und guter Kanten­schutz wichtig.

Staubeinschlüsse
Staubeinschlüsse sind Staubteilchen, die in die frische Lack- oder Farbschicht geraten und später als kleine Punkte oder Rauigkeit sichtbar sind. Vermeiden hilft: sauberer Untergrund, staubarmes Umfeld und nicht über frisch geschliffenem Staub lackieren.

Staunässe
Staunässe bedeutet, dass Wasser länger auf einer Fläche stehen bleibt, z. B. auf waagerechten Holzflächen oder am Zaunfuß. Das ist kritisch, weil es Beschichtungen schneller schädigen kann und Holz leichter leidet.

Stirnholz
Stirnholz ist die Holzfläche an den Schnittenden, wo die Fasern offen sind. Stirnholz saugt besonders stark, deshalb braucht es dort oft extra Schutz (mehr Sorgfalt beim Grundieren/Lasieren).

Stockflecken
Stockflecken sind dunkle Flecken auf Holz, oft durch Feuchtigkeit und beginnenden Schimmelbefall. Vor dem Streichen sollten Ursache und Reinigung passen, sonst kommen Flecken oder Geruch schnell wieder.

Streichbar / Überstreichbar / Überstreichbarkeit
Streichbar / Überstreichbar bedeutet einerseits, dass eine Schicht trocken genug ist, um sie mit der nächsten Schicht zu überarbeiten (Zeitangaben stehen im technischen Merkblatt). Andererseits kann es auch heißen, dass ein Untergrund oder Altanstrich grundsätzlich geeignet ist, überstrichen zu werden – also tragfähig, sauber und mit dem neuen System kompatibel.

Styroporbeute / Styropor
Styroporbeute / Styropor meint eine Bienenbeute aus Hartschaum, meist auf EPS-Basis. Beim Streichen ist wichtig, dass das Produkt EPS nicht angreift (keine ungeeigneten

Synthetikborsten
Synthetikborsten sind Pinselborsten aus Kunstfasern. Sie sind besonders geeignet für wasserbasierte Farben und Lacke und bleiben formstabil, was saubere Kanten erleichtern kann.

Systemverträglichkeit
Systemverträglichkeit bedeutet, dass Grundierung, Zwischenanstrich und Deckschicht zusammenpassen und auch auf dem Altanstrich funktionieren. Wenn das nicht passt, kann es zu Kräuseln, schlechter Haftung oder Abplatzungen kommen.

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