Glossar

In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe, Abkürzungen und typischen Werkstatt-Begriffe rund ums Streichen, Lackieren und Beschichten – verständlich erklärt und teilweise mit praktischem Nutzen.

🚩 Hinweis: Die Definitionen beziehen sich bewusst auf die Praxis im Malerhandwerk sowie bei Renovierung und Oberflächenbeschichtung (z. B. Systemaufbau, Untergrundprüfung, Haftung und Trocknung) und können in anderen Bereichen völlig abweichend verwendet werden.

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1K-Bodenfarbe
1K-Bodenfarbe ist eine einkomponentige Bodenfarbe, die ohne Härter verarbeitet wird. Sie wird zum Beispiel auf Beton- oder Estrichböden gestrichen, wenn der Boden im Alltag normal belastet wird, etwa in einem Keller, Abstellraum oder Hobbyraum. Wichtig ist meist eine passende Grundierung, damit die Farbe gut haftet und gleichmäßig deckt.

1K-Fliesenlack
1K-Fliesenlack ist ein einkomponentiger Lack zum Streichen von Fliesen. Er wird ohne Härter verarbeitet und ist dafür gedacht, glatte Fliesenflächen optisch zu erneuern, zum Beispiel an der Wand in Küche oder Bad. Entscheidend ist eine sehr gute Reinigung/Entfettung und oft ein Haftgrund, damit der Lack auf der glatten Oberfläche sicher hält.

1K-Lack (einkomponentig)
1K-Lack ist ein Lack, der aus nur einer Komponente besteht und ohne Härter verarbeitet wird. Er trocknet an der Luft. Je nach Lacktyp härtet er zusätzlich durch Sauerstoff oder Luftfeuchtigkeit weiter aus. (Wasser oder Lösemittel verdunstet, der Lackfilm wird fest). 1K-Lacke sind einfach anzuwenden und eignen sich für viele Lackierarbeiten, vor allem bei normaler Beanspruchung

2-Butoxyethanol (Butylglykol / EGBE; CAS-Nr. 111-76-2)
2-Butoxyethanol ist ein Glykolether und gehört zu den VOC (flüchtige organische Verbindungen). Es wird häufig als Co-Lösemittel in wasserbasierten Farben und Lacken eingesetzt, um Benetzung, Verlauf und Offenzeit zu verbessern. Es ist nach CLP gekennzeichnet, daher Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.

2K-Epoxid-Holzreparatur (Epoxid)
2K-Epoxid-Holzreparatur (Epoxid) ist eine zweikomponentige Reparaturmasse für Holz. Sie wird gemischt und härtet sehr fest aus. Damit lassen sich zum Beispiel ausgebrochene Ecken, tiefe Risse oder schadhafte Stellen am Holz stabil auffüllen, bevor Sie die Fläche wieder schleifen und streichen.

2K-Epoxidfarbe (2K-Epoxidharzfarbe)
2K-Epoxidfarbe ist eine zweikomponentige Beschichtung auf Epoxidharz-Basis. Sie wird gemischt, aufgetragen und härtet dann sehr fest aus. Solche Beschichtungen werden häufig auf Garagen- und Werkstattböden oder anderen Flächen eingesetzt, die stark belastet werden und gut zu reinigen sein sollen.

2K-Epoxidgrundierung (Epoxidharz-Grundierung)
2K-Epoxidgrundierung ist eine Grundierung für Untergründe wie Beton oder Estrich, damit die nachfolgende Beschichtung besser haftet. Sie kann den Untergrund verfestigen und hilft, dass die Fläche gleichmäßiger wird, bevor die Hauptbeschichtung kommt.

2K-Fliesenlack
2K-Fliesenlack ist ein zweikomponentiger Lack für Fliesen, bestehend aus Lack und Härter. Er wird häufig verwendet, um Wandfliesen oder Bodenfliesen optisch zu erneuern, wenn eine besonders feste und reinigungsfreundliche Oberfläche gewünscht ist. Wichtig sind eine gründliche Entfettung und meist ein passender Haftgrund, damit der Lack auf der glatten Fliese sicher hält.

2K-Rissharz
2K-Rissharz ist ein zweikomponentiges Harz, das verwendet wird, um Risse im Beton oder Estrich zu füllen und zu stabilisieren. Es wird in den Riss eingebracht und härtet danach fest aus. So kann der Riss vor einer späteren Beschichtung wieder tragfähig gemacht werden.

2K-System (Zweikomponentensystem; auch: 2K-Beschichtung, 2K-Lack)
2K-System besteht aus zwei Teilen (Basis + Härter), die vor der Verarbeitung exakt gemischt werden. Danach härtet das Material chemisch aus und wird besonders robust, z. B. für stark beanspruchte Flächen wie Böden, Treppen oder Arbeitsbereiche.

2K-Wasserlack
2K-Wasserlack ist ein zweikomponentiger Lack auf Wasserbasis, der aus Lack und Härter besteht. Er wird vor dem Streichen gemischt und härtet danach chemisch aus. 2K-Wasserlacke werden oft für Möbel, Tischplatten oder Treppen genutzt, wenn eine robuste Oberfläche gewünscht ist und gleichzeitig eine geruchsärmere Verarbeitung wichtig ist.

A

Abbaubarkeit / biologisch abbaubar
Abbaubarkeit / biologisch abbaubar bedeutet, dass ein Stoff in der Umwelt durch Mikroorganismen (z. B. Bakterien) mit der Zeit abgebaut werden kann. Bei Farben, Lacken oder Reinigern heißt das meist: Bestimmte Inhaltsstoffe (z. B. Teile des Bindemittels oder Zusätze) bauen sich eher ab als klassische, schwer abbaubare Chemikalien. Wichtig: „Biologisch abbaubar“ heißt nicht automatisch „harmlos“ – Reste sollten Sie trotzdem fachgerecht entsorgen (nicht in den Ausguss).

Abbeizer / Abbeizmittel
Abbeizer / Abbeizmittel sind Produkte, mit denen Sie alte Lack- oder Farbschichten lösen, damit Sie sie anschließend abkratzen können. Das ist hilfreich, wenn eine Oberfläche viele dicke Schichten hat oder stark abblättert, zum Beispiel bei alten Türen, Fensterrahmen oder Möbeln. Nach dem Abbeizen muss die Fläche meist gründlich gereinigt und leicht angeschliffen werden, bevor Sie neu streichen.

Abblättern / Abplatzungen
Abblättern / Abplatzungen bedeutet, dass sich Farbe oder Lack vom Untergrund löst und in Stücken abgeht. Das passiert zum Beispiel, wenn der Untergrund nicht tragfähig ist, die Fläche feucht war oder der alte Anstrich nicht richtig haftet. Für ein gutes Ergebnis müssen lose Stellen komplett entfernt, die Kanten angeschliffen und die Fläche danach passend grundiert werden.

Abnutzung
Abnutzung beschreibt, dass eine Oberfläche mit der Zeit dünner wird oder stumpf aussieht, weil sie im Alltag ständig belastet wird. Typische Beispiele sind Fußböden, Treppenstufen, Tischplatten oder stark genutzte Arbeitsbereiche. Je höher die Abnutzung, desto wichtiger sind ein passender Lackaufbau und eine Oberfläche, die abriebfest ist.

Abschleifen
Abschleifen bedeutet, eine Oberfläche mit Schleifpapier oder Schleifgerät abzutragen, um alte Farbschichten zu entfernen oder den Untergrund vorzubereiten. Das ist oft nötig, wenn Lack abblättert, wenn die Fläche uneben ist oder wenn Sie eine glatte Oberfläche für den neuen Anstrich möchten, zum Beispiel bei Türen, Fenstern oder Holzdecken. Nach dem Schleifen sollte der Schleifstaub gründlich entfernt werden, damit die neue Farbe gut haftet.

Absperrgrundierung
Absperrgrundierung ist eine spezielle Grundierung, die verhindert, dass Flecken oder Inhaltsstoffe später durch den neuen Anstrich „durchschlagen“. Sie wird zum Beispiel eingesetzt bei Nikotin- oder Wasserflecken, bei Holz mit Harzaustritten oder auf problematischen Altanstrichen. So bleibt die neue Wand- oder Lackfarbe gleichmäßig und verfärbt sich nicht nach einiger Zeit wieder.

Acryl (für Anschlussfugen)
Acryl ist ein Dichtstoff für kleine Fugen im Innenbereich, z. B. zwischen Wand und Decke, an Türzargen oder Sockelleisten. Er ist überstreichbar und sorgt dafür, dass Übergänge nach dem Streichen sauber aussehen.

Acryl-/Dispersionsfarbe (z. B. für EPS/XPS geeignet)
Acryl-/Dispersionsfarbe sind meist wasserbasierte Farben, die auf bestimmten Untergründen wie EPS/XPS (Dämmplatten) funktionieren können. Entscheidend ist, dass das Produkt ausdrücklich für diese Untergründe freigegeben ist, damit nichts angegriffen wird und die Farbe gut hält.

Acrylatfarben
Acrylatfarben sind Farben auf Basis von Acrylat-Bindemitteln. Sie sind oft wetterbeständig und werden häufig für Außenflächen wie Fassaden eingesetzt, wenn eine robuste, pflegeleichte Oberfläche gewünscht ist.

Acrylbasis / Latexbasis
Acrylbasis / Latexbasis, damit ist gemeint, auf welcher Bindemittel-Basis eine Farbe aufgebaut ist. Acryl- oder Latexbasis steht meist für strapazierfähige, gut zu reinigende Anstriche, z. B. in Fluren, Kinderzimmern oder Badbereichen.

Acryllack
Acryllack ist ein Lack auf Acryl-Basis, häufig wasserbasiert und dadurch oft geruchsärmer. Er eignet sich z. B. für Möbel, Türen oder Leisten, wenn Sie eine glatte, pflegeleichte Oberfläche möchten.

Akzentfarbe
Akzentfarbe ist eine bewusst gewählte Farbe, die eine Fläche betont, z. B. eine Wand oder Nische. So können Sie einen Bereich optisch hervorheben, ohne den ganzen Raum stark zu verändern.

Algen
Algen sind ein Belag, der sich draußen auf feuchten, schattigen Flächen bilden kann, z. B. an Fassaden oder Holz. Vor dem Streichen sollten Algen entfernt werden, sonst kann die neue Beschichtung schlechter haften.

Algenbewuchs
Algenbewuchs bedeutet stärkerer Algenbelag auf einer Außenfläche. Er muss vor dem Anstrich gründlich gereinigt werden, damit die Farbe später nicht fleckig wird oder abblättert.

Alkaliresistent / alkalibeständig
Alkaliresistent / alkalibeständig bedeutet, dass eine Farbe oder Grundierung „basische“ Untergründe gut verträgt, z. B. frischen Putz, Beton oder zementhaltige Spachtel. Das ist wichtig, weil starke Alkalität sonst zu Verfärbungen, Flecken oder schlechter Haftung führen kann – besonders bei bestimmten Lacken und bei manchen Farbtönen.

Alkalisch
Alkalisch bedeutet basisch (hoher pH-Wert). Das ist wichtig, weil manche Untergründe oder Reiniger alkalisch sind und nicht jede Farbe darauf dauerhaft gut hält.

Alkalischer Betonreiniger
Alkalischer Betonreiniger, ist ein basischer Reiniger, der Betonflächen von Fett, Öl und Schmutz befreien kann, z. B. vor einer Bodenbeschichtung in der Garage. Danach sollte die Fläche gründlich abgespült und gut getrocknet werden.

Alkydharzlacke
Alkydharzlacke sind Lacke auf Alkydharz-Basis, die oft sehr gut verlaufen und eine glatte Oberfläche ergeben. Häufig werden sie für Holz und Metall genutzt, brauchen aber je nach Produkt länger zum Durchhärten.

Altanstrich / Altbeschichtung
Altanstrich / Altbeschichtung ist die vorhandene alte Farb- oder Lackschicht auf einer Fläche. Vor dem Neuanstrich muss geprüft werden, ob sie tragfähig ist, sonst kann der neue Anstrich später abblättern.

Altbelag
Altbelag ist ein vorhandener Bodenbelag oder eine alte Schicht auf dem Boden, z. B. alte Beschichtung, Versiegelung oder Farbreste. Vor einer neuen Bodenbeschichtung muss der Altbelag je nach Zustand entfernt oder angeschliffen werden.

Altputz
Altputz ist ein älterer Putz auf der Wand oder Fassade, der bereits verwittert oder mehrfach gestrichen sein kann. Vor dem Streichen ist wichtig, ob der Altputz fest ist oder sandet und ob eine Grundierung nötig ist.

Anfangsdeckkraft
Anfangsdeckkraft beschreibt, wie gut eine Farbe beim ersten Auftrag bereits deckt, bevor sie vollständig getrocknet ist. Eine gute Anfangsdeckkraft hilft, Streifen zu vermeiden und schneller ein gleichmäßiges Bild zu bekommen.

Anlauger
Anlauger ist ein Reinigungsmittel, das alte Oberflächen von Fett, Nikotin oder Pflegemitteln befreit und die Haftung verbessern kann. Typisch ist der Einsatz vor dem Streichen von Türen, Küchenfronten oder anderen glatten Lackflächen.

Ansätze
Ansätze sind sichtbare Übergänge, die entstehen können, wenn man beim Streichen absetzt und später weiterarbeitet. Sie lassen sich meist vermeiden, wenn Sie zügig arbeiten und „nass in nass“ bleiben.

Anschleifen / Aufrauen
Anschleifen / Aufrauen bedeutet, eine Oberfläche leicht anzuschleifen, damit neue Farbe oder Lack besser haftet. Das ist besonders wichtig bei glatten Altanstrichen, Fliesen oder lackierten Türen.

Anschlussfugen
Anschlussfugen sind schmale Übergänge, z. B. zwischen Wand und Decke oder zwischen Wand und Türzarge. Wenn sie offen sind, können sie vor dem Streichen meist mit Acryl geschlossen werden, damit die Kante sauber aussieht.

Anti-Schimmel-Farbe
Anti-Schimmel-Farbe ist eine Farbe, die gegen Schimmelbefall ausgerüstet ist, meist durch spezielle Zusätze. Sie kann in feuchten Bereichen helfen, ersetzt aber nicht die Ursachenlösung, z. B. dauerhaft zu hohe Feuchtigkeit oder Wärmebrücken.

Antistatische Beschichtung / antistatischer Boden
Antistatische Beschichtung / antistatischer Boden bedeutet, dass sich eine Oberfläche weniger stark statisch auflädt und dadurch weniger „zieht“ oder Staub anzieht. Das ist praktisch in Räumen mit viel Staub, empfindlicher Technik oder wenn man elektrostatische Aufladung reduzieren möchte.

Armierungsgewebe
Armierungsgewebe ist ein stabiles Gewebe, das in Spachtel- oder Putzschichten eingebettet wird, um Risse zu reduzieren. Es wird z. B. an Fassaden, bei Rissstellen oder bei Reparaturen eingesetzt, damit die Fläche später stabiler bleibt.

Atemschutzmaske
Atemschutzmaske schützt beim Schleifen oder beim Arbeiten mit lösemittelhaltigen Produkten vor Staub und Dämpfen. Welche Maske passt, hängt vom Einsatz ab, z. B. Staubmaske beim Schleifen oder geeigneter Schutz bei starken Lösemitteln.

Atmosphäre (im Raum)
Atmosphäre beschreibt die Wirkung, die ein Raum auf Sie hat, zum Beispiel warm, kühl, ruhig oder lebendig. Farben, Licht und Oberflächen tragen stark dazu bei, wie die Atmosphäre im Raum empfunden wird.

Atmungsaktiv / atmungsaktive Oberfläche
Atmungsaktiv / atmungsaktive Oberfläche bedeutet, dass eine Beschichtung Wasserdampf durchlässt (diffusionsoffen) und die Fläche nicht komplett „dicht“ macht. Das ist wichtig bei Wänden und Fassaden, damit Feuchtigkeit nicht eingeschlossen wird und die Fläche besser trocknen kann.

Ausdünstungen
Ausdünstungen sind Stoffe, die nach dem Streichen aus Farbe oder Lack in die Luft abgegeben werden können, zum Beispiel Lösemittel oder andere flüchtige Bestandteile. Gute Lüftung hilft, damit diese schneller abziehen und der Geruch schneller nachlässt.

Ausgasen (auch: „Holz ausgasen lassen“)
Ausgasen bedeutet, dass aus frischem oder behandeltem Holz noch Stoffe austreten können, z. B. Harze oder Gerüche. Vor dem Streichen hilft es oft, das Holz trocken und gut belüftet stehen zu lassen, damit der Anstrich später besser hält.

Aushärtezeit / Durchhärtung (durchgehärtet)
Aushärtezeit / Durchhärtung (durchgehärtet) ist die Zeit, bis Farbe oder Lack nicht nur oberflächlich trocken, sondern voll belastbar ist. Das ist besonders wichtig bei Böden, Treppen oder Möbeln, weil zu frühe Nutzung Druckstellen oder Kratzer verursachen kann.

B

Bandschleifer
Bandschleifer ist ein Schleifgerät, das viel Material in kurzer Zeit abträgt. Er wird z. B. genutzt, um alte Lack- oder Farbschichten auf Holz schneller zu entfernen, kann aber auch schnell Rillen machen, wenn man zu lange auf einer Stelle bleibt.

Bangkirai
Bangkirai ist ein sehr hartes Tropenholz, das häufig für Terrassen oder Außenelemente verwendet wird. Es kann ölhaltig sein, deshalb ist die passende Vorbehandlung und ein geeigneter Anstrich wichtig, damit die Beschichtung gut haftet.

Belüftung
Belüftung bedeutet, dass frische Luft in den Raum kommt und feuchte oder riechende Luft abziehen kann. Beim Streichen hilft gute Belüftung, damit Farbe oder Lack schneller trocknen und Ausdünstungen schneller nachlassen.

Benzol
Benzol ist ein chemischer Stoff, der als gesundheitsschädlich gilt und in modernen Produkten möglichst vermieden wird. In der Praxis ist Benzol vor allem als Begriff bei Inhaltsstoffen/Emissionen relevant, nicht als etwas, das Sie bewusst einsetzen sollten.

Beschichtung
Beschichtung ist ein Sammelbegriff für jede aufgetragene Schutz- oder Farbschicht auf einer Oberfläche. Dazu zählen Farben, Lacke, Lasuren und Versiegelungen – je nach Untergrund und Zweck.

Betonfarbe
Betonfarbe ist eine Farbe, die für Betonflächen gemacht ist, z. B. Decken, Wände oder Böden aus Beton. Sie wird genutzt, wenn Sie Beton optisch aufwerten und gleichzeitig eine schützende Oberfläche möchten.

Betonlasur
Betonlasur ist eine dünnflüssige, meist leicht transparente Beschichtung für Beton. Sie verändert die Optik, ohne die typische Betonstruktur komplett zu verdecken, z. B. bei Sichtbeton oder Designflächen.

Betonspachtel
Betonspachtel ist eine Spachtelmasse, mit der Sie Löcher, Ausbrüche oder Unebenheiten in Beton ausgleichen. Das ist sinnvoll, bevor Sie streichen oder beschichten, damit die Fläche glatt und gleichmäßig wird.

Bienenwachs
Bienenwachs ist ein natürliches Wachs, das als Oberflächenschutz für Holz verwendet werden kann. Es sorgt oft für eine angenehme Haptik und leichten Schutz, ist aber eher für normal beanspruchte Flächen geeignet.

Bindemittel
Bindemittel ist der „Klebstoff“ in Farbe oder Lack, der Pigmente und Füllstoffe zusammenhält und auf dem Untergrund festbindet. Das Bindemittel beeinflusst stark, wie robust, flexibel oder wasserfest ein Anstrich am Ende ist.

Biofarben
Biofarben sind Farben, die meist auf natürlicheren Rohstoffen basieren und oft auf geringe Emissionen ausgelegt sind. Sie werden gern genutzt, wenn Ihnen Raumluft und möglichst milde Inhaltsstoffe wichtig sind, z. B. im Kinderzimmer.

Biozid / biozidischer Holzschutz
Biozid bedeutet, dass ein Produkt Wirkstoffe gegen Organismen wie Algen oder Pilze enthält. Das kann im Außenbereich helfen, sollte aber gezielt eingesetzt werden und nicht dort, wo es nicht nötig ist.

Blasenbildung
Blasenbildung bedeutet, dass sich beim Trocknen Blasen im Anstrich bilden. Häufige Ursachen sind Feuchtigkeit im Untergrund, falsche Verarbeitungstemperatur oder ein ungeeigneter Altanstrich.

Blauer Engel
Blauer Engel ist ein staatlich getragenes Umweltzeichen in Deutschland. Für jede Produktgruppe gibt es eigene Vergabekriterien, z. B. für emissionsarme Innenwandfarben oder emissions- und schadstoffarme Lacke. Dabei werden u. a. Grenzwerte für Emissionen sowie Ausschluss-/Beschränkungslisten für bestimmte problematische Stoffe festgelegt (je nach Produktgruppe). Wichtig: Der Blaue Engel ist ein Label für das fertige Produkt – nicht nur eine Info über Einzelstoffe.

Bodenbelag
Bodenbelag ist die oberste Schicht eines Bodens, z. B. Fliesen, Vinyl, Laminat oder ein beschichteter Betonboden. Für die Wahl von Grundierung und Farbe ist entscheidend, welcher Bodenbelag vorhanden ist.

Bodenbeschichtung
Bodenbeschichtung ist eine Schutzschicht, die auf einen Boden aufgetragen wird, z. B. in Garage, Keller oder Werkstatt. Sie soll den Boden widerstandsfähiger machen, zum Beispiel gegen Abrieb, Schmutz oder Flüssigkeiten.

Butylacetat (Butyl-Ethanoat; CAS 123-86-4)
Butylacetat ist ein Lösemittel und gehört zu den VOC (flüchtige organische Verbindungen). In Lacken und Beschichtungen hilft es, Harze zu lösen und den Auftrag angenehmer zu machen, z. B. für einen gleichmäßigeren Verlauf. Es ist häufig nach CLP als entzündlich gekennzeichnet, daher Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.

C

Carnaubawachs
Carnaubawachs ist ein sehr hartes Pflanzenwachs, das oft in Holzpflegeprodukten steckt. Es kann eine glatte, widerstandsfähigere Oberfläche unterstützen, z. B. bei Möbelwachsen.

Chemikalienbeständig
Chemikalienbeständig bedeutet, dass eine Beschichtung bestimmte Stoffe besser aushält, z. B. Reinigungsmittel, Öl oder Kraftstoff (je nach Produkt). Das ist besonders wichtig bei Garagenböden, Werkstattflächen oder Arbeitsbereichen.

D

Dämpfe
Dämpfe sind gasförmige Stoffe, die z. B. beim Arbeiten mit lösemittelhaltigen Produkten entstehen können. Gute Belüftung und geeigneter Schutz sind wichtig, damit Sie diese nicht unnötig einatmen.

Deckanstrich / Deckbeschichtung
Deckanstrich / Deckbeschichtung ist die letzte Schicht im Anstrichaufbau, die man am Ende sieht und die den Schutz übernimmt. Sie sorgt für die Optik (z. B. matt oder glänzend) und für die Widerstandsfähigkeit im Alltag.

Deckende Holzfarbe
Deckende Holzfarbe ist eine Holzfarbe, die die Maserung weitgehend überdeckt und eine gleichmäßige Farbschicht bildet. Sie wird oft genutzt, wenn Holz im Außenbereich nicht nur geschützt, sondern auch optisch „wie neu“ wirken soll.

Deckkraft
Deckkraft beschreibt, wie gut eine Farbe den Untergrund abdeckt. Hohe Deckkraft spart oft einen Anstrich, weil die Fläche schneller gleichmäßig aussieht.

Diffusionsoffen / offenporig
Diffusionsoffen / offenporig bedeutet, dass eine Beschichtung Wasserdampf durchlässt und nicht komplett „dicht“ macht. Das ist wichtig bei mineralischen Untergründen und Fassaden, damit Feuchtigkeit entweichen kann und keine Schäden durch Feuchtestau entstehen.

DIN 53160 (Speichel- und Schweißbeständigkeit)
DIN 53160 (Speichel- und Schweißbeständigkeit) ist eine Norm, die prüft, ob eine Oberfläche Speichel und Schweiß standhält. Das ist besonders relevant bei Flächen, die Kinder häufig berühren oder in den Mund nehmen könnten, z. B. bei Spielzeug oder Kindermöbeln (je nach Produktfreigabe). Es gibt hier in der Regel keine Klassen wie „1–5“, sondern meist nur „bestanden/nicht bestanden“ – häufig wird das Ergebnis als „speichel- und schweißecht“ angegeben.

DIN EN 1062-7 (Rissüberbrückung, Klasse A1 bis A5)
DIN EN 1062-7 beschreibt, wie gut eine Beschichtung feine Risse überbrücken kann, ohne dass der Riss sofort wieder sichtbar wird. Als grobe Einordnung: A1 > 0,10 mm, A2 > 0,25 mm, A3 > 0,50 mm, A4 > 1,25 mm, A5 > 2,50 mm (je höher die Klasse, desto mehr Rissüberbrückung). Oft steht zusätzlich eine Temperatur dabei, z. B. „A3 bei −10 °C“ – das bedeutet, dass die Rissüberbrückung auch bei Kälte geprüft wurde und das System diese Klasse unter diesen Bedingungen erreicht. Welche Bedingungen genau gelten, steht im technischen Merkblatt.

DIN EN 13300 (Klasse 1/2)
DIN EN 13300 (Innenwandfarben) ist eine Norm zur Einteilung von Innenwandfarben, z. B. nach Nassabrieb (Reinigungsbeständigkeit) und Deckvermögen. Damit lassen sich Farben besser vergleichen, wenn es um Reinigungsfähigkeit und Alltagstauglichkeit geht. Nassabriebklasse: Klasse 1 = am robustesten, Klasse 2 = robust, Klasse 3 = normal, Klasse 4–5 = deutlich empfindlicher. Deckvermögen/Deckkraft (H10-Klasse): Klasse 1 = höchste Deckkraft, Klasse 2 = gut, Klasse 3 = mittel, Klasse 4 = gering (der Vergleich bezieht sich auf definierte Prüfbedingungen, häufig bei festgelegter Ergiebigkeit).

DIN EN 71-3 (Migration bestimmter Elemente)
DIN EN 71-3 (Migration bestimmter Elemente) ist eine Prüfnorm aus dem Spielzeugbereich, die bewertet, ob bestimmte Elemente/Stoffe aus einem Material in bedenklichen Mengen herausgelöst werden können. Sie ist wichtig, wenn eine Beschichtung für kindernahe Bereiche geeignet sein soll, z. B. bei Spielzeug oder Kindermöbeln (immer nach Herstellerangaben). Für Verbraucher ist das meist keine Skala, sondern eine Konformitätsaussage wie „entspricht DIN EN 71-3“.

Dispersion (wasserbasiert) (auch: Dispersionsfarbe, auf Dispersionsbasis)
Dispersion / Dispersionsfarbe ist eine Mischung, bei der feine Kunststoffteilchen in Wasser verteilt sind und nach dem Trocknen einen festen Film bilden. Viele gängige Innenwandfarben und einige Holzfarben/Lacke sind Dispersionsprodukte und lassen sich meist einfach verarbeiten.

Dispersionssilikatfarbe
Dispersionssilikatfarbe ist eine Silikatfarbe mit Dispersionsanteil, wodurch sie sich oft leichter verarbeiten lässt als reine Silikatfarbe. Sie wird häufig auf mineralischen Untergründen eingesetzt und kann dabei trotzdem diffusionsoffen sein (je nach Produkt).

Druckbeständig / stoßbeständig
Druckbeständig / stoßbeständig bedeutet, dass eine Beschichtung Belastung durch Druck oder Stöße besser aushält. Das ist wichtig bei Böden, Treppen oder Bereichen, wo mal etwas herunterfällt.

Drucktechnik
Drucktechnik ist ein Sammelbegriff für Verfahren, mit denen Muster oder Dekore auf Materialien gebracht werden. Bei Böden oder Designbelägen spielt das eine Rolle für Optik und Struktur.

Dunkle Farbe
Dunkle Farbe sind Farbtöne mit wenig Helligkeit, die Räume optisch gemütlicher wirken lassen können. In kleinen Räumen oder bei wenig Licht kann eine dunkle Farbe aber auch schneller „schwer“ wirken.

Dünnschichtlasur / Dickschichtlasur
Dünnschichtlasur / Dickschichtlasur sind zwei Lasurarten für Holz im Außenbereich. Dünnschichtlasur zieht stärker ins Holz ein, bildet wenig Schicht und ist gut, wenn Holz „arbeiten“ darf; aufgefrischt wird sie meist einfacher. Dickschichtlasur baut eine deutlichere Schicht auf und wirkt eher wie ein dünner Lackfilm, ist dafür auf maßhaltigen Bauteilen (z. B. Fenster/Türen) üblich und muss bei Renovierung oft sorgfältiger angeschliffen werden (Herstellerangaben im technischen Merkblatt beachten).

Durchschlagen
Durchschlagen bedeutet, dass Flecken oder Inhaltsstoffe aus dem Untergrund später wieder sichtbar werden, obwohl neu gestrichen wurde. Typisch sind Nikotin, Wasserflecken oder Holzinhaltsstoffe, deshalb hilft oft eine Absperrgrundierung.

Durchtrocknen / Durchtrocknung
Durchtrocknen / Durchtrocknung bedeutet, dass eine Beschichtung nicht nur oberflächlich trocken ist, sondern auch in der Tiefe trocken wird. Das ist wichtig, bevor Sie weiter streichen, reinigen oder die Fläche stärker belasten.

E

ECARF-Siegel
ECARF-Siegel ist ein Allergiker-orientiertes Qualitätssiegel. Es zielt darauf ab, Produkte so zu bewerten, dass sie für Menschen mit Allergien bzw. empfindlichen Atemwegen möglichst gut verträglich sind – mit Kriterien, Schwellenwerten und Ausschlusskriterien für bestimmte Auslöser (je nach Produktgruppe). Bei Innenraumfarben wird das Siegel u. a. damit begründet, dass emittierte Stoffe Atemwege zusätzlich belasten können; es ist damit in der Logik eher „Verträglichkeit/Allergiker“ als „Ökologie“.

ECHA
ECHA ist keine Zertifizierung und kein Siegel, sondern die Europäische Chemikalienagentur. Sie ist relevant, weil sie im Rahmen der EU-Regelwerke (u. a. CLP) Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen/Gemischen bereitstellt und dazu Datenbanken (z. B. das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis) führt. Praktisch heißt das: Wenn Du wissen willst, wie ein Stoff offiziell eingestuft ist oder welche Gefahrenklassen gelten, ist ECHA eine Quelle für Stoffinformationen – aber sie „vergibt“ kein Label für ein fertiges Farbprodukt.

eco-INSTITUT-Label
eco-INSTITUT-Label ist ein Prüfsiegel, das vor allem für schadstoff- und emissionsarme Bauprodukte und Einrichtungsprodukte steht. Der Kern ist: Produkte werden nach festgelegten Verfahren auf Emissionen untersucht (und teils auch auf weitere Schadstoffaspekte), und ausgezeichnete Produkte bekommen eine Identitätsnummer, über die man die Zertifikatsgültigkeit nachvollziehen kann. Im Unterschied zum Blauen Engel ist das eco-INSTITUT-Label stärker als Labor-/Prüfzeichen positioniert, das Transparenz über Emissionen schafft (je nach Produktkategorie und Prüfprogramm).

EG-Nr. 1935/2004 (Konformität für Lebensmittelkontakt)
EG-Nr. 1935/2004 (Konformität für Lebensmittelkontakt) ist eine EU-Regel für Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen können. Das ist relevant, wenn Beschichtungen z. B. für Flächen gedacht sind, die mit Lebensmitteln oder Futter Kontakt haben können (nur mit Herstellerfreigabe). Als Orientierung gibt es hier meist keinen „gut/schlecht“-Wert im Merkblatt, sondern eine Konformitäts-/Eignungsaussage (oft als Konformitätserklärung) und ggf. Bedingungen zur Nutzung.

Elastizität
Elastizität beschreibt, wie gut eine Beschichtung kleine Bewegungen im Untergrund mitmacht, ohne zu reißen. Das ist z. B. bei Fassaden oder Holz wichtig, weil sich Materialien durch Temperatur und Feuchtigkeit leicht ausdehnen und zusammenziehen.

Emissionen / Emissionswerte
Emissionen / Emissionswerte sind Stoffe, die aus Farben, Lacken oder Klebern in die Luft abgegeben werden können. Niedrige Emissionswerte sind besonders wichtig in Innenräumen, z. B. im Schlafzimmer oder Kinderzimmer.

Emissionsarm
Emissionsarm bedeutet, dass ein Produkt vergleichsweise geringe Emissionen an die Raumluft abgibt. Emissionsarme Farben und Lacke sind vor allem in Innenräumen angenehm, weil Geruch und Belastung oft geringer sind. Welche Grenzwerte gelten, hängt vom jeweiligen Label oder Prüfprogramm ab (z. B. Blauer Engel, EU-Ecolabel oder bestimmte Prüfzeichen).

Entfetten / Entfetter
Entfetten / Entfetter bedeutet, Fett, Öl oder Pflegemittel von einer Oberfläche zu entfernen. Das ist wichtig vor dem Streichen von glatten Flächen wie Fliesen, Küchenfronten oder lackierten Türen, damit die neue Beschichtung sicher hält.

Epoxidharz (auch: Epoxidharzsystem, Epoxidharzbeschichtung, Epoxidharzboden)
Epoxidharz ist ein sehr robustes Harz, das meist als 2K-System verarbeitet wird (Harz + Härter). Es wird oft für Bodenbeschichtungen genutzt, z. B. in Garage oder Werkstatt, weil die Oberfläche sehr fest wird und sich gut reinigen lässt.

EPS (expandiertes Polystyrol)
EPS ist ein Dämmstoff, der oft als „Styropor“ bekannt ist, z. B. bei WDVS oder Dämmplatten. Wichtig: Nicht jede Farbe/Lack passt, weil manche Lösemittel EPS angreifen können – daher immer auf „für EPS geeignet“ achten.

Ergiebigkeit (Reichweite/Literbedarf)
Ergiebigkeit zeigt, wie viel Fläche Sie mit 1 Liter streichen können (z. B. „8 m²/L“). Rechnen Sie so: Fläche in m² ÷ Ergiebigkeit (m²/L) = Liter; planen Sie am besten ca. 10 % Reserve ein (Untergrund saugt, Struktur, Verschnitt).

Estrich / Estrichboden
Estrich / Estrichboden ist die Ausgleichs- und Tragschicht unter dem Bodenbelag (z. B. im Neubau oder in der Garage). Vor dem Beschichten ist entscheidend, ob der Estrich trocken, fest und sauber ist, sonst hält die Beschichtung nicht zuverlässig.

Ethylbenzol (Ethylbenzene; CAS-Nr. 100-41-4)
Ethylbenzol ist ein aromatisches Lösemittel und gehört zu den VOC (flüchtige organische Verbindungen). Es ist oft nicht das „Hauptlösemittel“, sondern Bestandteil von Lösemittelgemischen in Lacken und beeinflusst damit Lösekraft und Verarbeitung mit. Nach CLP ist es als Gefahrstoff gekennzeichnet (u. a. entzündlich), daher Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.

EU-Ecolabel (Euroblume)
EU-Ecolabel ist ein EU-Umweltzeichen für Farben und Lacke und hat produktgruppenspezifische Kriterien (u. a. für dekorative Farben/Lacke, Performance-Beschichtungen, wasserbasierte Sprühfarben). Es zielt vor allem auf reduzierte gefährliche Stoffe und geringere VOC-Gehalte ab – und die Produkte müssen zusätzlich Leistungsanforderungen erfüllen (je nach Typ z. B. Abrieb bei Bodenbeschichtungen, künstliche Bewitterung bei Außenbeschichtungen, Rissüberbrückung bei elastomer beworbenen Fassadenprodukten).

Exzenterschleifer
Exzenterschleifer ist ein Schleifgerät, das sehr gleichmäßig arbeitet und sich gut für Holz, Türen oder Möbel eignet. Er hilft, Altanstriche anzurauen und eine saubere Haftfläche zu schaffen, ohne so schnell Rillen zu machen wie ein Bandschleifer.

F

Farbfilm
Farbfilm ist die getrocknete Schicht aus Farbe oder Lack auf der Oberfläche. Ein stabiler Farbfilm entsteht nur, wenn Untergrund, Grundierung und Trocknungszeiten passen – sonst kann er später reißen oder abblättern.

Farbgestaltung
Farbgestaltung meint, wie Sie Farben im Raum oder am Objekt einsetzen, damit es stimmig wirkt. Praktisch hilft: Erst Licht und Raumgröße beachten, dann Hauptfarbe wählen und erst danach Akzente setzen.

Farbkarte
Farbkarte ist eine gedruckte Farbübersicht (z. B. vom Hersteller), Farbkarten nutzen Sie am besten wie ein „Mini-Farbmuster“: Wählen Sie 2–3 Töne aus und hängen Sie sie mit Malerkrepp an verschiedene Stellen (z. B. nahe Fenster, gegenüber vom Fenster, in einer dunkleren Ecke). Schauen Sie die Karten zu verschiedenen Tageszeiten und auch bei künstlichem Licht an – so sehen Sie, wie stark Licht und Umgebung die Farbe verändern.

Farbkombination
Farbkombination beschreibt, welche Farben zusammen gut wirken (z. B. Ton-in-Ton oder klare Kontraste). Alltagstipp: Kombinieren Sie lieber 1 Hauptfarbe + 1 Akzent, das wirkt meist ruhiger als viele gleich starke Farben.

Farbkreis
Farbkreis ist ein Modell, das Farben in einem Kreis anordnet und Beziehungen zeigt (z. B. Komplementärfarben). Er hilft, passende Kombinationen zu finden, etwa „Gegensätze“ für Kontrast oder „Nachbarn“ für harmonische Übergänge.

Farbmuster
Farbmuster ist ein Test, wie die Farbe an Ihrer Wand wirklich wirkt, z. B. als Probeanstrich auf ca. 50×50 cm. Das ist zuverlässiger als die Farbe nur auf einer kleinen Karte zu beurteilen.

Farbpigmente / Pigmente
Farbpigmente / Pigmente sind die Farbstoffteilchen, die der Farbe ihren Farbton geben. Hochwertige Pigmente können helfen, dass die Farbe gleichmäßiger deckt und länger farbstabil bleibt (je nach Produkt).

Farbpsychologie
Farbpsychologie beschreibt, wie Farben auf Stimmung und Raumgefühl wirken können (z. B. warm, kühl, ruhig). Nutzen Sie das als Orientierung, aber testen Sie immer im Raum, weil Licht und Umgebung die Wirkung verändern.

Farbton / Farbtöne
Farbton / Farbtöne ist die eigentliche „Farbe“ (z. B. Blau, Grün) und ihre genaue Ausprägung. Kleine Unterschiede im Farbton fallen an großen Flächen oft stärker auf als gedacht – darum sind Farbmuster sinnvoll.

Farbtupfer
Farbtupfer sind kleine, gezielte Farbflächen, z. B. ein Streifen, eine Nische oder einzelne Möbelteile. Das ist eine einfache Möglichkeit, den Raum lebendiger zu machen, ohne alles umzustreichen.

Farbwirkung
Farbwirkung meint, wie eine Farbe im Raum „ankommt“ (heller, dunkler, wärmer, kühler). Die Wirkung hängt stark von Licht, Untergrund und Glanzgrad ab – matte und glänzende Oberflächen wirken oft unterschiedlich, auch bei gleichem Farbton.

Faserrichtung
Faserrichtung ist die Richtung der Holzfasern im Holz. Wenn Sie in Faserrichtung schleifen und streichen, bekommen Sie meist ein gleichmäßigeres Ergebnis und vermeiden sichtbare Schleifspuren.

Fassadenanstrich
Fassadenanstrich ist das Streichen einer Außenfassade mit dafür geeigneter Fassadenfarbe. Wichtig ist ein tragfähiger, sauberer Untergrund und die passende Farbe (z. B. diffusionsoffen), damit die Fassade langfristig geschützt bleibt.

Fassadenfarbe
Fassadenfarbe ist eine Außenfarbe, die gegen Wetter, UV und Feuchtigkeit ausgelegt ist. Je nach Untergrund (Putz, WDVS, Klinker) muss die Fassadenfarbe dazu passen, sonst drohen Haftprobleme.

Fassadenreiniger
Fassadenreiniger ist ein Reiniger, der Verschmutzungen wie Staub, Ablagerungen oder Grünbelag an der Fassade löst. Vor dem Streichen sorgt er dafür, dass die neue Farbe besser haftet und das Ergebnis gleichmäßiger wird.

Fertigbetondecke
Fertigbetondecke ist eine Decke aus vorgefertigten Betonplatten (z. B. im Neubau). Beim Streichen ist oft wichtig, ob Schalölreste, Lunkerstellen oder unterschiedliche Saugfähigkeit vorliegen, damit der Anstrich gleichmäßig wird.

Feuchteregulation
Feuchteregulation bedeutet, dass ein Material Feuchtigkeit aus der Luft zeitweise aufnehmen und später wieder abgeben kann. Das kann das Raumklima spürbar stabiler machen, z. B. bei mineralischen Putzen oder bestimmten Innenfarben.

Feuchteresistent (auch: feuchtigkeitsresistent)
Feuchteresistent bedeutet, dass eine Beschichtung für feuchte Bedingungen ausgelegt ist und dort stabil bleibt. Das ist besonders sinnvoll in Bädern, auf Badezimmerdecken oder auf Wänden, die häufig feuchte Luft abbekommen.

Feuchtigkeitsbeständigkeit
Feuchtigkeitsbeständigkeit bedeutet, dass eine Farbe oder Beschichtung Feuchte besser aushält, ohne aufzuweichen oder sich zu lösen. Das ist wichtig in Bereichen mit hoher Luftfeuchte, z. B. Bad, Waschküche oder Keller.

Feuchtigkeitsmesser
Feuchtigkeitsmesser ist ein Messgerät, mit dem Sie prüfen können, ob ein Untergrund (Holz, Putz, Estrich) noch zu feucht ist. Das hilft, bevor Sie grundieren oder beschichten, weil zu viel Restfeuchte später zu Blasen, schlechter Haftung oder Schimmel führen kann.

Feuchtigkeitsschaden
Feuchtigkeitsschaden ist ein Schaden durch zu viel Feuchte, z. B. dunkle Flecken, abplatzender Putz oder schimmelanfällige Stellen. Vor dem Streichen muss die Ursache geklärt sein (z. B. Leck, fehlende Abdichtung), sonst kommt das Problem schnell wieder.

Feuchtraumboden
Feuchtraumboden ist ein Boden, der für feuchte Räume geeignet ist und Feuchtigkeit besser verträgt (je nach System z. B. Versiegelung/Beschichtung). Wichtig ist, dass auch Fugen und Anschlüsse passen, damit keine Feuchte unter den Belag zieht.

Feuchtraumfarbe
Feuchtraumfarbe ist eine Innenfarbe, die für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickelt wurde. Sie ist oft besser gegen Feuchtebelastung ausgelegt und wird typischerweise in Bad, Küche oder Waschkeller verwendet (je nach Herstellerangabe auch im Spritzbereich nur eingeschränkt).

Feuchtraumgrundierung
Feuchtraumgrundierung ist eine Grundierung, die den Untergrund im Bad oder ähnlichen Räumen vorbereitet, damit die Feuchtraumfarbe besser haftet. Sie kann auch helfen, wenn der Untergrund ungleich saugt oder leicht kreidet.

Fingernageltest
Fingernageltest ist ein schneller Praxischeck, ob eine Lack- oder Farbschicht schon fest genug ist. Drücken Sie an einer unauffälligen Stelle kurz mit dem Fingernagel: Bleibt ein Eindruck oder wird die Oberfläche weich, ist die Schicht noch nicht ausreichend ausgehärtet und sollte weiter trocknen, bevor Sie belastet oder überstrichen wird.

Finish
Finish ist die letzte Schicht, die Sie am Ende sehen und die den Schutz im Alltag übernimmt, z. B. Lackschicht, Versiegelung oder Wachs. Das Finish beeinflusst Optik (matt/glänzend) und wie gut sich die Fläche reinigen lässt.

Flachpinsel
Flachpinsel ist ein Pinsel mit gerader Kante, der sich gut für Kanten, Ecken und schmale Flächen eignet. Praktisch ist er z. B. zum „Vorschneiden“ an Deckenrändern oder an Türzargen, bevor Sie rollen.

Flachstrahldüse
Flachstrahldüse ist eine Düse am Hochdruckreiniger, die den Wasserstrahl fächerförmig verteilt. Das ist meist schonender als ein Punktstrahl, trotzdem sollten Sie Abstand halten, damit Holzfasern oder Putz nicht beschädigt werden.

Fliesenbeschichtung
Fliesenbeschichtung ist ein System, das Fliesen optisch erneuert und eine neue Oberfläche bildet. Je nach Produkt kann das ein Lack- oder Beschichtungssystem sein – entscheidend sind gründliches Entfetten, passende Grundierung und die richtige Trocknungszeit.

Fliesenfarbe (wasserbasiert)
Fliesenfarbe ist eine Farbe/Lackvariante, die auf Fliesen eingesetzt wird, meist mit geringerer Geruchsbelastung als lösemittelhaltige Produkte. Für stark beanspruchte Bereiche (z. B. Boden) ist wichtig, dass das Produkt ausdrücklich dafür freigegeben ist.

Fliesengrundierung
Fliesengrundierung ist eine Grundierung, die auf glatten Fliesen die Haftung für die spätere Beschichtung verbessert (oft als Haftgrund/Primer geführt). Ohne passende Fliesengrundierung kann die neue Schicht später leichter abplatzen.

Flugrost
Flugrost sind feine Rostspuren, die z. B. durch Metallabrieb (Schleifstaub) auf Oberflächen entstehen können – auch auf Edelstahl in der Nähe. Vor dem Lackieren muss Flugrost entfernt werden, sonst können Rostflecken durch den Anstrich wieder sichtbar werden.

Folientest (auch: Folienschnelltest)
Folientest ist ein einfacher Feuchte-Check: Sie kleben Folie luftdicht auf den Untergrund und warten (oft 12–24 Stunden). Bildet sich Kondenswasser unter der Folie, ist der Untergrund noch zu feucht und sollte vor dem Beschichten weiter trocknen.

Formaldehyd
Formaldehyd ist ein chemischer Stoff, der die Raumluft belasten kann und deshalb bei Innenprodukten ein wichtiges Thema ist. Wenn Ihnen Raumluft wichtig ist, helfen Prüfzeichen und Herstellerangaben zu Emissionen (z. B. bei emissionsarmen Farben).

Fugenband
Fugenband ist ein Band (meist Glasfaser/Papier), das in Spachtelmasse eingebettet wird, um Fugen und Übergänge (z. B. bei Gipskarton) rissärmer zu machen. Das sorgt dafür, dass die Fläche nach dem Streichen länger glatt bleibt.

Fugenfarbe (auch: Fugenstift)
Fugenfarbe / Fugenstift ist eine Lösung, um Fugen optisch aufzufrischen, z. B. wenn sie vergraut sind. Ein Fugenstift eignet sich eher für kleine Bereiche und schnelle Ausbesserungen, Fugenfarbe eher für größere Flächen. Wichtig ist immer, dass die Fugen sauber, trocken und fettfrei sind, sonst hält das Ergebnis nicht zuverlässig.

Fugenlos
Fugenlos bedeutet, dass eine Fläche ohne sichtbare Fugen ausgeführt ist, z. B. bei bestimmten Bodenbeschichtungen oder Wandspachtel-Systemen. Das wirkt ruhig und lässt sich oft leichter reinigen, weil sich weniger Schmutz in Fugen sammelt.

Fungizid / Insektizid
Fungizid / Insektizid sind Wirkstoffe, die gegen Pilze bzw. Insekten eingesetzt werden, z. B. in manchen Holzschutzprodukten. Solche Zusätze sollten gezielt verwendet werden, meist eher im Außenbereich und nur, wenn es wirklich nötig ist.

Furnier
Furnier / furnierte Tür bedeutet, dass auf einem Trägermaterial eine dünne Echtholzschicht aufgebracht ist. Beim Schleifen und Streichen ist Vorsicht wichtig, weil Furnier sehr dünn ist und schnell „durchgeschliffen“ werden kann.

Fußbodenheizung
Fußbodenheizung bedeutet, dass Wärme von unten durch den Boden kommt. Wichtig für Beschichtungen: Achten Sie darauf, dass die Farbe dauerhaft für Fußbodenheizung geeignet ist (Temperaturwechsel) und dass beim Streichen/Beschichten die Heizung oft reduziert oder ausgeschaltet wird, damit Trocknung und Haftung nicht gestört werden.

Futterzarge / Futterzargen-Lack
Futterzarge / Futterzargen-Lack (lebensmittelecht) ist ein Begriff aus der Imkerei: Die Futterzarge ist ein Bauteil der Beute, in das Futter gegeben wird. Wenn ein Lack dafür als geeignet beworben wird, ist entscheidend, dass er für den Kontaktbereich passend freigegeben ist (Nachweis/Herstellerangabe beachten).

G

Gardinenbildung
Gardinenbildung ist ein Effekt beim Lackieren, bei dem der Lack ungleichmäßig verläuft und wie feine „Vorhänge“ wirkt. Das passiert z. B. bei zu dickem Auftrag, falscher Verdünnung oder wenn die Fläche zu glatt und der Lack zu „nass“ ist. Tragen Sie den Lack dünn und gleichmäßig auf, nicht zu lange nachrollen und das passende Werkzeug nutzen (z. B. kurzflorige Lackrolle). Außerdem hilft: Untergrund anschleifen/grundieren und auf passende Temperaturen achten, damit der Lack nicht zu stark verläuft.

Gitterschnitt
Gitterschnitt ist ein einfacher Haftungstest für Altanstriche, vor allem bei Lacken: Mit einem Cutter werden feine Linien kreuzweise eingeritzt, dann wird Klebeband fest aufgedrückt und ruckartig abgezogen. Löst sich dabei viel Beschichtung, ist der Altanstrich nicht gut haftend und sollte vor dem Neuanstrich passend vorbereitet werden.

Glanzgrad (matt / seidenmatt / glänzend)
Glanzgrad beschreibt, wie stark eine Oberfläche Licht reflektiert. Matt kaschiert kleine Unebenheiten besser, glänzend wirkt oft „härter“ und zeigt Fehler schneller, lässt sich aber je nach Produkt oft leichter abwischen.

Glasiert / glasierte Klinker
Glasiert / glasierte Klinker bedeutet, dass Klinkersteine eine sehr dichte, glatte Oberfläche haben. Darauf haften viele Anstriche schlecht, deshalb braucht man meist spezielle Systeme oder man sollte genau prüfen, ob Streichen überhaupt sinnvoll ist.

Glykolether
Glykolether sind eine Stoffgruppe, die chemisch gesehen „zwischen“ Alkohol und Ether liegt. In Farben und Lacken werden sie oft als Co-Lösemittel eingesetzt, weil sie wasserbasierte Systeme unterstützen: Sie verbessern zum Beispiel Benetzung, Verlauf und Offenzeit und helfen, dass sich bestimmte Inhaltsstoffe gleichmäßiger lösen und verteilen. Viele Glykolether gehören zu den VOC, daher sind Etikett, technisches Merkblatt und Sicherheitsdatenblatt maßgeblich.

Grünbelag (auch: Algen-/Moosbelag)
Grünbelag ist ein rutschiger Belag auf Außenflächen, der sich bei Feuchte und Schatten bildet. Vor dem Streichen muss Grünbelag vollständig entfernt werden, sonst hält die neue Beschichtung schlechter.

Grünbelagsentferner
Grünbelagsentferner ist ein Mittel, das Grünbelag (Algen/Moos) von Außenflächen löst. Danach sollte die Fläche je nach Produkt gut abgespült und vollständig getrocknet werden, bevor ein Anstrich folgt.

Grundierung
Grundierung ist die erste Schicht im Anstrichaufbau, die den Untergrund vorbereitet, damit die nächste Schicht besser haftet und gleichmäßiger deckt. Welche Grundierung passt, hängt vom Untergrund ab (z. B. Holz, Beton, Fliesen, Putz).

H

Haarriss
Haarriss ist ein sehr feiner Riss im Putz oder in einer Beschichtung. Ob man ihn einfach überstreichen kann, hängt davon ab, ob der Untergrund stabil ist und ob eine rissüberbrückende Beschichtung nötig ist.

Haft-/Brückenprimer („Primer“)
Haft-/Brückenprimer ist eine Grundierung, die auf glatten oder schwierigen Untergründen die Haftung verbessert, z. B. auf Fliesen, Altanstrichen oder dichten Oberflächen. Er bildet eine „Brücke“, damit die nächste Schicht sicher hält.

Haftgrund (auch: Haftgrundierung, Haftvermittler, Haft-/Brückenprimer, Primer, Haftbrücke)
Haftgrund ist eine Grundierung, die auf glatten oder schwierigen Untergründen die Haftung verbessert, z. B. auf Fliesen, Kunststoff oder festen Altanstrichen. Er bildet eine „Brücke“, damit die nächste Schicht sicher hält und später nicht abplatzt.

Haftung
Haftung beschreibt, wie fest Farbe oder Lack am Untergrund sitzt. Schlechte Haftung führt oft zu Abplatzungen, deshalb sind Reinigung, Anschleifen und die passende Grundierung so wichtig.

Haptik
Haptik beschreibt, wie sich eine Oberfläche anfühlt, z. B. glatt, rau, warm oder „gummiert“. Bei Böden, Wänden und Lacken beeinflussen Glanzgrad, Struktur und Material die Haptik deutlich.

Hartöl
Hartöl, ist ein Holzöl, das tiefer ins Holz eindringt und die Oberfläche nach dem Aushärten stabiler macht als ein reines Pflegeöl. Es wird oft für beanspruchte Holzflächen verwendet, z. B. Tischplatten oder Holzböden (je nach Produktfreigabe).

Harze (Holzinhaltsstoffe)
Harze sind natürliche Stoffe im Holz, die bei Wärme austreten können und später Flecken oder klebrige Stellen verursachen. Vor dem Streichen sollte Harz entfernt und ggf. mit geeignetem Sperrgrund isoliert werden, damit es nicht durchschlägt.

Harzentferner
Harzentferner, ist ein Reiniger, der Harz- und klebrige Rückstände von Holz löst. Er wird genutzt, bevor neu gestrichen wird, damit Grundierung und Lack später zuverlässig halten.

Heizkörperlack
Heizkörperlack, ist ein Lack, der für Heizkörper geeignet ist und Wärme gut verträgt, ohne schnell zu vergilben oder zu weich zu werden. Er wird für Heizkörper und teils auch für Heizungsrohre genutzt (je nach Herstellerangabe).

Heizkörperpinsel
Heizkörperpinsel, ist ein schmaler, oft abgewinkelter Pinsel, mit dem Sie gut hinter Heizkörper, in Zwischenräume und an schwer erreichbare Kanten kommen. Damit lassen sich Rippen und Ecken sauber streichen.

Helle Farbe
Helle Farbe, sind Farbtöne mit hoher Helligkeit, die Räume größer und freundlicher wirken lassen. Sie reflektieren mehr Licht und sind praktisch, wenn ein Raum eher dunkel ist.

Hitzebeständig / Hitzebeständigkeit
Hitzebeständig, bedeutet, dass eine Beschichtung höhere Temperaturen aushält, ohne Schaden zu nehmen. Das ist wichtig bei Heizkörpern, Öfen (nur mit geeigneten Speziallacken) oder anderen warmen Flächen.

Hochdruckreiniger
Hochdruckreiniger, ist ein Gerät, das mit hohem Wasserdruck reinigt, z. B. Holz, Stein oder Fassaden. Vor dem Streichen kann er helfen, Schmutz und Grünbelag zu entfernen, aber zu hoher Druck kann Holz auffasern oder Putz beschädigen.

Hochglänzend
Hochglänzend, ist ein sehr hoher Glanzgrad, der stark reflektiert. Hochglanz wirkt edel, zeigt aber auch Unebenheiten, Staub und Pinselspuren schneller als matte Oberflächen.

Holzfeuchte
Holzfeuchte, ist der Feuchtegehalt im Holz und ein wichtiger Wert vor dem Streichen. Messen können Sie sie mit einem Holzfeuchte-Messgerät (meist mit zwei Messspitzen), indem Sie an mehreren Stellen messen – besonders an Kanten und Stirnholz. Siehe auch: Holzfeuchte-Messgerät.

Holzfeuchte-Messgerät
Holzfeuchte-Messgerät, ist ein Gerät, mit dem Sie den Feuchtegehalt von Holz prüfen, bevor Sie grundieren, lasieren oder lackieren. Es gibt Modelle mit Messspitzen (Pin-Messung) und kontaktlose Geräte, die über die Oberfläche messen; für verlässliche Werte messen Sie an mehreren Stellen, besonders an Kanten und Stirnholz. Wichtig ist, dass das Gerät auf die Holzart eingestellt ist (falls möglich) und dass Sie nicht nur an einer Stelle messen, weil Holz ungleichmäßig trocknet. Siehe auch: Holzfeuchte.

Holzgrundierung (auch: Holzschutz-Grundierung)
Holzgrundierung, ist die erste Schicht auf Holz, damit der folgende Anstrich besser haftet und gleichmäßiger deckt. Im Außenbereich kann eine „Holzschutz-Grundierung“ je nach Produkt zusätzlich dem Holzschutz dienen (z. B. gegen Feuchtebelastung) – entscheidend sind immer die Angaben im technischen Merkblatt.

Holzlack
Holzlack bildet eine geschlossene Schutzschicht auf Holz und macht die Oberfläche glatt und pflegeleicht (z. B. Türen, Leisten, Möbel). Auffrischen ist meist nicht nach festen Intervallen nötig, sondern wenn der Lack sichtbar nachlässt: Oberfläche wird deutlich matt, es gibt viele Kratzer/Abnutzung, Kanten lösen sich oder es entstehen Flecken, weil die Fläche nicht mehr gut geschützt ist. Als grobe Orientierung gilt: innen oft erst nach 5–15 Jahren (je nach Nutzung), außen (nur mit geeignetem System) eher nach 2–5 Jahren prüfen.

Holzlasur (auch: Holzschutzlasur)
Holzlasur, ist ein Holzschutzanstrich, der je nach Typ mehr oder weniger transparent ist und die Holzmaserung sichtbar lässt. Lasuren schützen Holz im Außenbereich, müssen aber regelmäßig aufgefrischt werden. Am besten 1× jährlich prüfen. Auffrischen ist fällig, wenn die Oberfläche matt/ausgebleicht wirkt, Wasser nicht mehr gut abperlt, feine Risse sichtbar werden oder die Lasur dünn wirkt (vor allem an Kanten und Stirnholz). Hersteller-Technikblatt kann die Intervalle genauer vorgeben. Siehe auch: Wassertropfen-Test.

Holzmaserung
Holzmaserung, ist die sichtbare Struktur des Holzes. Bei Lasuren bleibt sie sichtbar, bei deckenden Farben wird sie meist stark überdeckt.

Holzöl (für außen)
Holzöl, zieht ins Holz ein und schützt es vor Feuchtigkeit und Vergrauen (je nach Produkt). Auffrischen ist nötig, wenn die Oberfläche matt und trocken wirkt, Wasser nicht mehr abperlt (Wassertropfen-Test), das Holz sichtbar aufhellt/ausbleicht oder rau wird – oft zuerst an Kanten und Stirnholz. Als grobe Orientierung: meist 1× pro Jahr, bei stark bewitterten Flächen (Südseite, waagerechte Flächen) auch 2× pro Jahr.

Holzquellung
Holzquellung, bedeutet, dass Holz durch Feuchtigkeit aufquillt und sich verzieht. Das ist wichtig bei Außenholz oder feuchten Räumen, weil falscher Anstrich oder fehlender Schutz die Quellung begünstigen kann.

Holzwurm / Termite
Holzwurm / Termite, sind Holzschädlinge, die Holz schädigen können. Bei Befall sollten Sie zuerst den Schaden fachlich klären und behandeln, bevor Sie einfach überstreichen, sonst bleibt die Ursache bestehen.

Hybridfarbe
Hybridfarbe, ist eine Farbe, die Eigenschaften verschiedener Bindemittel kombiniert, um bestimmte Vorteile zu vereinen (z. B. Verarbeitung + Widerstandsfähigkeit). Welche Vorteile das konkret sind, hängt stark vom Produkt ab, deshalb lohnt ein Blick ins technische Merkblatt.

Hypoallergen / hypoallergene Materialien
Hypoallergen bedeutet, dass ein Produkt so entwickelt ist, dass es weniger wahrscheinlich allergische Reaktionen auslöst. Es ist keine Garantie, kann aber bei empfindlichen Personen eine Orientierung sein (Siegelaussagen und Herstellerinfos beachten).

I

Imprägnierung / Imprägniergrund
Imprägnierung / Imprägniergrund, ist eine Vorbehandlung, die in den Untergrund einzieht und ihn festigt oder wasserabweisender macht (je nach Produkt). Sie wird z. B. genutzt, wenn ein Untergrund stark saugt oder der Anstrichaufbau besser „halten“ soll.

Innenarchitektur
Innenarchitektur, beschreibt die Planung und Gestaltung von Innenräumen, also Zusammenspiel aus Farben, Materialien, Licht und Möbeln. Im Kontext Streichen hilft das, weil Farbe im Raum immer mit Licht und Einrichtung zusammen wirkt.

Intervalle
Intervalle, meint die Zeitabstände, in denen Pflege oder Auffrischung sinnvoll ist, z. B. bei Lasuren oder Ölen im Außenbereich. Statt starrer Intervalle ist der Zustand entscheidend: matt/ausgebleicht, rau, Kanten dünn → prüfen und auffrischen.

Isolierfarbe
Isolierfarbe, ist eine Farbe, die Flecken (z. B. Nikotin, Wasser, Ruß) besser „einsperren“ kann, damit sie nicht durch den neuen Anstrich durchschlagen. Sie wird genutzt, wenn normale Wandfarbe das Problem nicht zuverlässig abdeckt.

Isoliergrund / Sperrgrund
Isoliergrund / Sperrgrund, ist eine Grundierung mit Sperrwirkung, die das Durchschlagen von Flecken oder Holzinhaltsstoffen reduziert. Sie kommt vor dem Deckanstrich, wenn der Untergrund kritisch ist.

Isoliergrundierung
Isoliergrundierung, ist im Prinzip dasselbe wie Isoliergrund/Sperrgrund: eine Grundierung, die problematische Inhalte im Untergrund blockt. Sie ist sinnvoll, wenn sonst später Verfärbungen wieder auftauchen.

Isopropanol
Isopropanol ist ein Alkohol, der oft zum Reinigen und Entfetten eingesetzt wird, z. B. vor dem Lackieren oder vor dem Einsatz von Haftgrund. Er verdunstet schnell, die Fläche sollte danach aber komplett ablüften/trocken sein.

Isothiazolinone
Isothiazolinone sind Konservierungsmittel, die in manchen wasserbasierten Farben/Lacken enthalten sein können. Sie können bei empfindlichen Personen Reizungen/Allergien auslösen, deshalb achten manche gezielt auf „konservierungsmittelfrei“ oder passende Siegel.

J

Jägerzaun
Jägerzaun, ist ein klassischer Holzzaun mit schräg gekreuzten Latten. Beim Streichen ist die Herausforderung die vielen Kanten und Übergänge – dort ist guter Holzschutz besonders wichtig, weil Feuchtigkeit gern an Kanten einzieht.

K

Kalkfarbe
Kalkfarbe ist eine mineralische Farbe auf Kalkbasis, die oft als diffusionsoffen gilt. Sie wird häufig bei mineralischen Untergründen genutzt und kann je nach System helfen, Feuchte besser „zu managen“ (Untergrund muss passen).

Kaseinfarbe
Kaseinfarbe ist eine Farbe auf Basis von Kasein (Milchprotein), die zu den naturbasierten Farben zählt. Sie wird vor allem innen genutzt und ist eher für normale Beanspruchung gedacht (je nach Produkt).

Keramikfarbe
Keramikfarbe, ist eine Innenfarbe, die oft als besonders strapazierfähig und gut zu reinigen beworben wird (je nach Hersteller). Sie kann für Bereiche interessant sein, die häufiger abgewischt werden, z. B. Flur oder Kinderzimmer.

Kesseldruckimprägniertes Holz
Kesseldruckimprägniertes Holz ist Holz, das unter Druck mit Holzschutzmitteln behandelt wurde (typisch für Außenkonstruktionen). Vor dem Streichen ist wichtig, dass die Oberfläche trocken ist und ein geeignetes System verwendet wird, weil nicht jede Beschichtung darauf gleich gut haftet.

Klicksystem
Klicksystem, ist eine Verlegeart bei Böden (z. B. Laminat, Vinyl), bei der die Elemente ohne Kleber ineinander einrasten. Beim Streichen/Überarbeiten ist wichtig, ob der Belag dafür geeignet ist und wie die Oberfläche vorbereitet werden muss.

Klinker / Klinkerfassade
Klinker / Klinkerfassade, sind sehr dichte, gebrannte Steine, die als Fassade genutzt werden. Streichen ist anspruchsvoll, weil Klinker wenig saugt und oft spezielle Haft-/Systemlösungen nötig sind – bei glasiertem Klinker besonders.

Kombinationswachs
Kombinationswachs ist ein Wachsprodukt, das oft mehrere Wachse/Öle kombiniert, um Pflege und Schutz zu vereinen. Es wird meist für Holzoberflächen genutzt, wenn eine natürliche Optik und eine leicht pflegbare Oberfläche gewünscht sind.

Kompatibilität
Kompatibilität, bedeutet, ob Produkte miteinander „zusammenpassen“, z. B. Grundierung und Decklack oder neuer Anstrich auf Altanstrich. Unpassende Systeme können zu schlechter Haftung, Kräuseln oder Abplatzungen führen.

Konformitätsnachweis / Eignungsnachweis
Konformitätsnachweis / Eignungsnachweis ist ein Nachweis, dass ein Produkt bestimmte Anforderungen erfüllt oder für einen Einsatz geeignet ist (z. B. Spielzeugnorm, Lebensmittelkontakt, technische Freigaben). Im Zweifel ist das die beste Grundlage, statt sich nur auf Werbeaussagen zu verlassen.

Konservierungsmittel
Konservierungsmittel sind Zusätze, die wasserbasierte Farben/Lacke vor Verderb durch Mikroorganismen schützen (z. B. im Eimer). Für empfindliche Personen kann das relevant sein, weil bestimmte Konservierer Allergien auslösen können – dann helfen Angaben wie „konservierungsmittelfrei“ oder geeignete Siegel.

Kontrast
Kontrast beschreibt den Unterschied zwischen hell und dunkel oder zwischen zwei Farben. Hoher Kontrast wirkt deutlich und auffällig, niedriger Kontrast wirkt ruhiger und harmonischer.

Kontrastmarkierung
Kontrastmarkierung ist eine deutlich sichtbare Markierung (z. B. an Kanten, Stufen oder Glastüren), damit Übergänge besser erkennbar sind. Das ist vor allem im Alltag praktisch, wenn Sicherheit und gute Orientierung wichtig sind.

Körnung (Schleifpapier, z. B. P150–180)
Körnung (Schleifpapier, z. B. P150–180), beschreibt wie fein oder grob Schleifpapier ist: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein. Für Zwischenschliff bei Lacken wird oft eher fein geschliffen, damit die nächste Schicht gut haftet, aber keine tiefen Kratzer bleiben.

Korrosion / Korrosionsschutz
Korrosion ist das „Rosten“ bzw. die Zersetzung von Metall durch Feuchtigkeit und Sauerstoff. Korrosionsschutz bedeutet Maßnahmen, die das verhindern sollen, z. B. Entrosten, Rostschutzgrundierung und passende Lackschichten.

Korrosionsschutzfarbe
Korrosionsschutzfarbe ist eine Farbe/Lack, die Metall vor Rost schützen soll, oft in Kombination mit Grundierung oder als System. Wichtig ist, ob sie für den Untergrund geeignet ist (z. B. blanker Stahl, Altanstrich) und wie die Vorbereitung (Entrosten/Anschleifen) erfolgen muss.

Kreidetest / kreidend (Kreiden)
Kreidetest / kreidend bedeutet, dass sich bei Reiben mit der Hand oder einem Tuch ein weißlicher Staub löst. Das zeigt, dass die Oberfläche nicht mehr tragfähig ist und vor dem Streichen grundiert oder entfernt werden muss.

Kunststoff-Haftgrundierung
Kunststoff-Haftgrundierung ist eine Grundierung, die die Haftung auf Kunststoff verbessert. Sie ist wichtig, weil viele Kunststoffe sehr glatt sind und normale Lacke sonst leicht abplatzen können.

Kunststoffbeschichtung
Kunststoffbeschichtung, ist eine Beschichtung, die speziell für Kunststoffflächen geeignet ist und eine neue Schutz- oder Farbschicht bildet. Entscheidend ist, welcher Kunststoff vorliegt und ob Grundierung/Primer nötig ist.

Kunststofflack
Kunststofflack ist ein Lack, der für Kunststoff geeignet ist und darauf besser haftet als Standardlacke. Vorher ist oft gründliches Reinigen und leichtes Anschleifen nötig, je nach Kunststoff auch ein Haftprimer.

Kurzflorrolle
Kurzflorrolle ist eine Farbrolle mit kurzem Flor, die besonders glatte Oberflächen gleichmäßig streicht. Sie wird oft für Lacke, Türen oder sehr glatte Wände genutzt, weil sie wenig Struktur hinterlässt.

L

Lackaufbau
Lackaufbau beschreibt die Reihenfolge der Schichten, z. B. Grundierung → Zwischenanstrich → Decklack. Ein sauberer Lackaufbau ist wichtig, damit Haftung, Optik und Schutz am Ende zusammenpassen.

Lackentferner
Lackentferner ist ein Mittel, das alte Lackschichten anlöst, damit man sie abziehen oder abschaben kann. Er wird genutzt, wenn Schleifen allein zu aufwendig ist oder viele Schichten vorhanden sind (Sicherheitshinweise beachten).

Lackierrolle
Lackierrolle ist eine Farbrolle für Lacke, die den Lack gleichmäßig aufträgt. Üblich sind kurzflorige oder feinporige Rollen, damit die Oberfläche möglichst glatt wird; Rollen mit längerem Flor erzeugen eher Struktur und werden eher für Wandfarben genutzt.

Lackierung
Lackierung bedeutet das Auftragen von Lack, um eine Oberfläche zu schützen und optisch zu gestalten. Dazu gehört meist auch Vorbereitung wie Reinigen, Schleifen und Grundieren.

Laminatboden
Laminatboden ist ein Bodenbelag aus mehreren Schichten mit einer Dekorschicht oben. Laminat ist relativ dicht und glatt – wenn man ihn streichen will, braucht es ein passendes System und sehr gute Vorbereitung, sonst hält es oft schlecht.

Lasur
Lasur ist ein Holzschutzanstrich, der je nach Typ mehr oder weniger transparent ist und die Maserung sichtbar lässt. Sie schützt Holz vor Witterung und UV (je nach Produkt) und wird meist nach Zustand aufgefrischt, nicht nach starren Intervallen.

Latexfarbe
Latexfarbe ist eine robuste Innenwandfarbe, die oft gut zu reinigen ist und eine relativ dichte Oberfläche bilden kann (je nach Produkt). Sie wird häufig in Fluren, Treppenhäusern oder Kinderzimmern genutzt, wenn die Wand mehr aushalten soll.

Läufer / Lacknase / Nase
Läufer / Lacknase, sind „Nasen“ oder Tropfen im Lackfilm, die entstehen, wenn zu viel Lack aufgetragen wird oder der Lack zu stark verläuft. Das lässt sich meist durch dünnen Auftrag und gleichmäßiges Verarbeiten vermeiden.

Lehmfarbe
Lehmfarbe ist eine Innenfarbe auf Lehmbasis, die oft als diffusionsoffen gilt und das Raumklima unterstützen kann. Sie wird vor allem auf passenden Untergründen genutzt und ist eher für normale Beanspruchung gedacht (je nach Produkt).

Leinöl
Leinöl ist ein natürliches Öl, das als Holzöl oder Bestandteil von Ölen/Lacken genutzt wird. Es zieht ins Holz ein und kann die Oberfläche schützen, braucht aber je nach Produkt und Schichtdicke ausreichend Zeit zum Durchtrocknen.

Lichtverhältnisse
Lichtverhältnisse beschreiben, wie Tageslicht und Lampenlicht einen Raum ausleuchten. Sie beeinflussen stark, wie eine Farbe wirkt – deshalb ist ein Farbmuster im echten Raum meist hilfreicher als nur eine Farbkarte.

Lösemittel / lösemittelhaltig
Lösemittel / lösemittelhaltig (vs. wasserbasiert) bedeutet, dass ein Produkt statt Wasser ein Lösemittel als Träger nutzt. Lösemittelhaltige Produkte können stärker riechen und länger ausdünsten, sind aber je nach System für bestimmte Anwendungen geeignet – entscheidend ist die Freigabe im technischen Merkblatt.

Lösemittelarm
Lösemittelarm bedeutet, dass ein Produkt wenig Lösemittel enthält. Das kann im Innenbereich angenehmer sein, weil Geruch und Ausdünstungen oft geringer sind.

Lösemittelfrei
Lösemittelfrei bedeutet, dass im Produkt keine klassischen organischen Lösemittel enthalten sind (oft wasserbasiert). Trotzdem können auch lösemittelfreie Produkte Inhaltsstoffe haben, die riechen oder reizen können – deshalb sind Lüften und Produktangaben weiterhin wichtig.

Lösemittelreduzierter Lack / lösemittelreduzierte Lacke
Lösemittelreduzierter Lack enthalten weniger klassische Lösemittel, dadurch sind Geruch und Ausdünstungen oft geringer. Je nach Produkt kann der Lack zäher wirken oder schneller anziehen, weshalb sauberes Arbeiten nach technischem Merkblatt (Werkzeug, Schichtdicke, Bedingungen) wichtig ist.

Luftfeuchtigkeit
Luftfeuchtigkeit ist der Feuchtegehalt der Luft und beeinflusst Trocknung und Verarbeitung. Hohe Luftfeuchtigkeit kann Trocknungszeiten verlängern und bei manchen Systemen zu Problemen wie schlechtem Verlauf führen.

Lunker / Lunkerstelle
Lunker / Lunkerstelle ist ein kleines Loch oder eine Vertiefung im Beton oder in Spachtelstellen. Vor dem Streichen oder Beschichten sollte das gespachtelt werden, damit die Oberfläche gleichmäßig wird.

M

Marmorierung
Marmorierung ist eine Optiktechnik, die eine marmorähnliche Struktur erzeugt. Sie wird genutzt, wenn eine dekorative Oberfläche gewünscht ist, und verlangt meist etwas Übung oder Probeanstriche.

Maserung
Maserung ist die natürliche Zeichnung im Holz. Lasuren betonen die Maserung, deckende Farben überdecken sie weitgehend.

Matte Farbe
Matte Farbe hat einen niedrigen Glanzgrad und reflektiert wenig Licht. Sie kaschiert kleine Unebenheiten besser als glänzende Farben, ist aber je nach Produkt weniger „abwischfest“.

Mechanisch entrostet
Mechanisch entrostet bedeutet, dass Rost mit Werkzeugen wie Drahtbürste, Schleifpapier oder Schleifgerät entfernt wurde. Das ist oft der wichtigste Schritt, bevor Rostschutzgrundierung und Lack gut halten können.

Mechanische Belastung
Mechanische Belastung ist Beanspruchung durch Druck, Reibung oder Stöße, z. B. Gehen auf Böden, Rollen von Stühlen oder Anstoßen an Kanten. Je höher die Belastung, desto wichtiger sind geeignete Beschichtungssysteme.

Metallgrundierung
Metallgrundierung ist eine Grundierung für Metall, die Haftung und Korrosionsschutz unterstützt. Sie wird vor dem Decklack eingesetzt, damit Metallflächen langfristig geschützt bleiben.

Mikrofaserrolle / Polyamidrolle
Mikrofaserrolle / Polyamidrolle ist eine Rolle, die Farbe gut aufnimmt und gleichmäßig abgibt. Sie wird je nach Florhöhe für Wände oder auch für bestimmte Lacke eingesetzt, wenn ein gleichmäßiger Auftrag wichtig ist.

Mineralfarbe / mineralische Farbe
Mineralfarbe ist eine Farbe auf mineralischer Basis, z. B. Silikat- oder Kalkfarbe. Sie passt besonders gut auf mineralische Untergründe und wird oft gewählt, wenn Diffusionsoffenheit wichtig ist.

Mineralische Basis / mineralischer Untergrund
Mineralische Basis / mineralischer Untergrund bedeutet, dass der Untergrund aus mineralischen Materialien besteht, z. B. Putz, Beton oder Mauerwerk. Dafür sind oft mineralische Farben oder passende Grundierungen sinnvoll, damit das System gut hält.

Mischborsten
Mischborsten sind Pinselborsten aus einer Mischung aus Natur- und Kunstfasern. Sie sind oft ein guter Allrounder, weil sie sowohl bei wasserbasierten als auch bei manchen lösemittelhaltigen Produkten funktionieren können.

Mischverhältnis
Mischverhältnis ist das genaue Verhältnis, in dem Komponenten gemischt werden müssen, z. B. bei 2K-Produkten. Wenn das Mischverhältnis nicht stimmt, kann die Beschichtung zu weich bleiben, schlecht aushärten oder weniger widerstandsfähig sein. Das korrekte Mischverhältnis steht immer im technischen Merkblatt (Datenblatt) des Herstellers.

Mittelschicht-Holzlasur
Mittelschicht-Holzlasur ist eine Holzlasur, die zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasur liegt und etwas mehr Schutz aufbaut als eine reine Dünnschichtlasur. Sie wird oft im Außenbereich genutzt, wenn Holz gut geschützt werden soll, aber trotzdem „arbeiten“ darf und die Oberfläche nicht wie lackiert wirken soll. Welche Schichtbildung und Verarbeitung vorgesehen ist, steht im technischen Merkblatt (Datenblatt) des Herstellers.

N

Nass in nass
Nass in nass (Streichtechnik) bedeutet, dass Sie weiterarbeiten, solange die Fläche noch feucht ist, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen. Das ist besonders wichtig bei großen Wänden, Decken oder bei Lackflächen.

Nassabriebklasse
Nassabriebklasse beschreibt, wie gut eine Innenwandfarbe beim Reinigen standhält. Je besser die Klasse, desto eher können Sie leichte Verschmutzungen abwischen, ohne dass die Farbe schnell „weggerieben“ wird (Angaben stehen im technischen Merkblatt).

Nasse Kante
Nasse Kante bedeutet, dass der Randbereich einer frisch gestrichenen Fläche noch feucht bleibt, während Sie den nächsten Bereich anschließen. So vermeiden Sie sichtbare Übergänge, weil sich die Farbe besser „verbindet“.

Natureplus
Natureplus ist ein Produktlabel, das für bestimmte ökologische und gesundheitliche Kriterien steht (je nach Produktgruppe). Es kann eine Orientierung sein, wenn Sie Wert auf geprüfte Umwelt- und Innenraumqualität legen.

Nikotinrückstände
Nikotinrückstände sind Ablagerungen an Wänden/Decken, die zu gelblichen Flecken und Geruch führen können. Ohne geeignete Isoliermaßnahmen können diese Rückstände später wieder durch den neuen Anstrich durchschlagen.

Nut und Feder
Nut und Feder ist eine Verbindung bei Holzpaneelen oder Dielen, bei der ein Brett in das nächste eingreift. Beim Streichen kann diese Verbindung kritisch sein, weil Material arbeitet und Farbe in den Fugen reißen kann.

O

Oberflächenbeschaffenheit
Oberflächenbeschaffenheit beschreibt, ob eine Fläche glatt, rau, porös oder dicht ist. Das ist entscheidend für Grundierung, Werkzeugwahl und dafür, wie gleichmäßig Farbe oder Lack am Ende wirkt.

Oberflächenschutz
Oberflächenschutz meint, wie eine Beschichtung die Fläche im Alltag schützt, z. B. gegen Feuchte, Abrieb, Schmutz oder Rost. Welcher Schutz nötig ist, hängt von Nutzung und Umgebung ab.

Offenzeit
Offenzeit ist die Zeit nach dem Streichen, in der die Farbe noch feucht bleibt und sich gut „nacharbeiten“ lässt. In dieser Zeit können Sie Bahnen sauber verbinden (nass in nass) oder kleine Stellen ausbessern, ohne dass man Übergänge sieht. Eine längere Offenzeit macht das Arbeiten oft leichter. Ist die Offenzeit kurz, trocknet die Farbe schneller an und es kann zu Ansätzen oder Rollspuren führen (abhängig von Temperatur, Luftfeuchte und Untergrund).

Ö

Öl- und Wachsbehandlung
Öl- und Wachsbehandlung ist eine Oberflächenbehandlung, bei der Öl ins Material einzieht und Wachs zusätzlich eine pflegende Schutzschicht bilden kann. Sie wird häufig bei Holz genutzt, wenn eine natürliche Optik und Haptik gewünscht sind.

P

Paneele
Paneele sind meist längliche Platten, z. B. Holz- oder Deckenpaneele, die eine Fläche verkleiden. Vor dem Streichen ist wichtig, ob die Oberfläche lackiert, lasiert oder roh ist, damit die Vorbereitung passt.

Pflegeintervall
Pflegeintervall ist der Zeitraum, in dem eine Oberfläche typischerweise geprüft und bei Bedarf gepflegt wird. Sinnvoll ist es, nicht starr nach Kalender zu gehen, sondern nach Zustand (matt, trocken, abgenutzt).

pH-neutral
pH-neutral bedeutet, dass ein Reiniger oder Produkt ungefähr neutral ist und weder stark sauer noch stark alkalisch. Das kann wichtig sein, damit Untergründe oder Beschichtungen nicht unnötig angegriffen werden.

pH-Wert
pH-Wert ist ein Maß dafür, ob etwas sauer, neutral oder alkalisch ist. Bei Beton, Kalkputz oder bestimmten Reinigern ist das relevant, weil nicht jedes Beschichtungssystem auf stark alkalischen Untergründen gut funktioniert.

Pigmentiert / Pigment
Pigmentiert / Pigment bedeutet, dass ein Produkt Farbpigmente enthält und dadurch nicht komplett transparent ist. Pigmentierte Lasuren oder Öle decken etwas mehr ab und können UV-bedingtes Vergrauen besser bremsen (je nach Produkt).

Pigmentierte
Pigmentierte Vorstreichfarbe ist eine Vorfarbe/Grundfarbe, die bereits leicht deckt und den Untergrund angleicht. Das hilft, wenn der Untergrund stark fleckig ist oder der spätere Farbton gleichmäßiger werden soll.

Plattenheizkörper
Plattenheizkörper sind flache Heizkörper mit glatterer Oberfläche als Rippenheizkörper. Beim Lackieren ist der Zugang einfacher, trotzdem sind Reinigung und geeigneter Heizkörperlack wichtig.

Polieren
Polieren bedeutet, eine Oberfläche durch Reiben zu glätten oder auf Glanz zu bringen. Bei Lacken kann Polieren kleine Unregelmäßigkeiten mindern, sollte aber erst erfolgen, wenn die Oberfläche vollständig ausgehärtet ist.

Polyester
Polyester ist ein Kunststoff/Harz, der in manchen Spachtelmassen oder Beschichtungen vorkommt. Er wird z. B. bei Reparaturen genutzt, wenn eine sehr feste, formstabile Masse benötigt wird (Produkteinsatz im Merkblatt prüfen).

Polyurethanbasis / PU-Bodenfarbe
Polyurethanbasis / PU-Bodenfarbe ist eine Beschichtung auf PU-Basis, die oft für robuste Bodenflächen genutzt wird. Sie kann je nach System abriebfest sein und wird häufig dort eingesetzt, wo Böden mechanisch belastet werden.

Poren (Holzporen)
Poren (Holzporen) sind die feinen Öffnungen/Strukturen im Material, besonders sichtbar bei Holz. Poren beeinflussen, wie stark ein Untergrund saugt und wie glatt ein Lack- oder Ölbild am Ende wird.

Porös
Porös bedeutet, dass ein Material viele kleine Hohlräume hat und dadurch stärker saugt. Poröse Untergründe brauchen oft eine passende Grundierung, damit der Anstrich gleichmäßig wird und gut hält.

Probeanstrich / Probefläche
Probeanstrich / Probefläche ist ein Testanstrich auf einer kleinen Fläche, um Farbton, Deckung und Wirkung zu prüfen. Das hilft besonders bei starken Farbtönen, kritischen Untergründen oder wechselndem Licht.

Propolis / propolisieren
Propolis / propolisieren ist ein harziger Stoff aus der Imkerei; „propolisieren“ bedeutet, dass Bienen Ritzen/Flächen damit überziehen. Bei Beuten kann das relevant sein, weil sich Beläge bilden, die vor einem neuen Anstrich entfernt werden müssen.

PU-Lack (PU-verstärkter Acryllack)
PU-Lack ist ein Lack, der PU-Anteile enthält oder als PU-verstärkt beworben wird, um die Oberfläche robuster zu machen. Er wird oft genutzt, wenn Kratzfestigkeit und Reinigungsfähigkeit wichtiger sind als rein dekorative Optik.

Pulverbeschichtung / pulverbeschichtet
Pulverbeschichtung / pulverbeschichtet ist eine industrielle Beschichtung, bei der Pulver aufgetragen und eingebrannt wird. Solche Oberflächen sind sehr glatt und hart, deshalb braucht man zum Überstreichen oft spezielle Haftgrundierung und gute Vorbereitung.

Punktbelastung
Punktbelastung ist eine Belastung auf kleiner Fläche, z. B. durch Stuhlbeine, Leitern oder schwere Regale. Bei Böden ist das wichtig, weil eine Beschichtung bei hoher Punktbelastung schneller Druckstellen bekommen kann.

Putzabplatzungen
Putzabplatzungen sind Stellen, an denen Putz sich löst oder bereits abgefallen ist. Vor dem Streichen müssen lose Bereiche entfernt und die Fläche wieder aufgebaut werden, sonst hält der neue Anstrich nicht.

Putzfassade
Putzfassade ist eine Fassade mit Putzoberfläche, z. B. mineralischer Putz oder Kunstharzputz. Für den Anstrich ist wichtig, welche Putzart vorliegt, weil passende Fassadenfarben und Grundierungen davon abhängen.

Q

Quarzsand
Quarzsand ist ein sehr harter Sand, der z. B. in Grundierungen oder Beschichtungen für mehr Griffigkeit/Struktur eingesetzt wird. Er kann helfen, Rutschhemmung zu verbessern oder eine Haftfläche zu schaffen, je nach System.

R

Raufaser / Rauhfaser
Raufaser / Rauhfaser ist eine Tapete mit typischer Struktur, die beim Streichen mehr Farbe „schluckt“ als glatte Wände. Für ein gleichmäßiges Bild sind passende Rolle (Flor) und zügiges Arbeiten wichtig.

Raumgefühl
Raumgefühl beschreibt, wie ein Raum auf Sie wirkt, z. B. offen, ruhig, warm oder eher kühl. Farben, Licht und Glanzgrad verändern dieses Gefühl deutlich.

Raumgestaltung
Raumgestaltung bedeutet, wie Sie Farben, Materialien, Möbel und Licht zusammen planen. Beim Streichen hilft eine klare Reihenfolge: erst Licht prüfen, dann Hauptfarbe wählen, danach Akzente.

Raumluftqualität
Raumluftqualität meint, wie „gut“ die Luft im Raum ist, z. B. ob sie frisch wirkt oder ob Gerüche/Emissionen stören. Farben und Lacke können die Raumluft beeinflussen, deshalb sind Lüften und passende Produktwahl wichtig. Siehe auch VOC´s

Reflexion
Reflexion bedeutet, wie stark eine Oberfläche Licht zurückwirft. Glänzende Flächen reflektieren mehr und zeigen Unebenheiten eher, matte Flächen wirken ruhiger.

Reifenabrieb
Reifenabrieb sind schwarze Spuren, die z. B. durch Autoreifen auf Garagenböden entstehen können. Eine geeignete Bodenbeschichtung kann helfen, die Reinigung zu erleichtern und die Oberfläche widerstandsfähiger zu machen.

Renovierfarbe
Renovierfarbe ist eine Innenwandfarbe, die oft für das Überstreichen von Altanstrichen gedacht ist. Sie soll meist gut decken und typische Untergründe im Wohnbereich zuverlässig abdecken.

Restfeuchte
Restfeuchte ist Feuchtigkeit, die noch im Untergrund steckt, obwohl die Oberfläche trocken wirkt. Zu viel Restfeuchte kann zu schlechter Haftung, Blasen oder Flecken führen, daher vor dem Beschichten prüfen und ausreichend trocknen lassen.

Rippenheizkörper
Rippenheizkörper sind Heizkörper mit vielen „Rippen“ und Zwischenräumen. Beim Lackieren sind Reinigung und das passende Werkzeug wichtig, damit Sie überall gleichmäßig hinkommen.

Riss
Riss ist eine Trennung im Untergrund oder in einer alten Beschichtung, die von sehr fein bis deutlich sichtbar reichen kann. Vor dem Streichen sollten Sie klären, ob der Riss stabil ist oder ob Bewegung dahinter steckt.

Rissüberbrückende
Rissüberbrückende Beschichtung ist eine Beschichtung, die kleine Risse besser „mitmachen“ kann, ohne sofort wieder aufzureißen. Sie ist vor allem bei Fassaden oder rissigen Untergründen sinnvoll, wenn der Untergrund insgesamt tragfähig ist.

Rissüberbrückende Beschichtung
Rissüberbrückende Beschichtung ist eine Beschichtung, die kleine Risse besser „mitmachen“ kann, ohne sofort wieder aufzureißen. Sie ist vor allem bei Fassaden oder rissigen Untergründen sinnvoll, wenn der Untergrund insgesamt tragfähig ist.

Rostbildung
Rostbildung bedeutet, dass Metall durch Feuchtigkeit und Sauerstoff reagiert und Rost entsteht. Vor dem Streichen muss Rost entfernt oder behandelt werden, sonst kommt er oft wieder durch.

Rostschutz
Rostschutz umfasst Maßnahmen, die Metall vor weiterer Rostbildung schützen, z. B. Entrosten, Entfetten und ein passender Anstrichaufbau. Ohne gute Vorbereitung hilft selbst ein guter Lack nur begrenzt.

Rostschutzgrundierung (auch: Rostschutz-Grundierung)
Rostschutzgrundierung ist eine Grundierung für Metall, die Haftung verbessert und Korrosion bremst. Sie kommt vor dem Decklack, damit das System länger hält.

Rostumwandler
Rostumwandler ist ein Produkt, das Rost chemisch umwandeln soll, damit er stabiler wird. Er ersetzt nicht immer gründliches Entrosten, daher genau nach technischem Merkblatt (Datenblatt) anwenden.

Rutschfestigkeit
Rutschfestigkeit beschreibt, wie sicher eine Fläche beim Gehen ist, besonders bei Nässe. Bei Böden im Außenbereich oder in der Garage kann das ein wichtiges Entscheidungskriterium sein.

Rutschhemmende
Rutschhemmende Beschichtung ist eine Beschichtung, die mehr Grip bietet und das Ausrutschen erschweren soll. Oft wird das über Struktur, Quarzsand oder spezielle Zusätze erreicht.

Rutschhemmender Zusatz (Körnung)
Rutschhemmender Zusatz (Körnung) ist ein Zuschlag (z. B. feine Körnung), der in Beschichtungen gemischt wird, damit die Oberfläche griffiger wird. Je grober die Körnung, desto stärker die Struktur und desto schwieriger kann später die Reinigung werden.

S

Sandstrahlen
Sandstrahlen ist ein Verfahren, bei dem eine Oberfläche mit Strahlmittel gereinigt bzw. angeraut wird. Es wird z. B. bei Metall genutzt, um Rost und Altbeschichtungen sehr gründlich zu entfernen.

Saugfähigkeit (Untergrund)
Saugfähigkeit (Untergrund) beschreibt, wie stark ein Untergrund Farbe oder Grundierung aufnimmt. Stark saugende Untergründe führen sonst schnell zu fleckigem Ergebnis und höherem Verbrauch.

Saugfähigkeitstest
Saugfähigkeitstest ist ein einfacher Check, ob ein Untergrund stark saugt, z. B. indem Sie etwas Wasser auftragen und beobachten, wie schnell es einzieht. Zieht es sehr schnell ein, ist oft eine passende Grundierung sinnvoll.

Schalldämmende Unterlage / Schalldämmung
Schalldämmende Unterlage / Schalldämmung ist Material unter Bodenbelägen, das Trittschall reduziert. Beim Renovieren ist wichtig, dass Aufbauhöhe, Druckfestigkeit und der Bodenbelag zusammenpassen.

Schalölrückstände
Schalölrückstände sind Rückstände von Trennmitteln auf Beton, die beim Ausschalen entstehen können. Vor dem Streichen müssen diese entfernt werden, sonst kann der Anstrich schlecht haften.

Scheuerbeständigkeit
Scheuerbeständigkeit beschreibt, wie gut eine Farbe das Reinigen aushält, ohne schnell abzureiben. Bei Innenwandfarben hängt das oft eng mit der Nassabriebklasse zusammen (je besser die Klasse, desto scheuerbeständiger).

Schichtaufbau
Schichtaufbau beschreibt die Reihenfolge der Schichten im System, z. B. Grundierung → Zwischenanstrich → Deckschicht. Wenn der Schichtaufbau nicht passt, kann es zu Haftproblemen oder geringer Haltbarkeit kommen.

Schichtdicke
Schichtdicke ist die Stärke einer aufgetragenen Schicht. Zu dünn kann zu wenig Schutz bedeuten, zu dick kann zu Läufern, schlechter Trocknung oder Rissen führen (Vorgaben stehen im technischen Merkblatt).

Schimmel
Schimmel ist ein Pilzbefall, der durch Feuchte und passende Bedingungen entsteht. Vor dem Streichen muss die Ursache der Feuchte geklärt werden, sonst kommt Schimmel meist wieder.

Schimmelbildung
Schimmelbildung bedeutet, dass Schimmel neu entsteht oder sich ausbreitet, meist durch Feuchtestau, Wärmebrücken oder zu wenig Lüftung. Ein neuer Anstrich allein löst das Problem nicht, wenn die Feuchte bleibt.

Schimmelentferner
Schimmelentferner ist ein Produkt, das Schimmelbeläge entfernt oder abtötet, je nach Wirkstoff. Nach der Reinigung muss die Fläche gut trocknen und die Ursache sollte behoben sein, bevor neu gestrichen wird.

Schimmelhemmend / schimmelresistent
Schimmelhemmend / schimmelresistent bedeutet, dass eine Farbe oder Beschichtung das Schimmelrisiko reduzieren soll, z. B. durch Inhaltsstoffe oder eine Oberfläche, die weniger anfällig ist. Das ersetzt nicht die Beseitigung von Feuchteursachen, kann aber als Teil der Lösung sinnvoll sein.

Schleifpapierkörnung
Schleifpapierkörnung (auch: Körnung) ist die Angabe, wie grob oder fein Schleifpapier ist: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein. Für Zwischenschliff bei Lacken wird meist fein gearbeitet, damit die nächste Schicht gut haftet, aber keine tiefen Kratzer bleiben.

Schleifpapierkörnung (auch: Körnung)
Schleifpapierkörnung ist die Angabe, wie grob oder fein Schleifpapier ist: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein. Für Zwischenschliff bei Lacken wird meist fein gearbeitet, damit die nächste Schicht gut haftet, aber keine tiefen Kratzer bleiben.

Schleifvlies
Schleifvlies ist ein flexibles Schleifmaterial, das besonders gut für Kanten, Profile und leichtes Anrauen geeignet ist. Es ist praktisch, wenn Sie nicht „viel Material“ abtragen wollen, sondern nur Haftung schaffen.

Schutzschicht
Schutzschicht ist die Schicht, die am Ende den Alltagsschutz übernimmt, z. B. gegen Abrieb, Feuchtigkeit oder Schmutz. Ob das eine Lackschicht, Versiegelung oder Beschichtung ist, hängt vom System ab.

Sichtbeton
Sichtbeton ist Beton, der als fertige Oberfläche sichtbar bleibt und nicht verputzt wird. Beim Streichen ist oft wichtig, ob Schalölreste, Lunker oder unterschiedliche Saugfähigkeit vorhanden sind, damit der Anstrich gleichmäßig wird.

Silikatfarbe
Silikatfarbe ist eine mineralische Farbe, die mit mineralischen Untergründen „verbindet“ (verkieselt). Sie wird häufig auf mineralischem Putz oder Beton eingesetzt und gilt oft als diffusionsoffen (Untergrund muss passen).

Silikonentferner
Silikonentferner ist ein Reiniger, der Silikonreste, Fette und Trennmittel löst. Er ist wichtig vor dem Lackieren, weil Silikon sonst zu „Kratern“ (Störungen im Lackbild) und schlechter Haftung führen kann.

Silikonfuge
Silikonfuge ist eine elastische Fuge, z. B. im Bad oder an Anschlussstellen. Auf Silikon hält Farbe meist schlecht, deshalb wird Silikon vor einem sauberen Anstrich in der Regel entfernt und fachgerecht erneuert.

Silikonharzfarbe
Silikonharzfarbe ist eine Fassadenfarbe, die oft Wasser abweist und trotzdem Wasserdampf durchlassen kann (je nach Produkt). Sie wird häufig genutzt, wenn Fassaden gut gegen Schlagregen geschützt werden sollen.

Spachtelmasse
Spachtelmasse ist ein Material zum Ausgleichen und Glätten, z. B. für Löcher, Risse oder unebene Flächen. Welche Spachtelmasse passt, hängt vom Untergrund und vom Einsatzbereich ab (innen/außen, Wand/Boden).

Spannungsriss
Spannungsriss ist ein Riss, der durch Bewegung oder Spannungen im Material entsteht, z. B. durch Temperaturwechsel oder Arbeiten des Untergrunds. Vor dem Streichen sollte geklärt werden, ob der Untergrund stabil ist oder weiter arbeitet.

Speichel- und schweißecht
Speichel- und schweißecht bedeutet, dass eine Beschichtung Speichel und Schweiß gut standhält und dabei keine problematischen Stoffe abgibt. Häufig wird dafür auf Prüfungen wie DIN 53160 verwiesen (Angabe im technischen Merkblatt).

Sperrwirkung
Sperrwirkung bedeutet, dass eine Grundierung oder Farbe Flecken und Inhaltsstoffe „blockt“, damit sie nicht durch den neuen Anstrich durchschlagen. Das ist z. B. wichtig bei Nikotin, Wasserflecken oder Holzinhaltsstoffen.

Spritzbereich
Spritzbereich ist der Bereich, der direkt Wasser abbekommt, z. B. in der Dusche oder über der Badewanne. Dort reichen normale Wandfarben oft nicht aus, weil die Belastung höher ist.

Sprühlack
Sprühlack ist Lack, der zum Sprühen vorgesehen ist, z. B. aus der Dose oder für die Sprühpistole. Er wird oft für Metall, Möbelteile oder Ausbesserungen genutzt, wenn ein gleichmäßiger Auftrag gewünscht ist.

Sprühnebel
Sprühnebel sind feine Partikel, die beim Sprühen in die Luft gehen und sich auf Flächen absetzen können. Deshalb ist Abdecken, Lüften und Schutzkleidung beim Sprühen besonders wichtig.

Staketenzaun
Staketenzaun ist ein Zaun aus einzelnen Holzstäben, die meist mit Draht verbunden sind. Beim Streichen sind die vielen Rundungen und Kanten die Herausforderung, deshalb sind dünner Auftrag und guter Kanten­schutz wichtig.

Staubeinschlüsse
Staubeinschlüsse sind Staubteilchen, die in die frische Lack- oder Farbschicht geraten und später als kleine Punkte oder Rauigkeit sichtbar sind. Vermeiden hilft: sauberer Untergrund, staubarmes Umfeld und nicht über frisch geschliffenem Staub lackieren.

Staunässe
Staunässe bedeutet, dass Wasser länger auf einer Fläche stehen bleibt, z. B. auf waagerechten Holzflächen oder am Zaunfuß. Das ist kritisch, weil es Beschichtungen schneller schädigen kann und Holz leichter leidet.

Stirnholz
Stirnholz ist die Holzfläche an den Schnittenden, wo die Fasern offen sind. Stirnholz saugt besonders stark, deshalb braucht es dort oft extra Schutz (mehr Sorgfalt beim Grundieren/Lasieren).

Stockflecken
Stockflecken sind dunkle Flecken auf Holz, oft durch Feuchtigkeit und beginnenden Schimmelbefall. Vor dem Streichen sollten Ursache und Reinigung passen, sonst kommen Flecken oder Geruch schnell wieder.

Streichbar / Überstreichbar / Überstreichbarkeit
Streichbar / Überstreichbar bedeutet einerseits, dass eine Schicht trocken genug ist, um sie mit der nächsten Schicht zu überarbeiten (Zeitangaben stehen im technischen Merkblatt). Andererseits kann es auch heißen, dass ein Untergrund oder Altanstrich grundsätzlich geeignet ist, überstrichen zu werden – also tragfähig, sauber und mit dem neuen System kompatibel.

Styroporbeute / Styropor
Styroporbeute / Styropor meint eine Bienenbeute aus Hartschaum, meist auf EPS-Basis. Beim Streichen ist wichtig, dass das Produkt EPS nicht angreift (keine ungeeigneten

Synthetikborsten
Synthetikborsten sind Pinselborsten aus Kunstfasern. Sie sind besonders geeignet für wasserbasierte Farben und Lacke und bleiben formstabil, was saubere Kanten erleichtern kann.

Systemverträglichkeit
Systemverträglichkeit bedeutet, dass Grundierung, Zwischenanstrich und Deckschicht zusammenpassen und auch auf dem Altanstrich funktionieren. Wenn das nicht passt, kann es zu Kräuseln, schlechter Haftung oder Abplatzungen kommen.

T

Tageslicht
Tageslicht ist das natürliche Licht, das im Tagesverlauf seine Farbtemperatur verändert. Darum können Wandfarben morgens, mittags und abends unterschiedlich wirken – Farbmuster im Raum sind deshalb sehr sinnvoll.

Teak
Teak ist ein ölhaltiges Hartholz, das im Außenbereich beliebt ist. Wegen der Holzinhaltsstoffe sind Reinigung, Entfetten und ein passendes Beschichtungssystem besonders wichtig, damit der Anstrich hält.

Teaköl
Teaköl ist ein Pflege- und Schutzöl, das für Teak und ähnliche Harthölzer angeboten wird. Es frischt die Optik auf und unterstützt den Schutz, sollte aber je nach Witterung und Fläche regelmäßig nach Zustand erneuert werden.

Technisches Merkblatt
Technisches Merkblatt ist das Datenblatt vom Hersteller mit den wichtigsten Angaben, z. B. Untergrund, Verarbeitung, Verbrauch, Trocknung und Mischverhältnis. Es ist die verlässlichste Quelle, wenn Sie unsicher sind, wie ein Produkt richtig eingesetzt wird.

Temperaturbedingungen
Temperaturbedingungen sind die Temperaturen, bei denen Sie Farben, Lacke oder Beschichtungen gut verarbeiten können. In der Praxis klappt es bei vielen Produkten am besten bei etwa 10–25 °C (Untergrund- und Lufttemperatur); häufig gilt mindestens +5 °C als Untergrenze, während zu heiße Untergründe ebenfalls ungünstig sind. Die genauen Werte für Verarbeitung und Trocknung stehen immer im technischen Merkblatt (Datenblatt) des Herstellers.

Temperaturschwankungen
Temperaturschwankungen sind wechselnde Temperaturen, z. B. Tag/Nacht oder starkes Aufheizen und Abkühlen. Problematisch sind vor allem schnelle Wechsel (z. B. kalter Untergrund + starkes Heizen, direkte Sonne auf frisch gestrichene Flächen oder starkes Lüften mit kalter Außenluft), weil Beschichtungen dann schlechter verlaufen oder später eher reißen/ablösen können. Ideal ist eine möglichst konstante Temperatur während Verarbeitung und Trocknung; die genauen Bedingungen stehen im technischen Merkblatt (Datenblatt).

Tiefenreiniger
Tiefenreiniger ist ein Reiniger, der stärker und „tiefer“ gegen Schmutz, Fett oder Ablagerungen wirkt als normale Haushaltsreiniger. Er wird genutzt, wenn die Fläche vor dem Streichen wirklich sauber und haftfähig werden muss.

Tiefgrund (auch: Tiefengrund)
Tiefgrund ist eine Grundierung, die in saugende Untergründe einzieht und sie verfestigt. Das hilft, damit Farbe später gleichmäßiger deckt und nicht fleckig wird.

Toluol (Methylbenzol; auch: Toluene; CAS-Nr. 108-88-3)
Toluol ist ein aromatisches Lösemittel und gehört zu den VOC (flüchtige organische Verbindungen). Es wird in manchen lösemittelhaltigen Lacken genutzt, weil es bestimmte Harze sehr gut löst und so Verarbeitung und Verlauf beeinflussen kann. In der EU ist Toluol nach CLP als Gefahrstoff gekennzeichnet (u. a. entzündlich; Dämpfe können benommen machen), daher Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.

Topfzeit
Topfzeit (Verarbeitungszeit) ist die Zeit, in der ein gemischtes 2K-Produkt nach dem Mischen noch verarbeitet werden darf. Danach wird es im Eimer zäh oder unbrauchbar. Ein Timer ist sinnvoll, damit Sie die Topfzeit sicher einhalten und nicht mit „halb angezogenem“ Material weiterarbeiten. Die Topfzeit steht im technischen Merkblatt (Datenblatt).

Trägermaterial
Trägermaterial ist das Material unter der Oberfläche, z. B. MDF, Spanplatte, Gipskarton, Putz oder Metall. Das Trägermaterial entscheidet, welche Grundierung und welcher Anstrichaufbau passt.

Tragfähig (Untergrund)
Tragfähig bedeutet, dass der Untergrund fest ist und die neue Beschichtung dauerhaft hält. Nicht tragfähig sind z. B. kreidende, lose, vermooste oder abblätternde Altanstriche.

Trocknungszeit
Trocknungszeit ist die Zeit, bis eine Schicht oberflächentrocken, überstreichbar oder wirklich belastbar/durchgehärtet ist. Als grobe Orientierung bei „Normalklima“ (ca. 20 °C / 65 % relative Luftfeuchtigkeit): Viele Innenwandfarben sind nach 0,5–1 Stunde staubtrocken und nach 4–6 Stunden überstreichbar; vollständig belastbar sind sie je nach Produkt oft nach 1–3 Tagen. Die genauen Zeiten stehen immer im technischen Merkblatt (Datenblatt) des Herstellers.

Türrahmen
Türrahmen ist der Rahmen, in dem das Türblatt sitzt (je nach Bauart aus Holz, Metall oder Kunststoff). Beim Streichen ist wichtig, ob es ein Altanstrich ist und welche Grundierung/Haftung dafür nötig ist.

Türzarge
Türzarge ist der feste Rahmen der Tür im Mauerwerk, also das Bauteil um die Türöffnung. Sie wird häufig lackiert und muss vor dem Lackieren sauber, fettfrei und leicht angeraut sein.

TÜV-geprüft
TÜV-geprüft bedeutet, dass ein Produkt von einer TÜV-Stelle nach einem festgelegten Prüfprogramm geprüft wurde. Was genau geprüft wurde (z. B. Sicherheit, Qualität, Emissionen), steht in der jeweiligen Auslobung und im Prüfzeichen.

U

Umweltlabel
Umweltlabel ist ein Sammelbegriff für Kennzeichnungen wie Blauer Engel, EU-Ecolabel oder ähnliche Siegel. Wichtig ist immer, welche Kriterien genau dahinterstehen (z. B. Emissionen, Inhaltsstoffe, Umweltanforderungen).

Untergrundfeuchtigkeit
Untergrundfeuchtigkeit ist die Feuchte im Material, z. B. in Putz, Beton oder Holz. Zu hohe Feuchtigkeit kann zu Blasen, Schimmel oder Ablösungen führen, deshalb vor dem Beschichten prüfen.

Untergrundprüfung
Untergrundprüfung ist der Sammelbegriff für einfache Checks vor dem Streichen: Ist der Untergrund tragfähig, sauber, trocken und gleichmäßig saugend? Diese Prüfung entscheidet oft darüber, ob Sie grundieren müssen und ob der Anstrich später hält oder abblättert.

Untergrundreiniger
Untergrundreiniger ist ein Reiniger, der Fett, Nikotin, Pflegemittel oder Baustellenschmutz entfernt, damit die Beschichtung später nicht abplatzt. Haushaltsreiniger reichen oft nicht, wenn z. B. Küchenfett oder Silikonreste auf der Fläche sind. Nach der Reinigung sollte die Fläche gründlich abspülen bzw. abwischen und vollständig trocknen.

Untergrundsanierung
Untergrundsanierung bedeutet, dass der Untergrund erst repariert und stabil gemacht wird, bevor gestrichen wird, z. B. Putz ausbessern, Risse schließen oder sandende Stellen verfestigen. Das lohnt sich, weil ein neuer Anstrich auf einem schlechten Untergrund nicht dauerhaft hält. Kleine Schäden lassen sich oft mit Spachtelmasse beheben, größere Ursachen (z. B. Feuchte) müssen zuerst gelöst werden.

Untergrundvorbereitung
Untergrundvorbereitung umfasst alle Schritte, damit Farbe oder Lack später gut hält, z. B. reinigen, entfetten, schleifen, lose Stellen entfernen und ggf. grundieren. Ein guter Anstrich scheitert am häufigsten an fehlender Vorbereitung. Wenn Sie unsicher sind, hilft eine kurze Untergrundprüfung (tragfähig, sauber, trocken, gleichmäßig saugend).

Unterputz
Unterputz ist die Putzschicht unter dem Oberputz, z. B. an Fassaden. Für Grundierung und Fassadenfarbe ist wichtig, ob der Unterputz tragfähig ist und gleichmäßig saugt. Ist er sandend oder rissig, sollte er zuerst verfestigt bzw. repariert werden, sonst leidet der spätere Anstrich.

Unterrostung
Unterrostung bedeutet, dass Rost unter einer Lackschicht weiterarbeitet, obwohl die Oberfläche noch relativ intakt aussieht. Typische Anzeichen sind Blasen, kleine Rostpunkte oder Abplatzungen, die von unten kommen. Ursache ist oft zu wenig Entrostung oder ein fehlender/ungeeigneter Rostschutzaufbau, (Vorbereitung, Rostschutz-Grundierung, Decklack).

Unterwanderung
Unterwanderung bedeutet, dass Feuchtigkeit oder Schmutz unter eine Beschichtung gelangt und sie nach und nach ablöst. Das passiert häufig an Kanten, Rissen oder schlecht abgedichteten Übergängen. Wenn Unterwanderung vorliegt, hilft meist nicht „drüberstreichen“, sondern die Ursache (Feuchte/Haftung) muss behoben werden.

UV-Schutz / UV-beständig / UV-stabil
UV-Schutz bedeutet, dass ein Produkt dafür ausgelegt ist, UV-bedingte Alterung durch Sonnenstrahlung zu reduzieren, z. B. Ausbleichen, Vergilben, Vergrauen oder Kreidung. Oft geschieht das über UV-Absorber (UV-Blocker) oder schützende Pigmente. Wie gut der Schutz wirkt, hängt vom System und der Bewitterung ab, daher sind Herstellerangaben im technischen Merkblatt maßgeblich.

V

VdL-Richtlinie 01 (VdL-RL 01)
VdL-Richtlinie 01 (VdL-RL 01) ist eine Branchen-Richtlinie, wie Hersteller Inhaltsstoffe von Farben und Lacken einheitlich angeben. Wenn im Merkblatt „deklariert nach VdL-RL 01“ steht, heißt das: Die Inhaltsstoffe sind nach einem festen Schema aufgelistet, damit man Angaben besser vergleichen kann (z. B. zu Konservierungsmitteln, Lösemitteln oder Weichmachern).

Verflug
Verflug („Drift“) ist das Abdriften von Sprühnebel beim Sprühen, z. B. durch Wind. Das kann zu Farbnebel auf Autos, Fenstern oder Nachbarflächen führen, daher nur bei passenden Bedingungen sprühen und gut abdecken.

Vergilbung / vergilbungsfrei
Vergilbung / vergilbungsfrei bedeutet, dass ein Lack oder Anstrich mit der Zeit gelblich werden kann, oft durch Wärme oder Lichtmangel (z. B. bei manchen weißen Lacken). „Vergilbungsfrei“ ist ein Produktversprechen, das je nach System unterschiedlich gut zutrifft.

Vergrauen / Vergrauungslasur
Vergrauen / Vergrauungslasur bedeutet, dass Holz außen mit der Zeit durch Wetter und UV grau wird. Eine Vergrauungslasur ist eine Lasur mit Pigmenten, die diesen grauen Look gezielt gleichmäßig erzeugen oder optisch ausgleichen kann.

Verkieselung
Verkieselung bedeutet, dass sich Silikatfarbe mit mineralischen, saugfähigen Untergründen chemisch verbindet, z. B. Kalk-/Zementputz, Beton, mineralisches Mauerwerk sowie mineralische Spachtel- und Reparaturmörtel. Voraussetzung ist, dass der Untergrund tragfähig und nicht kreidend ist.

Verzinktes Metall
Verzinktes Metall ist Metall mit einer Zinkschicht als Korrosionsschutz. Beim Streichen ist ein passender Haftprimer (z. B. Zinkhaftprimer) wichtig, weil normale Lacke auf Zink sonst schlecht haften können.

VOC (flüchtige organische Verbindungen)
VOC sind organische Stoffe, die aus Farben und Lacken in die Luft ausdünsten können. Dazu gehören u.a. Butylacetat, Toluol, Xylol / Xylene, Ethylbenzol, 2-Butoxyethanol. Ein niedriger VOC-Gehalt ist im Innenbereich oft angenehmer; Angaben dazu stehen häufig auf dem Gebinde oder im technischen Merkblatt.

W

Wachs
Wachs ist ein Pflege- oder Schutzstoff, der Oberflächen wasserabweisender machen und sich angenehm anfühlen lassen kann. Geeignet ist Wachs vor allem für Holz (z. B. Möbel, Treppenhandläufe, Arbeitsplatten je nach System) und teils für Kork oder geölte/gewachste Oberflächen, die regelmäßig nachgepflegt werden.

Wasserabweisend
Wasserabweisend bedeutet, dass Wasser eher abperlt und nicht so schnell eindringt. Das ist besonders bei Fassaden und Außenholz wichtig, ersetzt aber keinen korrekten Schichtaufbau.

Wasserbasiert (wasserverdünnbar)
Wasserbasiert bedeutet, dass Wasser der Hauptträger ist. Das gibt es nicht nur bei Lacken, sondern auch bei vielen Wandfarben, Grundierungen und Lasuren. Für Sprühpistolen kann man manche wasserbasierten Produkte in begrenztem Maß verdünnen, damit sie spritzfähig werden – wie viel und womit, steht im technischen Merkblatt (Datenblatt).

Wasserbasierte Beschichtungen (z. B. wasserbasierte Farben und Lacke)
Wasserbasierte Beschichtungen sind Produkte auf Wasserbasis, z. B. Dispersionsfarben, Acryllacke, Grundierungen oder Lasuren. Sie lassen sich oft angenehm verarbeiten und Werkzeuge können häufig mit Wasser gereinigt werden, entscheidend sind aber immer Einsatzbereich, Untergrund und Trocknungszeiten laut technischem Merkblatt.

Wassertropfen-Test
Wassertropfen-Test ist ein einfacher Praxischeck: Ein paar Tropfen Wasser auf die Oberfläche geben und beobachten, ob sie abperlen oder schnell einziehen. Zieht Wasser schnell ein, ist der Schutz oft nachlassend und Pflege/Auffrischung kann sinnvoll sein.

WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
WDVS (Wärmedämmverbundsystem) ist ein Fassadensystem aus Dämmplatten, Kleber, Armierung und Putz. Beim Streichen müssen Farben zum WDVS passen, damit keine Schäden durch Spannung, Feuchte oder zu starke Aufheizung entstehen. Verwenden Sie nur Fassadenfarben, die für WDVS freigegeben sind (z. B. Silikonharz-, Dispersion- oder Silikat-Fassadenfarben) – Vorgaben zu Farbton/HBW/TSR und Systemaufbau im technischen Merkblatt beachten.

Weichmacher
Weichmacher sind Zusatzstoffe, die Kunststoffe und manche Beschichtungen flexibler machen und in einigen Farben/Lacken vorkommen können. Für Innenräume – besonders Kinderzimmer – lohnt es sich, auf emissionsarme und möglichst weichmacherfreie Produkte (z. B. mit Blauer Engel) zu achten. Bei Kindermöbeln/Spielzeug-nahen Flächen zusätzlich auf geeignete Produktfreigaben und Normhinweise im technischen Merkblatt schauen.

Wetterbeständig / witterungsbeständig (auch: witterungsresistent)
Wetterbeständig bedeutet, dass eine Beschichtung diese Witterungseinflüsse im Außenbereich länger aushält. Wie gut das klappt, hängt stark von Untergrundvorbereitung, Schichtdicke, Systemaufbau (Grundierung + Deckschicht) und der Wetterseite ab; die konkreten Angaben stehen im technischen Merkblatt.

Wetterschutzfarbe / Wetterschutzlasur
Wetterschutzfarbe / Wetterschutzlasur sind Außenanstriche zum Schutz vor Witterung: Wetterschutzfarbe ist meist deckend, Wetterschutzlasur lässt die Maserung sichtbar. Beide sollten regelmäßig nach Zustand geprüft und bei Bedarf aufgefrischt werden.

WGK (Wassergefährdungsklasse)
WGK sagt, wie kritisch ein Produkt für Gewässer ist. WGK 1 bedeutet schwach wassergefährdend, WGK 2 wassergefährdend, WGK 3 stark wassergefährdend. Praktisch heißt das: Reste nicht in Ausguss/Abfluss, Entsorgung nach Herstellerangaben.

Witterungsbedingungen
Witterungsbedingungen sind die Bedingungen beim Streichen, z. B. Temperatur, Luftfeuchte, Wind und direkte Sonne. Ungünstige Bedingungen können Verlauf, Trocknung und Haftung deutlich verschlechtern – deshalb Vorgaben im technischen Merkblatt beachten.

Witterungseinflüsse
Witterungseinflüsse sind Belastungen im Außenbereich wie Regen, UV-Strahlung, Frost/Hitze und Luftverschmutzung. Sie bestimmen, wie schnell Oberflächen altern und Anstriche nachlassen.

X

Xylol / Xylene (Dimethylbenzol; CAS-Nr. 1330-20-7)
Xylol / Xylene ist ein aromatisches Lösemittel und gehört zu den VOC (flüchtige organische Verbindungen). Es kommt häufig in lösemittelhaltigen Lacken oder Lösemittelgemischen vor, um Lösekraft und Auftrag zu unterstützen, z. B. wenn ein Lack gut „auslaufen“ soll. Typisch sind CLP-Hinweise wie entzündlich und gesundheitlich relevant bei Einatmen, daher Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.

Y

Yachtlack
Yachtlack ist ein Lack, der für hohe Feuchte- und Wetterbelastung entwickelt wurde und eine sehr geschlossene, robuste Oberfläche bilden kann. Er wird nicht nur auf Booten, sondern teils auch für stark beanspruchte Holzflächen genutzt (Einsatzbereich laut Merkblatt beachten). Wichtig ist eine saubere Untergrundvorbereitung, weil spätere Renovierung oft aufwendiger ist.

Ytong (Porenbeton)
Ytong ist ein sehr leichter, stark saugender Baustoff. Beim Streichen braucht er meist eine passende Grundierung, sonst wird der Anstrich schnell fleckig und der Verbrauch steigt deutlich. Auch der richtige Putz/Spachtelaufbau spielt eine Rolle, damit die Oberfläche gleichmäßig wird.

Z

Zarge
Zarge ist der feste Rahmen, z. B. bei Türen oder bei Bienenbeuten (Beuten-Zarge). Beim Streichen sind Kanten, Übergänge und eine saubere Vorbereitung besonders wichtig, weil dort Abnutzung und Feuchte zuerst angreifen.

Zementhaut
Zementhaut ist eine sehr glatte, verdichtete Oberfläche auf frischem Beton oder Estrich. Sie kann die Haftung von Grundierung und Beschichtung verschlechtern, deshalb wird sie je nach System angeschliffen, gefräst oder geeignet gereinigt.

Zementleim
Zementleim ist die feine, milchige Zement-Wasser-Schicht, die sich beim Betonieren an der Oberfläche bilden kann. Wenn sie nicht tragfähig ist, kann sie später abmehlen oder abplatzen und muss vor einer Beschichtung entfernt bzw. verfestigt werden.

Zementschleier
Zementschleier ist ein dünner, grauer Film auf Fliesen oder Beton, der nach Arbeiten mit Zement/Mörtel zurückbleiben kann. Vor dem Streichen oder Versiegeln muss er sorgfältig entfernt werden, sonst haftet die Beschichtung schlechter oder wird fleckig. Entfernung meist mit Zementschleierentferner (säurehaltiger Reiniger) nach Herstellerangabe, anschließend sehr gründlich mit Wasser nachspülen. Auf säureempfindlichen Untergründen (z. B. kalkhaltiger Naturstein) keine Säure verwenden – dort eher geeigneten Spezialreiniger oder mechanische Reinigung wählen.

Zertifizierung
Zertifizierung bedeutet, dass ein Produkt nach bestimmten Kriterien geprüft wurde (z. B. Umweltlabel, Emissionsprüfungen). Wichtig ist immer, welche Kriterien die Zertifizierung konkret abdeckt – das steht beim Siegel oder in den Produktunterlagen.

Zinkhaftprimer
Zinkhaftprimer ist eine spezielle Grundierung, die auf verzinktem Metall die Haftung für den Folgeanstrich verbessert. Ohne passenden Haftprimer kann Lack auf Zink schneller abblättern.

Zinkstaubfarbe
Zinkstaubfarbe ist eine Rostschutz-Beschichtung für Stahl mit hohem Zinkanteil. Sie ist meist nach der Grundschicht die zweite Rostschutz-Schicht – danach muss in der Regel noch ein geeigneter Abschlussanstrich (Decklack) darüber, damit die Oberfläche dauerhaft gegen Wetter und UV geschützt ist. Welche Deckbeschichtung passt, steht im technischen Merkblatt (Datenblatt: Grund-/Zwischen-/Deckschicht).

Zwischenschliff
Zwischenschliff ist leichtes Anschleifen zwischen zwei Lackschichten, damit die nächste Schicht besser haftet und die Oberfläche glatter wird. Danach muss der Schleifstaub gründlich entfernt werden.

Zwischentrocknung
Zwischentrocknung ist die Trocknung zwischen zwei Arbeitsgängen, bevor die nächste Schicht folgt. Wer zu früh überarbeitet, riskiert Haftprobleme oder ein stumpfes/klebriges Ergebnis.

Kontakt:
📞 Telefon: 05138 6088-60
📧 E-Mail: info@farbenexperte24.de

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