Glossar

In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe, Abkürzungen und typischen Werkstatt-Begriffe rund ums Streichen, Lackieren und Beschichten – verständlich erklärt und teilweise mit praktischem Nutzen.

🚩 Hinweis: Die Definitionen beziehen sich bewusst auf die Praxis im Malerhandwerk sowie bei Renovierung und Oberflächenbeschichtung (z. B. Systemaufbau, Untergrundprüfung, Haftung und Trocknung) und können in anderen Bereichen völlig abweichend verwendet werden.

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Es gibt 17 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben D beginnen.
D

Dämpfe
Dämpfe sind gasförmige Stoffe, die z. B. beim Arbeiten mit lösemittelhaltigen Produkten entstehen können. Gute Belüftung und geeigneter Schutz sind wichtig, damit Sie diese nicht unnötig einatmen.

Deckanstrich / Deckbeschichtung
Deckanstrich / Deckbeschichtung ist die letzte Schicht im Anstrichaufbau, die man am Ende sieht und die den Schutz übernimmt. Sie sorgt für die Optik (z. B. matt oder glänzend) und für die Widerstandsfähigkeit im Alltag.

Deckende Holzfarbe
Deckende Holzfarbe ist eine Holzfarbe, die die Maserung weitgehend überdeckt und eine gleichmäßige Farbschicht bildet. Sie wird oft genutzt, wenn Holz im Außenbereich nicht nur geschützt, sondern auch optisch „wie neu“ wirken soll.

Deckkraft
Deckkraft beschreibt, wie gut eine Farbe den Untergrund abdeckt. Hohe Deckkraft spart oft einen Anstrich, weil die Fläche schneller gleichmäßig aussieht.

Diffusionsoffen / offenporig
Diffusionsoffen / offenporig bedeutet, dass eine Beschichtung Wasserdampf durchlässt und nicht komplett „dicht“ macht. Das ist wichtig bei mineralischen Untergründen und Fassaden, damit Feuchtigkeit entweichen kann und keine Schäden durch Feuchtestau entstehen.

DIN 53160 (Speichel- und Schweißbeständigkeit)
DIN 53160 (Speichel- und Schweißbeständigkeit) ist eine Norm, die prüft, ob eine Oberfläche Speichel und Schweiß standhält. Das ist besonders relevant bei Flächen, die Kinder häufig berühren oder in den Mund nehmen könnten, z. B. bei Spielzeug oder Kindermöbeln (je nach Produktfreigabe). Es gibt hier in der Regel keine Klassen wie „1–5“, sondern meist nur „bestanden/nicht bestanden“ – häufig wird das Ergebnis als „speichel- und schweißecht“ angegeben.

DIN EN 1062-7 (Rissüberbrückung, Klasse A1 bis A5)
DIN EN 1062-7 beschreibt, wie gut eine Beschichtung feine Risse überbrücken kann, ohne dass der Riss sofort wieder sichtbar wird. Als grobe Einordnung: A1 > 0,10 mm, A2 > 0,25 mm, A3 > 0,50 mm, A4 > 1,25 mm, A5 > 2,50 mm (je höher die Klasse, desto mehr Rissüberbrückung). Oft steht zusätzlich eine Temperatur dabei, z. B. „A3 bei −10 °C“ – das bedeutet, dass die Rissüberbrückung auch bei Kälte geprüft wurde und das System diese Klasse unter diesen Bedingungen erreicht. Welche Bedingungen genau gelten, steht im technischen Merkblatt.

DIN EN 13300 (Klasse 1/2)
DIN EN 13300 (Innenwandfarben) ist eine Norm zur Einteilung von Innenwandfarben, z. B. nach Nassabrieb (Reinigungsbeständigkeit) und Deckvermögen. Damit lassen sich Farben besser vergleichen, wenn es um Reinigungsfähigkeit und Alltagstauglichkeit geht. Nassabriebklasse: Klasse 1 = am robustesten, Klasse 2 = robust, Klasse 3 = normal, Klasse 4–5 = deutlich empfindlicher. Deckvermögen/Deckkraft (H10-Klasse): Klasse 1 = höchste Deckkraft, Klasse 2 = gut, Klasse 3 = mittel, Klasse 4 = gering (der Vergleich bezieht sich auf definierte Prüfbedingungen, häufig bei festgelegter Ergiebigkeit).

DIN EN 71-3 (Migration bestimmter Elemente)
DIN EN 71-3 (Migration bestimmter Elemente) ist eine Prüfnorm aus dem Spielzeugbereich, die bewertet, ob bestimmte Elemente/Stoffe aus einem Material in bedenklichen Mengen herausgelöst werden können. Sie ist wichtig, wenn eine Beschichtung für kindernahe Bereiche geeignet sein soll, z. B. bei Spielzeug oder Kindermöbeln (immer nach Herstellerangaben). Für Verbraucher ist das meist keine Skala, sondern eine Konformitätsaussage wie „entspricht DIN EN 71-3“.

Dispersion (wasserbasiert) (auch: Dispersionsfarbe, auf Dispersionsbasis)
Dispersion / Dispersionsfarbe ist eine Mischung, bei der feine Kunststoffteilchen in Wasser verteilt sind und nach dem Trocknen einen festen Film bilden. Viele gängige Innenwandfarben und einige Holzfarben/Lacke sind Dispersionsprodukte und lassen sich meist einfach verarbeiten.

Dispersionssilikatfarbe
Dispersionssilikatfarbe ist eine Silikatfarbe mit Dispersionsanteil, wodurch sie sich oft leichter verarbeiten lässt als reine Silikatfarbe. Sie wird häufig auf mineralischen Untergründen eingesetzt und kann dabei trotzdem diffusionsoffen sein (je nach Produkt).

Druckbeständig / stoßbeständig
Druckbeständig / stoßbeständig bedeutet, dass eine Beschichtung Belastung durch Druck oder Stöße besser aushält. Das ist wichtig bei Böden, Treppen oder Bereichen, wo mal etwas herunterfällt.

Drucktechnik
Drucktechnik ist ein Sammelbegriff für Verfahren, mit denen Muster oder Dekore auf Materialien gebracht werden. Bei Böden oder Designbelägen spielt das eine Rolle für Optik und Struktur.

Dunkle Farbe
Dunkle Farbe sind Farbtöne mit wenig Helligkeit, die Räume optisch gemütlicher wirken lassen können. In kleinen Räumen oder bei wenig Licht kann eine dunkle Farbe aber auch schneller „schwer“ wirken.

Dünnschichtlasur / Dickschichtlasur
Dünnschichtlasur / Dickschichtlasur sind zwei Lasurarten für Holz im Außenbereich. Dünnschichtlasur zieht stärker ins Holz ein, bildet wenig Schicht und ist gut, wenn Holz „arbeiten“ darf; aufgefrischt wird sie meist einfacher. Dickschichtlasur baut eine deutlichere Schicht auf und wirkt eher wie ein dünner Lackfilm, ist dafür auf maßhaltigen Bauteilen (z. B. Fenster/Türen) üblich und muss bei Renovierung oft sorgfältiger angeschliffen werden (Herstellerangaben im technischen Merkblatt beachten).

Durchschlagen
Durchschlagen bedeutet, dass Flecken oder Inhaltsstoffe aus dem Untergrund später wieder sichtbar werden, obwohl neu gestrichen wurde. Typisch sind Nikotin, Wasserflecken oder Holzinhaltsstoffe, deshalb hilft oft eine Absperrgrundierung.

Durchtrocknen / Durchtrocknung
Durchtrocknen / Durchtrocknung bedeutet, dass eine Beschichtung nicht nur oberflächlich trocken ist, sondern auch in der Tiefe trocken wird. Das ist wichtig, bevor Sie weiter streichen, reinigen oder die Fläche stärker belasten.

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