Farbfilm Farbfilm ist die getrocknete Schicht aus Farbe oder Lack auf der Oberfläche. Ein stabiler Farbfilm entsteht nur, wenn Untergrund, Grundierung und Trocknungszeiten passen – sonst kann er später reißen oder abblättern.
Farbgestaltung Farbgestaltung meint, wie Sie Farben im Raum oder am Objekt einsetzen, damit es stimmig wirkt. Praktisch hilft: Erst Licht und Raumgröße beachten, dann Hauptfarbe wählen und erst danach Akzente setzen.
Farbkarte Farbkarte ist eine gedruckte Farbübersicht (z. B. vom Hersteller), Farbkarten nutzen Sie am besten wie ein „Mini-Farbmuster“: Wählen Sie 2–3 Töne aus und hängen Sie sie mit Malerkrepp an verschiedene Stellen (z. B. nahe Fenster, gegenüber vom Fenster, in einer dunkleren Ecke). Schauen Sie die Karten zu verschiedenen Tageszeiten und auch bei künstlichem Licht an – so sehen Sie, wie stark Licht und Umgebung die Farbe verändern.
Farbkombination Farbkombination beschreibt, welche Farben zusammen gut wirken (z. B. Ton-in-Ton oder klare Kontraste). Alltagstipp: Kombinieren Sie lieber 1 Hauptfarbe + 1 Akzent, das wirkt meist ruhiger als viele gleich starke Farben.
Farbkreis Farbkreis ist ein Modell, das Farben in einem Kreis anordnet und Beziehungen zeigt (z. B. Komplementärfarben). Er hilft, passende Kombinationen zu finden, etwa „Gegensätze“ für Kontrast oder „Nachbarn“ für harmonische Übergänge.
Farbmuster Farbmuster ist ein Test, wie die Farbe an Ihrer Wand wirklich wirkt, z. B. als Probeanstrich auf ca. 50×50 cm. Das ist zuverlässiger als die Farbe nur auf einer kleinen Karte zu beurteilen.
Farbpigmente / PigmenteFarbpigmente / Pigmente sind die Farbstoffteilchen, die der Farbe ihren Farbton geben. Hochwertige Pigmente können helfen, dass die Farbe gleichmäßiger deckt und länger farbstabil bleibt (je nach Produkt).
Farbpsychologie Farbpsychologie beschreibt, wie Farben auf Stimmung und Raumgefühl wirken können (z. B. warm, kühl, ruhig). Nutzen Sie das als Orientierung, aber testen Sie immer im Raum, weil Licht und Umgebung die Wirkung verändern.
Farbton / FarbtöneFarbton / Farbtöne ist die eigentliche „Farbe“ (z. B. Blau, Grün) und ihre genaue Ausprägung. Kleine Unterschiede im Farbton fallen an großen Flächen oft stärker auf als gedacht – darum sind Farbmuster sinnvoll.
Farbtupfer Farbtupfer sind kleine, gezielte Farbflächen, z. B. ein Streifen, eine Nische oder einzelne Möbelteile. Das ist eine einfache Möglichkeit, den Raum lebendiger zu machen, ohne alles umzustreichen.
Farbwirkung Farbwirkung meint, wie eine Farbe im Raum „ankommt“ (heller, dunkler, wärmer, kühler). Die Wirkung hängt stark von Licht, Untergrund und Glanzgrad ab – matte und glänzende Oberflächen wirken oft unterschiedlich, auch bei gleichem Farbton.
Faserrichtung Faserrichtung ist die Richtung der Holzfasern im Holz. Wenn Sie in Faserrichtung schleifen und streichen, bekommen Sie meist ein gleichmäßigeres Ergebnis und vermeiden sichtbare Schleifspuren.
Fassadenanstrich Fassadenanstrich ist das Streichen einer Außenfassade mit dafür geeigneter Fassadenfarbe. Wichtig ist ein tragfähiger, sauberer Untergrund und die passende Farbe (z. B. diffusionsoffen), damit die Fassade langfristig geschützt bleibt.
Fassadenfarbe Fassadenfarbe ist eine Außenfarbe, die gegen Wetter, UV und Feuchtigkeit ausgelegt ist. Je nach Untergrund (Putz, WDVS, Klinker) muss die Fassadenfarbe dazu passen, sonst drohen Haftprobleme.
Fassadenreiniger Fassadenreiniger ist ein Reiniger, der Verschmutzungen wie Staub, Ablagerungen oder Grünbelag an der Fassade löst. Vor dem Streichen sorgt er dafür, dass die neue Farbe besser haftet und das Ergebnis gleichmäßiger wird.
Fertigbetondecke Fertigbetondecke ist eine Decke aus vorgefertigten Betonplatten (z. B. im Neubau). Beim Streichen ist oft wichtig, ob Schalölreste, Lunkerstellen oder unterschiedliche Saugfähigkeit vorliegen, damit der Anstrich gleichmäßig wird.
Feuchteregulation Feuchteregulation bedeutet, dass ein Material Feuchtigkeit aus der Luft zeitweise aufnehmen und später wieder abgeben kann. Das kann das Raumklima spürbar stabiler machen, z. B. bei mineralischen Putzen oder bestimmten Innenfarben.
Feuchteresistent (auch: feuchtigkeitsresistent) Feuchteresistent bedeutet, dass eine Beschichtung für feuchte Bedingungen ausgelegt ist und dort stabil bleibt. Das ist besonders sinnvoll in Bädern, auf Badezimmerdecken oder auf Wänden, die häufig feuchte Luft abbekommen.
Feuchtigkeitsbeständigkeit Feuchtigkeitsbeständigkeit bedeutet, dass eine Farbe oder Beschichtung Feuchte besser aushält, ohne aufzuweichen oder sich zu lösen. Das ist wichtig in Bereichen mit hoher Luftfeuchte, z. B. Bad, Waschküche oder Keller.
Feuchtigkeitsmesser Feuchtigkeitsmesser ist ein Messgerät, mit dem Sie prüfen können, ob ein Untergrund (Holz, Putz, Estrich) noch zu feucht ist. Das hilft, bevor Sie grundieren oder beschichten, weil zu viel Restfeuchte später zu Blasen, schlechter Haftung oder Schimmel führen kann.
Feuchtigkeitsschaden Feuchtigkeitsschaden ist ein Schaden durch zu viel Feuchte, z. B. dunkle Flecken, abplatzender Putz oder schimmelanfällige Stellen. Vor dem Streichen muss die Ursache geklärt sein (z. B. Leck, fehlende Abdichtung), sonst kommt das Problem schnell wieder.
Feuchtraumboden Feuchtraumboden ist ein Boden, der für feuchte Räume geeignet ist und Feuchtigkeit besser verträgt (je nach System z. B. Versiegelung/Beschichtung). Wichtig ist, dass auch Fugen und Anschlüsse passen, damit keine Feuchte unter den Belag zieht.
Feuchtraumfarbe Feuchtraumfarbe ist eine Innenfarbe, die für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickelt wurde. Sie ist oft besser gegen Feuchtebelastung ausgelegt und wird typischerweise in Bad, Küche oder Waschkeller verwendet (je nach Herstellerangabe auch im Spritzbereich nur eingeschränkt).
Feuchtraumgrundierung Feuchtraumgrundierung ist eine Grundierung, die den Untergrund im Bad oder ähnlichen Räumen vorbereitet, damit die Feuchtraumfarbe besser haftet. Sie kann auch helfen, wenn der Untergrund ungleich saugt oder leicht kreidet.
Fingernageltest Fingernageltest ist ein schneller Praxischeck, ob eine Lack- oder Farbschicht schon fest genug ist. Drücken Sie an einer unauffälligen Stelle kurz mit dem Fingernagel: Bleibt ein Eindruck oder wird die Oberfläche weich, ist die Schicht noch nicht ausreichend ausgehärtet und sollte weiter trocknen, bevor Sie belastet oder überstrichen wird.
Finish Finish ist die letzte Schicht, die Sie am Ende sehen und die den Schutz im Alltag übernimmt, z. B. Lackschicht, Versiegelung oder Wachs. Das Finish beeinflusst Optik (matt/glänzend) und wie gut sich die Fläche reinigen lässt.
Flachpinsel Flachpinsel ist ein Pinsel mit gerader Kante, der sich gut für Kanten, Ecken und schmale Flächen eignet. Praktisch ist er z. B. zum „Vorschneiden“ an Deckenrändern oder an Türzargen, bevor Sie rollen.
Flachstrahldüse Flachstrahldüse ist eine Düse am Hochdruckreiniger, die den Wasserstrahl fächerförmig verteilt. Das ist meist schonender als ein Punktstrahl, trotzdem sollten Sie Abstand halten, damit Holzfasern oder Putz nicht beschädigt werden.
Fliesenbeschichtung Fliesenbeschichtung ist ein System, das Fliesen optisch erneuert und eine neue Oberfläche bildet. Je nach Produkt kann das ein Lack- oder Beschichtungssystem sein – entscheidend sind gründliches Entfetten, passende Grundierung und die richtige Trocknungszeit.
Fliesenfarbe (wasserbasiert)Fliesenfarbe ist eine Farbe/Lackvariante, die auf Fliesen eingesetzt wird, meist mit geringerer Geruchsbelastung als lösemittelhaltige Produkte. Für stark beanspruchte Bereiche (z. B. Boden) ist wichtig, dass das Produkt ausdrücklich dafür freigegeben ist.
Fliesengrundierung Fliesengrundierung ist eine Grundierung, die auf glatten Fliesen die Haftung für die spätere Beschichtung verbessert (oft als Haftgrund/Primer geführt). Ohne passende Fliesengrundierung kann die neue Schicht später leichter abplatzen.
Flugrost Flugrost sind feine Rostspuren, die z. B. durch Metallabrieb (Schleifstaub) auf Oberflächen entstehen können – auch auf Edelstahl in der Nähe. Vor dem Lackieren muss Flugrost entfernt werden, sonst können Rostflecken durch den Anstrich wieder sichtbar werden.
Folientest (auch: Folienschnelltest) Folientest ist ein einfacher Feuchte-Check: Sie kleben Folie luftdicht auf den Untergrund und warten (oft 12–24 Stunden). Bildet sich Kondenswasser unter der Folie, ist der Untergrund noch zu feucht und sollte vor dem Beschichten weiter trocknen.
Formaldehyd Formaldehyd ist ein chemischer Stoff, der die Raumluft belasten kann und deshalb bei Innenprodukten ein wichtiges Thema ist. Wenn Ihnen Raumluft wichtig ist, helfen Prüfzeichen und Herstellerangaben zu Emissionen (z. B. bei emissionsarmen Farben).
Fugenband Fugenband ist ein Band (meist Glasfaser/Papier), das in Spachtelmasse eingebettet wird, um Fugen und Übergänge (z. B. bei Gipskarton) rissärmer zu machen. Das sorgt dafür, dass die Fläche nach dem Streichen länger glatt bleibt.
Fugenfarbe (auch: Fugenstift)Fugenfarbe / Fugenstift ist eine Lösung, um Fugen optisch aufzufrischen, z. B. wenn sie vergraut sind. Ein Fugenstift eignet sich eher für kleine Bereiche und schnelle Ausbesserungen, Fugenfarbe eher für größere Flächen. Wichtig ist immer, dass die Fugen sauber, trocken und fettfrei sind, sonst hält das Ergebnis nicht zuverlässig.
Fugenlos Fugenlos bedeutet, dass eine Fläche ohne sichtbare Fugen ausgeführt ist, z. B. bei bestimmten Bodenbeschichtungen oder Wandspachtel-Systemen. Das wirkt ruhig und lässt sich oft leichter reinigen, weil sich weniger Schmutz in Fugen sammelt.
Fungizid / InsektizidFungizid / Insektizid sind Wirkstoffe, die gegen Pilze bzw. Insekten eingesetzt werden, z. B. in manchen Holzschutzprodukten. Solche Zusätze sollten gezielt verwendet werden, meist eher im Außenbereich und nur, wenn es wirklich nötig ist.
FurnierFurnier / furnierte Tür bedeutet, dass auf einem Trägermaterial eine dünne Echtholzschicht aufgebracht ist. Beim Schleifen und Streichen ist Vorsicht wichtig, weil Furnier sehr dünn ist und schnell „durchgeschliffen“ werden kann.
Fußbodenheizung Fußbodenheizung bedeutet, dass Wärme von unten durch den Boden kommt. Wichtig für Beschichtungen: Achten Sie darauf, dass die Farbe dauerhaft für Fußbodenheizung geeignet ist (Temperaturwechsel) und dass beim Streichen/Beschichten die Heizung oft reduziert oder ausgeschaltet wird, damit Trocknung und Haftung nicht gestört werden.
Futterzarge / Futterzargen-LackFutterzarge / Futterzargen-Lack (lebensmittelecht) ist ein Begriff aus der Imkerei: Die Futterzarge ist ein Bauteil der Beute, in das Futter gegeben wird. Wenn ein Lack dafür als geeignet beworben wird, ist entscheidend, dass er für den Kontaktbereich passend freigegeben ist (Nachweis/Herstellerangabe beachten).